Positiver Jahresauftakt auf dem Berliner Büromarkt
Mehrere größere Abschlüsse sorgen für dynamischen Start
Der Berliner Bürovermietungsmarkt ist schwungvoll in das Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal wurden in Summe 148.100 m² Bürofläche angemietet, ein Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (103.700 m²). Damit liegt der Flächenumsatz annähernd auf dem Fünfjahresschnitt (157.520 m²), allerdings rund ein Fünftel niedriger als das Zehnjahresmittel (188.800 m²).
Im Vergleich zum Vorjahr gab es deutlich mehr mittelgroße und große Anmietungen. So wurden allein fünf Abschlüsse in der Größenordnung von 5.000 m² bis 10.000 m² registriert und damit vier mehr als im ersten Quartal 2025. Größter und einziger Deal oberhalb von 10.000 m² war mit 12.000 m² die Anmietung von Strabag im „B’Ella Berlin“ in der Gotenstraße 26-33 im Teilmarkt Schöneberg. Insgesamt 200 Mietverträge wurden zum Jahresbeginn abgeschlossen. Damit erreicht die Marktaktivität den höchsten Stand in einem ersten Quartal seit dem Jahr 2022.
Der Flächenumsatz ist auch im Vergleich zum letzten Quartal 2025 gestiegen. Das lässt Anja Schuhmann, Niederlassungsleiterin JLL Berlin und Leipzig, hoffen, dass das Vermietungsergebnis im Jahr 2026 insgesamt besser ausfällt als im Vorjahr. „Dafür spricht, dass weitere größere Gesuche im Markt sind. Zudem ist die Flächennachfrage im kleinvolumigen Segment sehr stabil. Insgesamt konzentriert sich das Interesse nach wie vor auf sehr gute Flächen und Lagen, Flächenexpansionen sind allerdings weiterhin eher die Ausnahme.“
Die meisten Anmietungen fanden im ersten Quartal in Berlin-Mitte statt mit einem Marktanteil von rund 19 Prozent. Dahinter folgen die Teilmärkte Europacity (elf Prozent) und Schöneberg (zehn Prozent). Die umsatzstärksten Branchen waren unternehmensbezogene Dienstleistungen mit 21 Prozent und EDV mit 15 Prozent. Die öffentliche Verwaltung kommt dagegen auf lediglich rund drei Prozent. „Hier sehen wir aktuell jedoch mehr Aktivität und rechnen damit, dass der Anteil der öffentlichen Hand im Laufe des Jahres zunehmen wird“, kommentiert Schuhmann.
Bei den Büromieten sieht sie einen anhaltenden Aufwärtstrend. Die Spitzenmiete ist im Vergleich zum Vorquartal um 50 Cent auf 47,50 Euro gestiegen und dürfte bis Jahresende weiter zulegen. „Die Höchstmieten liegen teilweise deutlich darüber. In den Toplagen werden für Flächen in bester Qualität teilweise auch deutlich höhere Mieten aufgerufen. Hier sehen wir allerdings auch die Bereitschaft von Vermietern zu steigenden Incentives durch mietfreie Zeiten, Baukostenzuschüsse oder Übernahme der Umzugskosten.“

