Düsseldorfer Büromarkt wartet auf den Befreiungsschlag
Spitzenmiete konstant bei 46 Euro, während der Leerstand steigt
Konstant, aber auf niedrigem Niveau ist der Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt ins Jahr 2026 gestartet. Nach dem ersten Quartal werden 51.200 m² neu vermietete Bürofläche verbucht. Dies markiert jedoch den niedrigsten Jahresauftakt der vergangenen zehn Jahre, in denen vielfach zwischen 2016 bis 2025 mehr als das Doppelte erzielt wurde. So liegt der aktuelle Wert rund 42 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt. Doch zumindest im Düsseldorfer Stadtgebiet wurde im Jahresvergleich ein Plus von sechs Prozent auf 48.100 m² erzielt. Mehr als die Hälfte der Mietverträge wurde in der Größenklasse zwischen 250 m² und 1.000 m² abgeschlossen.
„In den ersten drei Monaten schaffte es kein Deal über die 5.000 m². Zwar erregt der größte Abschluss durch RKW Architekten im neuen KöTower bundesweit viel Aufmerksamkeit, blieb aber mit 4.500 m² knapp unter dieser Marke. Dahinter wird es mit 3.000 m² für Aspen Separation, eine Abspaltung der HSBC, im Heylo am Kennedydamm und mit 2.000 m² durch Action Deutschland im „la cour“ auf der Toulouser Allee schnell kleinteiliger“, sagt Marcel Abel, Geschäftsführender Direktor und Niederlassungsleiter JLL Düsseldorf. Insgesamt liegen sieben der zehn größten Abschlüsse in Düsseldorf zwischen 1.200 m² und 1.500 m².
Die größte Dynamik entfaltete zu Jahresbeginn die City mit 15 Anmietungen, die zusammengenommen auf 9.900 m² kommen. Dahinter folgt der Kennedydamm mit 9.500 m² bei elf Abschlüssen. Beide Teilmärkte profitieren dabei davon, dass Nutzer die gut angebundene und urbane Lagen weiterhin bevorzugen.
Angesichts der verhaltenen Marktdynamik stieg die Leerstandsquote erneut an – auf nun 11,6 Prozent. Der höchste Wert unter den sieben deutschen Immobilienmetropolen. Das verdeutlicht, dass Vermieter potenziellen Nutzern bessere Qualitäten und höhere Incentives anbieten müssen, um sie zu einem neuen Mietvertragsabschluss zu bewegen.
Konstant bleibt derweil die Spitzenmiete bei 46 Euro. „Wir gehen davon aus, dass der aktuelle Wert bis zum Jahresende Bestand hat und sich die Preisschraube vorerst nicht weiterdreht“, erklärt Abel.

