Facility Management | Studien

Facility-Service-Anbieter mit positiver Prognose für 2026

Branche erwartet für 2026 ein Umsatzplus von 6,6 Prozent / Facility-Service-Anbieter steigerten im vierten Quartal 2025 den Umsatz im Mittel um 7,4 Prozent / Internationale Personalgewinnung wird wichtiger / Neue Ausgabe des Konjunkturindex Facility Service verfügbar

Mindelheim, 05.03.2026

Facility-Service-Unternehmen in Deutschland setzen ihr Wachstum fort: Im vierten Quartal 2025 steigerten die Anbieter ihren Umsatz um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch auf das Geschäftsjahr 2026 blicken die Dienstleister trotz konjunktureller Herausforderungen optimistisch und erwarten ein Umsatzwachstum von 6,6 Prozent. Für das erste Quartal 2026 prognostizieren die Anbieter bereits ein Plus von 5,5 Prozent.

Dies sind Ergebnisse des aktuellen Konjunkturindex Facility Service, den das auf Real Estate Services spezialisierte Research- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder vierteljährlich erhebt.

Strukturelle Herausforderungen bremsen das Wachstum

Trotz der positiven Marktaussichten bleiben die Rahmenbedingungen für die Dienstleister herausfordernd. Der Personal- und Fachkräftemangel führt seit Beginn der Erhebung des Konjunkturindex Facility Service die Liste der größten Markthemmnisse an – auch aktuell nennen ihn 82 Prozent der Studienteilnehmer. Zudem setzen steigende Kosten und der zunehmende Preisdruck die Anbieter unter Druck: 50 Prozent der Studienteilnehmer zählen ihn aktuell zu ihren drei größten Belastungsfaktoren für die Geschäftsentwicklung. 

Die Branche reagiert mit einem klaren Bekenntnis zur Technologie: Für 63 Prozent der Facility-Service-Unternehmen ist die Digitalisierung das wichtigste Ziel für 2026. Dabei setzen 32 Prozent der Dienstleister auf Künstliche Intelligenz, um Leistungen und Prozesse effizienter zu organisieren.

Rekrutierung von Fachkräften über Landesgrenzen nimmt zu

Neben der Digitalisierung rückt für immer mehr Dienstleister auch die internationale Personalgewinnung in den strategischen Fokus. Bereits 28 Prozent der Studienteilnehmer rekrutieren aktiv Beschäftigte aus dem Ausland – mit steigender Tendenz. Besonders große und integrierte Anbieter weiten ihre Recruiting-Aktivitäten über die Landesgrenzen aus.

Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder, ordnet diese Entwicklung ein: „Die Facility-Service-Branche befindet sich in einer bemerkenswerten Situation: Die Nachfrage nach Gebäudedienstleistungen ist ungebrochen hoch, doch die Fähigkeit, dieses Potenzial auszuschöpfen, wird zunehmend durch den Personalmangel limitiert. Der strategische Dreiklang aus Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und internationaler Rekrutierung verdeutlicht, dass die Branche den Handlungsdruck erkannt hat – und aktiv gegensteuert, um ihre Wachstumsfähigkeit langfristig zu sichern.”