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Logistikmarkt Düsseldorf: mehr als ein Drittel über dem langjährigen Durchschnitt

BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Marktdaten für Q2 2026

Düsseldorf, 15.07.2026

Der Düsseldorfer Logistikmarkt blickt zur Jahresmitte 2026 auf ein sehr lebhaftes Vermietungsgeschehen in den ersten sechs Monaten zurück: Mit einem Flächenumsatz von rund 161.000 m² konnte er die ausgezeichnete Bilanz aus dem Vorjahreszeitraum (166.000 m²) bestätigen. Hierbei zeichnet sich die Logistikregion der NRW-Metropole derzeit vor allem durch eine hohe Konstanz aus: So wurden in der isolierten Betrachtung einzelner Jahresabschnitte bereits seit Q3 2024 überwiegend überdurchschnittliche Quartalsumsätze generiert. Aber nicht nur im zeitlichen, sondern auch im Standortvergleich kommt die sehr gute Performance zum Ausdruck – mit einem Plus von 34 % gegenüber den durchschnittlichen Halbjahresresultaten seit 2017 liegt Düsseldorf innerhalb der Top-Märkte am deutlichsten über seinem Langzeitschnitt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Als einer der treibenden Faktoren für das rege Marktgeschehen und das dynamische zweite Quartal (alleine rund 95.000 m²) sind die vier größeren Mietverträge in der Kategorie ab 10.000 m² anzuführen, die in den letzten drei Monaten zum Abschluss gekommen sind. Zu nennen sind dabei mit GV Logistik (12.400 m²; Mönchengladbach) und DFSJ (12.100 m²; Düsseldorf) einerseits zwei Logistikdienstleister sowie mit Solago (12.000 m²; Düsseldorf) und Amazon (10.000; m² Düsseldorf) andererseits auch zwei Handelsunternehmen.

„Die Mietpreise präsentieren sich nach Anstiegen im letzten Jahr im bisherigen Jahresverlauf stabil und bestätigen ihr bereits hohes Niveau. In der Spitze werden für Premium-Objekte aktuell bis zu 8,70 €/m² gezahlt und im Durchschnitt sind 7,00 €/m² anzusetzen“, so Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial von BNP Paribas Real Estate GmbH.

Logistiker erneut sehr umsatzstark

In der Umsatzverteilung des Gesamtergebnisses zeigt sich in noch deutlicherer Form, was auch auf dem bundesweiten Logistikmarkt zu beobachten ist: Logistikdienstleister setzen sich im Branchen-Ranking klar an die Spitze (anteilig rund 61 %). Mit einem Flächenumsatz von über 98.000 m² bleiben sie zwar hinter ihrem Vorjahresvolumen zurück, können ihre hohen Nachfrageimpulse mit dem historisch zweitbesten Resultat jedoch eindrucksvoll untermauern. Neben den vier großvolumigeren Abschlüssen in den Segmenten zwischen 12.000 und 20.000 m² konnten sie auch mehrere kleinere und mittelgroße Verträge in den Klassen darunter verbuchen, was die aktuell breit gefächerte Nachfrage dieser Nutzergruppe unterstreicht.

Auf weitere knapp 19 % und gut 30.000 m² kommen Handelsunternehmen, was dem höchsten Halbjahresumsatz seit 2023 entspricht. Gerade vor dem Hintergrund, dass bei den Logistikdienstleistern derzeit immer wieder Unternehmen im Mittelpunkt stehen, die das Logistikgeschäft für E-Commerce-Akteure abwickeln, ist auch diese Bilanz als gut zu bewerten. Mit einigen, aber größtenteils kleineren Deals ist zudem der Industriesektor repräsentiert, der einen Umsatzanteil von fast 14 % auf sich vereint.

Bemerkenswert ist der Blick auf die Größenklassen: So ist es Düsseldorf gelungen, den sehr guten Umsatz zur Jahresmitte ohne einen Deal mit über 20.000 m² zu erreichen – im Vorjahr hat diese Kategorie bei einem ähnlichen Volumen einen Anteil von knapp 39 % ausgemacht.

Perspektiven

„Wie bereits im Vorjahreszeitraum kann der Logistikmarkt Düsseldorf auch 2026 erneut mit einer sehr erfreulichen Performance auf sich aufmerksam machen. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich an der guten Nachfragesituation vor allem bei asiatischen Nutzern aus dem E-Commerce- und Logistiksektor kurzfristig nichts ändern dürfte, startet der Markt der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt gut aufgestellt in das dritte Quartal“, erläutert Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Positiv hervorzuheben ist ebenfalls das hohe Neubauvolumen am Flächenumsatz, das mit knapp 53.000 m² im Standortvergleich einen überdurchschnittlichen Wert erreicht. Insgesamt konnten knapp ein Drittel des Resultats in Neubauobjekten und rund zwei Drittel in Bestandsimmobilien umgesetzt werden, was auf eine gesunde Angebots-Nachfrage-Relation hindeutet. Hierfür spricht auch, dass gut 50 % der registrierten Deals in den stark nachgefragten Lagen innerhalb des Düsseldorfer Kerngebietes zum Abschluss gekommen sind. Auch wenn sich das Angebot insbesondere in den attraktivsten Teillagen perspektivisch wieder etwas verknappen könnte, sorgen auslaufende Mietverträge, Untermietflächen und einzelne Neuentwicklungen immer wieder für zusätzliche Angebotspotenziale.

Bei der Spitzenmiete stellt eine stabile Entwicklung für den weiteren Jahresverlauf das realistischste Szenario dar, während der Fokus auf moderne Flächen bei der Durchschnittsmiete durchaus leichte Anstiege bewirken könnte.

Weiterführende Informationen

https://www.realestate.bnpparibas.de