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Erweiterung Primarschule, Kindergarten, Gönhard, Dufourstrase 1, 5000 Aarau, Schweiz

Ereignisse

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Sonstiges

Fertigstellung des Entwurfs

20.03.2015

Projektdaten

Adresse

Dufourstrase 1
50000 Aarau, Schweiz

Zyklus:

Architekturkonzept

Nutzungsart:

Schule, Forschung

Weiterführende Information

http://www.architekten-kauschke.de/we_Aa...

Gesamtfläche

1584 m²

Beschreibung

Freianlagen

Die unter Denkmalschutz stehende Schulanlage passt sich in ihrer Maßstäblichkeit, ihrer städtebaulichen Figur und ihrer Einbettung auf dem baumbestandenen Grundstück hervorragend in das umgebende Quartier ein. Zwischen den kammartigen Schulgebäuden, die durch einen überdachten, seitlich offenen Gang in Nord-Süd-Richtung erschlossen werden, befinden sich den Schultrakten zugeordnete Pausenhöfe. Der neue, kompakte Erweiterungsbau liegt auf dem ausgewiesenen Baufeld im südöstlichen Grundstücksbereich und ist ebenfalls mit einem überdachten Gang an das vorhandene Erschließungssystem angebunden.

Der dichte Baumbestand längs der Straßen schirmt die Schule und den Erweiterungsbau gegenüber der Umgebung ab und führt zu einer räumlichen Konzentration der Schulanlage auf ihre eigene Struktur. Zu der weiträumigen und orthogonal angelegten Schule mit dem Erweiterungsbau kontrastiert die polygonale Gestalt der Wegeführungen und der Pausenhöfe. Der landschaftliche Freiraum fließt durch den Erschließungsgang hindurch, belegt den gesamten Außenraum und schafft mit seiner amorphen Gestalt ein ausgewogenes Spannungsverhältnis zur Rechtwinkeligkeit der Architektur. In diese Formensprache fügt sich die Gestaltung der Außenanlagen südlich und östlich des Erweiterungsgebäudes. Dieses wird über das vorhandene Wegesystem und zwei neue Verbindungen an die Dufourstraße erschlossen. Der axiale Gebäudezugang zur Kindergarten erfolgt von Süden mit den seitlich des Weges gelegenen Spielflächen. Diese sind den Gruppenräumen unmittelbar zugeordnet. Ein Wartebereich mit Sitzbank für die Eltern am Eingang

und Fahrradstellplätze am Tor kennzeichnen das Entrée zum Kindergarten.

Sand- und Rasenspielbereiche mit Spielgeräten sind in einem gewissen Abstand zu den Gruppenräumen vorgesehen, eine Bepflanzung mit ungiftigen Gehölzen schützt den Spielbereich zur Straße und seitlich ab. Die Schulklassen der 1. Etage des Erweiterungsgebäudes werden über den vorhandenen westlichen Weg von der Dufourstraße und der neuen Passage und einen östlichen Weg zwischen Neubau und Laufbahn erreicht. Der Weg umschließt nach Norden das Spielfeld, verbindet die Altbauten mit dem Neubau und lädt mit der Aufweitung am östlichen Gebäudeeingang zum Verweilen auf Bänken ein. Die komprimierte Kubatur des Neubaus und die sich am Bestand orientierende Gestaltung des Außenraums bewahren auf das Trefflichste das weitläufige und großzügige Konzept der ursprünglichen Anlage.

Städtebauliches Konzept und Erschließung

Bei diesem städtebaulichen Konzept geht es darum, die Identität der unter Denkmal-schutz stehenden Schulanlage weitestgehend zu wahren. Dies wird erreicht, indem ein kompaktes bi funktionales Gebäude (Schule/Kindergarten) in das ‚Void’ der städte-baulichen Struktur in der Weise positioniert wird, dass einerseits möglichst viele Blickbezüge beibehalten bleiben und andererseits

das horizontale System der überdachten Erschließungsgänge als Verbindung zu den Bestandsgebäuden fortgesetzt werden kann.

Funktionale Verteilung und Architektur

Der Kindergarten des kompakten Baukörpers befindet sich mit südlichen Zugang zum Garten und von der Dufourstraße über den Garten im Erdgeschoss, der Schulteil befindet sich durch den Erschließungskorridor getrennt und durch 2 Treppenhäuser mit dem Erdgeschoss verbunden im 1. Obergeschoss. Durch die zurückhaltende Formensprache soll sich das Gebäude harmonisch in das denkmalgeschützte Ensemble einfügen und durch die kompakte Grundrissorganisation möglichst wenig Energie verbrauchen.

Der Schulteil des Gebäudes im 1. Obergeschoss gliedert sich mit den Klassenräumen im Fassaden- und den Neben- und Nassräumen im Kernbereich. Die Loggia ist zugleich Begegnungs- und Aussichtsbereich mit Blickbezügen auf die freie Grünfläche im Norden. Das Fassadenmaterial stellt einen Bezug zur Schulerweiterung zwischen 2010 und 2012 her. Es handelt sich hierbei um unterschiedlich strukturierte und eingefärbte Betonoberflächen mit Holzfenstern und Lüftungsgittern. Die Fassadenöffnungen passen sich in ihrer Größe und ihren Himmelsrichtungen dem Energieertrag an.

Erweiterungsmöglichkeiten

Erweiterungsmöglichkeiten sind in zweierlei Hinsicht möglich. Entweder werden zwei weitere Geschosse zu den beiden hier vorgeschlagenen Geschossen addiert um die Grünfläche nördlich des Gebäudes frei zu halten.

Für diese Variante haben wir die Dachfenster so positioniert, dass daraus Lichtschächte in die unteren Geschosse erstellt werden können. Sofern die dadurch entstehende 4-Geschossigkeit nicht den Wünschen der Gemeinde entspricht, haben wir nördlich des hier vorgeschlagenen zweigeschossigen Gebäudes eine Fläche identifiziert, die auch als Lärmbarriere gegenüber der benachbarten Bebauung funktionieren könnte.

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Verbindungen 

Hans-Gerhard Kauschke

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Standort

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