Unten lernen, oben wohnen: Richtfest für erste Hybridschule in Hessen
Auf dem Baufeld G im neuen Schönhof-Viertel in Frankfurt-Bockenheim realisiert die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt eine der ersten deutschen Hybridschulen – unten lernen, oben wohnen. Die Schule entsteht als vierzügige Ganztagsgrundschule inklusive einer Zweifeldsporthalle unmittelbar am zentralen Quartiersplatz. Darüber werden 134 Mietwohnungen errichtet, davon 123 gefördert. Das Richtfest fand im Beisein von Staatsminister Kaweh Mansoori, Oberbürgermeister Mike Josef und NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer statt.
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) und Instone Real Estate entwickeln gemeinsam das Schönhof-Viertel im Frankfurter Stadtteil Bockenheim mit rund 2.000 Wohnungen. Mit einer Förderung von insgesamt 22,9 Millionen Euro unterstützen das Land Hessen und die Stadt Frankfurt den Bau von 134 Mietwohnungen, die über der ersten hessischen Hybridschule im neu entstehenden Schönhof-Viertel in Frankfurt-Bockenheim gebaut werden. Das Konzept „Hybridschule“ vereint Lernen und Wohnen unter einem Dach: Während im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss Bildung stattfindet, wird ab dem zweiten Obergeschoss in dem sechsgeschossigen Gebäude gewohnt – ein Modell mit Vorbildcharakter. Für dieses Bauvorhaben wurde nun Richtfest gefeiert.
„Durch die Kombination von dringend benötigtem Wohnraum in Verbindung mit sozialer Infrastruktur entsteht möglichst schnell ein lebenswertes Quartier. Und dank der Umsetzung mit moderner Architektur, hoher Aufenthaltsqualität und nachhaltiger Bauweise fügen sich die einzelnen Bausteine dieser Quartiersentwicklung herausragend ineinander“, erklärte Monika Fontaine-Kretschmer NHW-Geschäftsführerin, beim Richtfest im Beisein von Staatsminister Kaweh Mansoori und Oberbürgermeister Mike Josef.
Innovatives Projekt für den sozialen Wohnungsbau
Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori bezeichnete das Schönhof-Viertel als wegweisend und innovativ: „Wenn wir bezahlbaren Wohnraum und die Entwicklung unserer Städte konsequent zusammendenken, entstehen Quartiere, in denen Menschen gerne leben und eine gute Gemeinschaft entstehen kann. Hier im Schönhof-Viertel zeigen wir, wie dies funktioniert: Wir schaffen Wohnungen und investieren gleichzeitig in gute Bildung. Das stärkt das Viertel, nutzt den vorhandenen Raum klug und sorgt dafür, dass eine wachsende Stadt lebenswert bleibt. Das ist der Anspruch, mit dem wir Stadtentwicklung in Hessen gestalten.“
Oberbürgermeister Mike Josef betonte: „Frankfurt investiert ganz bewusst in Projekte wie dieses, weil wir wissen: Gute Bildung und bezahlbarer Wohnraum gehören untrennbar zusammen. Wir schaffen nicht nur dringend benötigten Wohnraum, sondern auch einen modernen Bildungsort für die nächste Generation. Die erste Hybridschule Hessens zeigt, wie innovative Stadtentwicklung gelingen kann, indem sie Lernen, Wohnen und Nachbarschaft unter einem Dach vereint. Das ist nachhaltige Stadtentwicklung mit echtem Mehrwert für die Menschen. Genau deshalb unterstützt Frankfurt dieses Vorhaben mit vollster Überzeugung.“
„Die erste Hybridschule Deutschlands ist ein zukunftsorientiertes Modell, das Bildung, Wohnen und Nahversorgung intelligent miteinander verbindet. Die Verbindung von moderner Architektur, nachhaltiger Bauweise und vielfältigen Nutzungen schafft nicht nur dringend benötigten Wohnraum und eine moderne Schule, sondern stärkt zugleich die soziale Infrastruktur. Die Hybridschule ist ein Gewinn für das gesamte Quartier, denn sie ist weit mehr als ein Ort des Lernens: Mit Mensa, Bibliothek und Musikräumen entstehen Angebote für die Nachbarschaft, während das Grüne Klassenzimmer im angrenzenden Park den Lernort bewusst in den öffentlichen Raum erweitert“, erläutert Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, das Konzept der Hybridschule.
Große Wohnungsvielfalt über der Schule
Über der Schule entsteht ein vielfältiger Wohnungsmix mit 1,5- bis 4-Zimmer-Wohnungen zwischen 43,5 qm und 102,5 qm, geeignet für Singles, Paare und Familien mit Kindern. Sämtliche Wohnungen verfügen über Balkone, Terrassen oder Loggien. Die Fertigstellung und Bezugsfähigkeit der Wohnungen ist für Herbst 2027 vorgesehen.
Die Miete für die freifinanzierten Wohnungen startet bei voraussichtlich durchschnittlich 17,30 EUR/qm. Die geförderten Wohnungen der NHW für geringe Einkommen sollen für 5,50 EUR/qm und 8,50 bis 10,50 EUR/qm für mittlere Einkommen vermietet werden.
Von den 134 Wohnungen werden 45 durch das Land Hessen mit rund 11,6 Millionen Euro und 78 durch die Stadt Frankfurt mit 11,3 Millionen Euro gefördert.
Mit dem Schönhof-Viertel entwickeln die Projektpartner NHW und Instone Real Estate bis 2027 ein neues Frankfurter Stadtquartier. Herzstück ist der Quartiersplatz, der die Wohngebäude im Osten und Westen verbindet.
