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Industrie-Gewerbebau Stockerau

Ereignisse

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Sonstiges

Upload

08.11.2013

Projektdaten

Adresse

Wienerstraße 34
20000 Stockerau

Zyklus:

Architekturkonzept

Nutzungsart:

Industrie- und Produktionsgebäude

Geländefläche

4.600 m²

Gesamtfläche

3600 m²

Beschreibung

Städtebauliches Konzept

Die bestehende Autobahnmeisterei Stockerau soll durch einen zeitgemäßen Neubau die heutigen funktionellen, baulichen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllen und zugleich mit einer hohen gestalterischen Qualität eine neue Identität für die Autobahnmeisterei schaffen.

Zwecks größtmöglicher Flexibilität der Verkehrsflächen auf dem Gelände und einer besseren Weiterentwicklungsmöglichkeit des Einzugsgebietes bei minimierter Störung der Autobahnpolizeiinspektion Stockerau während der Baumaßnahmen ist ein langgestreckter Riegel parallel zur westlichen Grundstücksgrenze so angeordnet worden, dass vor dem Gebäude eine Maximierung der Verkehrs-, Rangier- und Lagerflächen möglich ist.

Die Abknickung des Gebäudes im Bereich des Flugdaches folgt dem vorgegebenen Grenzverlauf des Grundstückes. Die sich daraus ergebende Differenzfläche thematisiert das Dreieck mit einer Flugdach-Lichtöffnung. Der langgestreckte Riegel kann in mehrere Bau- und Brandabschnitte unterteilt werden.

Der 2-geschossige repräsentative Verwaltungstrakt ist am südlichen Kopfende mit Blick auf den Ortsausgang gelegen.

Ziel der Bebauung durch die Kompaktheit des Baukörpers ist ein möglichst geringer Freiflächenverbrauch.

Erschließung

Die Erschließung ist auf optimale Betriebsabläufe ausgelegt. Erschlossen wird das Grundstück der Autobahnmeisterei von der bestehenden Auffahrt und mündet direkt in die sich auffächernde Flugdachzone für Materialien, Teile, Geräte, LKW, Anhänger und die Tankstelle. Durch die Auffächerung werden die Schleppkurven der LKW mit Anhängern leicht eingehalten. Durch die Mitteldurchfahrt hin zu verschiedenen Zonen kann grundlegend vorwärtsfahrend der Verkehr zu allen Flächen und zur Tankstelle hin und wieder weggeführt werden.

Am 2-geschossigen Verwaltungstrakt befindet sich auch die 2. Auffahrt für die Erschließung mit Parkplätzen für PKW.

Vor dem langgestreckten Riegel ist eine wiederum dreieckige Verkehrs-, Rangier- und Lagerfläche für einen Freiwaschplatz, Lager, 2 Silos, 2 Soleanlagen und Gaslager mit einem Wendehammer angeordnet.

Architektonisches Konzept

Die Architektur soll einerseits durch den Einsatz von selbstverdichtetem, weißem, leichtem Sichtbeton an das Baumaterial der Autobahn erinnern und andererseits Solidität, Sicherheit und Geschlossenheit in den technischen Bereichen sowie Offenheit, Transparenz und Klarheit in den Verwaltungsbereichen ausstrahlen.

Nur am Kopf des Gebäudes wird der Besucher von einer formal einladenden Geste im Eingangsbereich und der Transparenz der Glasfassade mit einer heiteren Atmosphäre empfangen. Die im Eingangsbereich diagonal verlaufende Überdachung zeichnet ihrerseits eine dreieckige Schattenfläche an der Fassade wider und fügt sich damit in die Thematisierung des achtunggebenden Dreiecks (Verkehrssicherheit) in die lichtdurchflutete Flugdachfläche der verschiedenen Lager ein, wobei gleichzeitig auf nachhaltige Art und Weise die Aufheizung der Verwaltungsräume durch die Überdachung verhindert wird.

Die Innenwände sind entweder in Trockenbau erstellt, verputzt oder es werden punktuell die Sichtbetonfassaden in den Innenraum gezogen. Der Boden ist mit Bambus-Parkett ausgestattet.

Technische Beschreibung

Ökologisch-Technisches Konzept

Die nachhaltige und passive Bauweise sowie die Hüllflächen-Bauteilkonditionierung sichert mit einer ökologisch-wirtschaftlichen Wärmepumpenanlage für den Verwaltungstrakt die Kühlung im Sommer und die Heizung im Winter über eine Geothermieanlage. Im Heiz- oder Kühlfall führt diese Hüllflächenkonditionierung mit einer spannungsarmen Erwärmung/Kühlung sämtlicher Umgebungsflächen zur optimalen Anpassung von Raumtemperaturen für die Mitarbeiter. Vor der im Kern liegenden Wärmedämmung und der Dampfsperre liegt hinter der Hüllflächen-Bauteilkonditionierung die flexibel angeordnete Technik. Damit die unterschiedlichen Klimaeinflüsse von Witterungsänderungen konterkariert werden, reduzieren sich mit dieser Maßnahme im Verwaltungstrakt zusätzlich die kostspieligen Luftwechselraten. Im Hallenbereich werden ökonomische energieeffiziente Deckenstrahlungsheizsysteme eingesetzt. Solarkollektoren zur Brauchwasserwärmung und Erzeugung von Solarstrom werden auf den Dächern untergebracht. Die extensiv begrünten Dächer tragen zur Verbesserung des Kleinklimas bei. Es werden nur gesundheitlich unbedenkliche lösungsmittel- und formaldehydfreie Baumaterialien zur Unterstützung der Behaglichkeit und des gesunden, allergieresidenten Lebens und Arbeitens eingesetzt. Das Regenwasser wird über ein Drainagesystem der Gartenanlage und einer örtlichen Versickerung zugeführt.

Verbindungen 

Hans-Gerhard Kauschke

Geschäftsführen...

AKP Architekten Kauschke ...

Keine Projektbeteiligten

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