24.02.2012  - Recht

label

Zustandekommen des Maklervertrages

Ein Maklervertrag kommt nach einem Beschluss des Kammergerichts vom 17.8.2011 (Aktenzeichen 10 U 89/11) zustande, wenn der Kaufinteressent in Kenntnis des Provisionsverlangens des Maklers maklertypische Leistungen in Anspruch nimmt. Zu nennen sind hier die Anforderung von Objektunterlagen oder die Vereinbarung/Wahrnehmung eines Besichtigungstermins. Wird die Vertragsgelegenheit nicht vom Maklerkunden, sondern von einem Dritten wahrgenommen, ist der Provisionsanspruch gegenüber dem Maklerkunden gleichwohl entstanden, wenn dadurch das von ihm gewünschte wirtschaftliche Ergebnis erreicht wird (zum Beispiel Erwerb der Wohnung nicht direkt durch die Eltern, sondern für Kinder).

Autor: Rechtsanwalt Babo von Rohr

Quelle

http://www.breiholdt.de

Das könnte Dich auch interessieren

Makler- und Bauträgerrecht: Maklervertrag kein Fernabsatzvertrag?

Maklerverträge kommen oftmals über Internetkontakte (Immoscout, Immonet etc.) zustande. In... Mehr lesen

Ohne Maklervertrag keine Provision

1. Eine Provisionsabrede kann auch stillschweigend durch schlüssiges Verhalten getroffen w... Mehr lesen

Immobilienmakler: Konkludenter Abschluss des Maklervertrags

Die kommentarlose Entgegennahme eines Maklerangebots genügt ebenso wenig für einen konklud... Mehr lesen

Kommentare