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Neubau eines Industrie-/ Lager-/ Verwaltungsbaus

Projektdaten

Adresse

Wienerstraße 34
2000 Stockerau, Niederösterreich

Zyklus:

Projektentwicklung

Nutzungsart:

Green Building

Beschreibung

S t ä d t e b a u l i c h e s K o n z e p t

Die bestehende Autobahnmeisterei Stockerau soll durch einen zeitgemäßen Neubau die heutigen funktionellen, baulichen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllen und zugleich mit einer hohen gestalterischen Qualität eine neue Identität für das Gebäude schaffen. Zwecks größtmöglicher Flexibilität der Verkehrsflächen auf dem Gelände und einer besseren Weiterentwicklungsmöglichkeit des Einzugsgebietes bei minimierter Störung der ortsansässigen Behörden in Stockerau während der Baumaßnahmen ist ein langgestreckter Riegel parallel zur westlichen Grundstücksgrenze so angeordnet worden, dass vor dem Gebäude eine Maximierung der Verkehrs-, Rangier- und Lagerflächen möglich ist. Die Abknickung des Gebäudes im Bereich des Flugdaches folgt dem vorgegebenen Grenzverlauf des Grundstückes. Die sich daraus ergebende Differenzfläche thematisiert das Dreieck mit einer Flugdach-Lichtöffnung. Der langgestreckte Riegel kann in mehrere Bau- und Brandabschnitte unterteilt werden. Der 2-geschossige repräsentative Verwaltungstrakt ist am südlichen Kopfende mit Blick auf den Ortsausgang gelegen. Ziel der Bebauung durch die Kompaktheit des Baukörpers ist ein möglichst geringer Freiflächenverbrauch.

E r s c h l i e ß u n g

Die Erschließung ist auf optimale Betriebsabläufe ausgelegt. Erschlossen wird das Grundstück von der bestehenden Auffahrt und mündet direkt in die sich auffächernde Flugdachzone für Materialien, Teile, Geräte, LKW, Anhänger und die Tankstelle. Durch die Auffächerung werden die Schleppkurven der LKW mit Anhängern leicht eingehalten. Durch die Mitteldurchfahrt hin zu verschiedenen Zonen kann grundlegend vorwärtsfahrend der Verkehr zu allen Flächen und zur Tankstelle hin und wieder weggeführt werden. Am 2-geschossigen Verwaltungstrakt befindet sich auch die 2. Auffahrt für die Erschließung mit Parkplätzen für PKW. Vor dem langgestreckten Riegel ist eine wiederum dreieckige Verkehrs-, Rangier und Lagerfläche für einen Freiwaschplatz, Lager, 2 Silos, 2 Soleanlagen und Gaslager mit einem Wendehammer angeordnet.

A r c h i t e k t o n i s c h e s K o n z e p t

Die Architektur soll einerseits durch den Einsatz von selbstverdichtetem, weißem, leichtem Sichtbeton einerseits Solidität, Sicherheit und Geschlossenheit in den technischen Bereichen sowie andererseits Offenheit, Transparenz und Klarheit in den Verwaltungsbereichen ausstrahlen. Nur am Kopf des Gebäudes wird der Besucher von einer formal einladenden Geste im Eingangsbereich und der Transparenz der Glasfassade mit einer heiteren Atmosphäre empfangen. Die im Eingangsbereich diagonal verlaufende Überdachung zeichnet ihrerseits eine dreieckige Schattenfläche an der Fassade wider und fügt sich damit in die Thematisierung des achtunggebenden Dreiecks in die lichtdurchflutete Flugdachfläche der verschiedenen Lager ein, wobei gleichzeitig auf nachhaltige Art und Weise die Aufheizung der Verwaltungsräume durch die Überdachung verhindert wird. Die Innenwände sind entweder in Trockenbau erstellt, verputzt oder es werden punktuell die Sichtbetonfassaden in den Innenraum gezogen. Der Boden ist mit Bambus-Parkett ausgestattet.

L a n d s c h a f t s p l a n e r i s c h e s u n d F r e i f l ä c h e n k o n z e p t

Auch im Freiflächenbereich gibt es wie im Baukörper eine räumliche Trennung. Die PKW-Parkplätze im südlichen repräsentativen Bereich sind durch eine landschaftsgärtnerische Anlage eingefasst. An der Nahtstelle zwischen der Verwaltungsfreifläche und der Hallenfreifläche liegt ein mit Grünflächen eingefasster Wendehammer, der von den LKW und Maschinenfahrzeugen genutzt werden kann. Die maximierten Verkehrs-, Rangier- und Lagerflächen befinden sich auf einer dreieckigen Freifläche vor dem langezogenen Riegel mit einem Freiwaschplatz, Lager, 2 Silos, 2 Soleanlagen und dem Gaslager. Befestigte Flächen können mit versickerungsfähigen Oberflächen ausgestattet sein, unbefestigte Flächen werden wie beschrieben landschaftsplanerisch gestaltet.

Technische Beschreibung

Ö k o l o g i s c h e s K o n z e p t

Die nachhaltige und passive Bauweise sowie die Hüllflächen-Bauteilkonditionierung sichert mit einer ökologisch-wirtschaftlichen Wärmepumpenanlage für den Verwaltungstrakt die Kühlung im Sommer und die Heizung im Winter über eine Geothermieanlage. Im Heiz- oder Kühlfall führt diese Hüllflächenkonditionierung mit einer spannungsarmen Erwärmung/Kühlung sämtlicher Umgebungsflächen zur optimalen Anpassung von Raumtemperaturen für die Mitarbeiter. Vor der im Kern liegenden Wärmedämmung und der Dampfsperre liegt hinter der Hüllflächen-Bauteilkonditionierung die flexibel angeordnete Technik. Damit die unterschiedlichen Klimaeinflüsse von Witterungsänderungen konterkariert werden, reduzieren sich mit dieser Maßnahme im Verwaltungstrakt zusätzlich die kostspieligen Luftwechselraten. Im Hallenbereich werden ökonomische energieeffiziente Deckenstrahlungsheizsysteme eingesetzt. Solarkollektoren zur Brauchwasserwärmung und Erzeugung von Solarstrom werden auf den Dächern untergebracht. Die extensiv begrünten Dächer tragen zur Verbesserung des Kleinklimas bei. Es werden nur gesundheitlich unbedenkliche lösungsmittel- und formaldehydfreie Baumaterialien zur Unterstützung der Behaglichkeit und des gesunden, allergieresistenten Lebens und Arbeitens eingesetzt. Das Regenwasser wird über ein Drainagesystem der Gartenanlage und einer örtlichen Versickerung zugeführt.

G e b ä u d e k e n n d a t e n

Planungszeitraum: 07/12 bis 08/12

Leistungsphasen: LPH 1-2

Nutzfläche: 2,900 qm

Gesamtbaukosten (KG 200-700): 3,7 Mio. €

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Verbindungen 

Hans-Gerhard Kauschke

Geschäftsführen...

AKP ArchitektenKauschke +...

Keine Projektbeteiligten

Verbinden

Standort

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