label

Pfarreihaus St. Josef

Projektdaten

Adresse

8005 Zürich

Zyklus:

Projektentwicklung

Nutzungsart:

Sport, Freizeit, Erlebnis

Weiterführende Information

http://www.freisaarinen.ch

Beschreibung

Nach dreijähriger Planungs- und Umbauzeit konnte das Pfarreihaus St. Josef in Zürich wiedereröffnet werden. Frei + Saarinen Architekten hatten sich 2007 in einem zweistufigen Auswahlverfahren mit einem radikalen Umbauvorschlag durchgesetzt, der eine Implementierung eines - in Bezug auf die Architektur das hundertjährigen Bestandes - fremdartigen Foyerraum vorsah.

Das „öffentliche Gesicht“ der Kirchgemeinde ist nun grosszügiger, transparenter und einladender, wobei die hohe Präzision in der Ausführung („Null Toleranz!) nicht ohne Schwierigkeiten umzusetzen war. Tatsächlich wurde der - durch seine helle Täfelung skandinavisch anmutende - Foyerraum von Möbelschreinern - und nicht wie zuerst geplant - von Zimmersleuten gebaut. Der Pfarrer der Kirchgemeinde erwies sich als Katalysator für kompromisslose Architektur: Nachdem die Architekten aufgrund der schieren Grösse der neuen Eingangsfront eine Unterteilung derselben vorschlugen wurden sie geradezu genötigt, das im Auswahlverfahren präsentierte Bild einer riesigen Scheibe auch umzusetzen.

Anfängliche Befürchtungen, wonach eine solch „trendige“ Formensprache keinen Platz im altehrwürdigen Haus hätte, erwiesen sich als unberechtigt, vor allem auch weil es durch die sehr „uncoole“ Materialisierung und Detaillierung gelang, der polygonal-facettierten Formensprache eine Alltäglichkeit mit einer - einem Pfarreihaus durchaus angemessenen ernsten Atmosphäre - zu verleihen.

Experimentierfreudig erwies sich der Pfarrer beim Entwurf seiner eigenen Wohnung. Diese findet im neu ausgebauten Dachgeschoss Platz, welches über einem Teil der ehemals grösseren Dachterrasse erweitert wurde. Ehemalige Dachfläche wurde so zur geneigten Innenwand, wodurch die neue Pfarrerswohnung einen fünfeckiger Wohn- und Essbereich mit vier geneigten Wänden erhielt, von dem der Pfarrer nun ungehindert auf seine Kirche blickt.

Eingangsfront und Lukarne sind die einzigen von aussen sichtbaren Elemente des Umbaues, wobei es das erklärte Ziel war, diese durch „ästhetische Nullaussagen“ gegenüber dem reichhaltigen Schmuck des Bestandes möglichst zurücktreten zu lassen. Letztlich wirken sie bloss als zwei gläsern spiegelnde Flächen, was allerdings bedingte, die Lukarne der Pfarrerswohnung mit einer „James-Bond-Markise“ auszustatten.

Verbindungen 

Martin Saarinen

Partner

http://www.freisaarinen.c...

Keine Projektbeteiligten

Verbinden

Für die obenstehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist die jeweils angegebene Quelle bzw. Kontakt verantwortlich. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit der angegebenen Quelle bzw. Kontakt.