Logistik | Märkte

Logistikinvestmentmarkt startete positiv im Jahr 2026 

Frankfurt am Main, 09.04.2026
  • Transaktionsvolumen von insgesamt 1,4 Milliarden Euro – Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2025
  • Anteil von Core- und Core-Plus Transaktionen gestiegen – auch wegen Produktmangel bei Value-Add
  • Spitzenrendite für Logistikimmobilien weiterhin stabil bei 4,4 Prozent

Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilieninvestmentmarkt erreichte im ersten Quartal 2026 ein Transaktionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Damit wurde das Volumen des Vorjahresquartals um 16 Prozent übertroffen. Dabei nahm der Anteil von Logistikimmobilien etwas ab (minus 13 Prozentpunkte auf 70 Prozent), während Light Industrial um zwölf Prozentpunkte auf 18 Prozent zulegen konnte. Produktionsimmobilien blieben mit elf Prozent annähernd stabil. Die Bedeutung der Top-7-Städte am Transaktionsvolumen ging spürbar zurück – um zehn Prozentpunkte auf lediglich sechs Prozent. Portfoliotransaktionen gewannen mit einem Anteil von 21 Prozent (plus neun Prozentpunkte) leicht an Bedeutung. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE 

„Ein dynamischer Jahresstart wurde aufgrund der geopolitischen Situation ab März zurückhaltender. Dennoch konnte das Vorjahresergebnis spürbar übertroffen werden. Das Interesse ist weiterhin groß – es gibt zahlreiche Kapitalquellen, vor allem aus dem Ausland, die ihre Logistikpräsenz in Deutschland auf- und ausbauen wollen“, sagt Kai F. Oulds, Head of Industrial & Logistics bei CBRE in Deutschland. Der Anteil internationaler Investoren blieb mit 71 Prozent (plus ein Prozentpunkt) auf dem hohen Niveau des ersten Quartals 2025.

„Verstärkt wird das Interesse durch positive Impulse vom Nutzermarkt hinsichtlich Leerstände und attraktiver Mietabschlüsse“, ergänzt Kristine Kühn, Senior Director Valuation Advisory Services bei CBRE.

Im Vergleich mit dem ersten Quartal 2025 konnten Core und Core-Plus-Objekte ihre Anteile am Transaktionsvolumen jeweils leicht ausbauen (Core um plus acht Prozentpunkte auf 34 Prozent und Core-Plus um plus zwei Prozentpunkte auf 26 Prozent). Investitionen in Value-Add-Immobilien musste hingegen einen Rückgang um zwölf Prozentpunkte auf 20 Prozent verzeichnen. Auf opportunistische Investments entfiel immerhin ein Anteil von 16 Prozent (plus fünf Prozentpunkte). Eigennutzer spielten zum Jahresauftakt 2026 praktisch keine Rolle. „Der Rückgang des Transaktionsvolumens im Value-Add-Segment ist vor allem auf mangelndes Produktangebot zurückzuführen“, sagt Tom Franke, Head of Logistics Investments bei CBRE. Denn speziell internationale Investoren zeigen hier weiterhin großes Interesse.

Wir konnten zuletzt weniger Sale-and-Lease-Back-Transaktionen beobachten. Denn potenzielle Verkäufer haben oft überhöhte Preisvorstellungen, die noch nicht dem aktuellen Marktniveau entsprechen“, sagt Franke. Der Anteil von Corporates bei den Verkäufern ging im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um sieben Prozentpunkte auf 15 Prozent zurück.

Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf 2026

„Die Verkaufspipeline ist gut gefüllt. Auch die Bereitschaft zu Großdeals mit mehr als 100 Millionen Euro ist gestiegen – dann muss aber das Produkt genau passen. In dieser Größenklasse sind 2026 mehr Abschlüsse als noch im Vorjahr zu erwarten“, erklärt Franke.

Transaktionsvolumen und Nettoanfangsrendite am Industrie- und Logistikimmobilieninvestmentmarkt Deutschland

Quelle: CBRE Research