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Drees & Sommer - Innovationsforum: Zwei Welten verbinden

Zum Thema „Rapid Change – Rezept für unternehmerische Veränderung“ fand am Donnerstag das Drees & Sommer-Innovationsforum mit mehr als 150 Gästen in der Berliner Classic Remise statt.

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Bildunterschrift: Innovationsforum, Start Ups - © Dre...
Berlin, 20.04.2018 | 886 Views
Beim gefragten Branchentreff referierte der Zukunftsmanager Pero Mićić, wie sich Chancen in Zukunftsmärkten nutzen lassen. Welche Veränderungen der Bau- und Immobilienbranche bevorstehen, darüber sprachen der Unternehmer Rupprecht Rittweger sowie der Architekt und Modularisierungsexperte Mark Bryden. Am Nachmittag stellten ausgewählte Start-ups, die mit dem international tätigen Beratungs- und Projektmanagementunternehmen Drees & Sommer zusammenarbeiten, zukunftsweisende Geschäftsmodelle vor.

In seiner Begrüßung ging Steffen Szeidl, Vorstand der Drees & Sommer SE, zunächst auf den diesjährigen Themenschwerpunkt Rapid Change ein: „Sicher beschleunigt die Digitalisierung den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel enorm. Doch ein Kennzeichen erfolgreichen unternehmerischen Handelns ist und war es schon immer, tiefgreifenden Veränderungen positiv zu begegnen und sie idealerweise vorwegzunehmen. Was ein gelungenes Change-Management ausmacht und wie sich vor allem etablierte Unternehmen in puncto digitale Transformation aufstellen können, steht daher im Mittelpunkt unseres Innovationsforums.“

Dolmetscher zwischen zwei Welten

Dabei wies Szeidl auch insbesondere auf das Nachmittagsprogramm „Start-ups on Stage – neue Geschäftsmodelle“ hin. Gerade aufgrund ihres freien, kreativen und experimentierfreudigen Vorgehens seien Start-ups, häufig mit Digital Natives als Unternehmensgründern, die Treiber der Digitalisierung. Oftmals fehle jedoch spezifisches Branchen-Know-how und der Zugang zum Markt.

Welche Rolle Drees & Sommer dabei als Vermittler zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups einnimmt, dazu erklärte Szeidl: „Smarte Geschäftsmodelle funktionieren im Bau- und Immobilienbereich nur dann, wenn sie die sehr komplexen Erfordernisse des Planens, Bauens und Betreibens beachten. Genau hier setzten wir mit unserem fundierten Wissen bei unseren Kooperationen mit Start-ups an. Wir investieren viel Zeit, um neue, vielversprechende Geschäftsmodelle zunächst auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen und sie gemeinsam mit den jungen Unternehmen den Anforderungen unserer Branche anzupassen. Wenn wir Start-ups mit unseren Geschäftspartnern vernetzen, stellen wir sicher, dass unsere Kunden bei ihren Bauvorhaben optimal von den digitalen Innovationen profitieren.“

Menschen für positives Zukunftsbild begeistern

Danach ging der Zukunftsmanager Dr. Pero Mićić, Vorstand der FutureManagementGroup, in seiner Keynote der Frage nach: „Wohin führen wir?“. Als Autor, Referent und Managementberater gründete Mićić bereits im Jahr 1991 das erste deutsche Unternehmen für Zukunftsmanagement und berät seitdem Führungskräfte großer Konzerne und führender Mittelständler, Chancen in Zukunftsmärkten früh zu erkennen und intelligente Zukunftsstrategien zu entwickeln. Dazu gehört, ihre Annahmen zu verbessern und daraus eine Vision, Ausrichtung und Strategie zu entwickeln. In seinem Vortrag forderte Mićić das Publikum auf: \"Wo führen Sie hin? Auf welches Zukunftsbild laufen all Ihre Projekte und Prozesse zu? Ohne ein klares, motivierendes und zukunftsrobustes Zukunftsbild können Sie Ihr Team nicht führen. Entwickeln Sie eine zukunftsrobuste Ausrichtung und Vision und nutzen Sie sie als Ihr mächtigstes Führungswerkzeug.\"

Spezial-Immobilie für die Digitalisierung

Dem Thema „Change im Immobilienmanagement“ widmete sich danach Rupprecht Rittweger, CEO von e-shelter und Geschäftsführender Gesellschafter der Investa Holding GmbH. In seinem Werdegang hat er selbst viele zukünftige Entwicklungen erfolgreich prognostiziert und ist neue Wege gegangen: vom Projektentwickler zum Data-Center-Entwickler und -Betreiber bis zum Proptech-Accelerator, der unter anderem Start-ups identifiziert und fördert, die innovative Technologien für die Immobilienbranche entwickeln. „Data Center sind die Spezial-Immobilie für die Digitalisierung. Nicht nur, dass sie Servern und Routern für die kritischen Infrastrukturen und der Cloud ein Zuhause bieten, sie sind vielmehr auch ein Teil der Sharing Economy. Mit Flexibilität und Skalierbarkeit erreichen Sie ein Höchstmaß an Effizienz“, erklärte Rittweger.

Gesamten Bauprozess ganzheitlich in Angriff nehmen

Den abschließenden Vortrag des Vormittags „Change bei Architekten“ hielt Mark Bryden, Gründer und Vorstandsmitglied des im Jahr 1995 gegründeten Unternehmens Bryden Wood, der zuvor als Architekt beim international renommierten Architekturbüro Nicholas Grimshaw and Partners tätig war. Zunächst führte er aus, was ihn zum beruflichen Wechsel motivierte: „Ich konnte sehen, dass sich die Einfachheit der architektonischen Gestaltung eindeutig nicht auf die Art und Weise erstreckte, wie ein Gebäude gebaut und geliefert wurde. Als Martin Wood und ich Bryden Wood gründeten, ging es darum, den gesamten Bauprozess in Angriff zu nehmen, nicht nur das Ergebnis.“

Bryden ging dabei insbesondere auf die „Design for Manufacturing and Assembly“- Methode ein, die darauf abzielt, die Gestaltung eines Gebäudes optimal an Fertigungs- und Montagebelange anzupassen. „Wir beschäftigten uns mit systemischen Konstruktionsfragen wie der Qualifikationslücke und der Produktivität. Da unsere Marke für Architektur und Bauwesen immer stärker auf die Fertigung ausgerichtet ist, sind die Probleme, die wir lösen, weiterreichend und für die gesamte Industrie und die Wirtschaft bedeutsamer geworden“, so Bryden.

Start-ups on Stage: Innovative Lösungen rund um die Immobilie

Am Nachmittag standen sechs neue digitale Geschäftsmodelle rund um die Immobilie im Fokus. Navvis-Mitgründer Dr. Felix Reinshagen erklärte, wie mit einer Art „Mini-Google-Auto“ in Echtzeit millimetergenaue und fotorealistische 3D-Modelle für Immobilien erzeugt werden. Norman Meyer, Leiter Digitale Geschäftsmodelle bei Drees & Sommer, stellte das Onlinetool Asset-Check vor, das automatisiert eine Erstbewertung von Immobilien ermöglicht. Wie Evana künstliche Intelligenz zur Auswertung von Datenbanken und Dokumenten nutzt, erläuterte Sascha M. Donner, Co-Founder und Head of Product der Evana AG. Dass digitale Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können, demonstrierte Jan Boström von Sundahus mit der Plattform Building Material Scout. Thing Technologies-Gründer Klaus Berberich zeigte, wie die Thing-it-App den digitalen Gebäudebetrieb ermöglicht. Lean Construction Management gibt es nun auch digital auf der Baustelle. Patrick Theis, Partner der Drees & Sommer SE, präsentierte das online-kollaborative Produktions-Planungs-Werkzeug LCM Digital.

Bildunterschrift:

Junge Unternehmen präsentierten am Nachmittag des Innovationsforums innovative Lösungen rund um die Immobilie. (v.l.n.r.) Dr. Felix Reinshagen (Navvis), Norman Meyer (Drees & Sommer), Sascha M. Donner (Evana), Jan Boström (Sundahus), Klaus Berberich (Thing Technologies), Steffen Szeidl, Peter Mösle, Patrick Theis (Drees & Sommer) ©Drees & Sommer/ Aurelio Schrey

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