SIM Gruppe übernimmt Management von 1.249 Wohnungen aus DEGAG-Insolvenz
Unternehmen baut Geschäft mit notleidenden Immobilienbeständen aus +++ Bewirtschaftung der Wohnanlagen in Halle (Saale) und Umgebung wird stabilisiert +++ Privater Investor stellt vorübergehend Finanzierung sicher
Die SIM Gruppe, ein integrierter Investment- und Managementpartner für Wohnimmobilien in Deutschland, übernimmt das Investment- und Asset Management für 1.249 Wohnungen der insolventen Immobiliengesellschaften BEVO DE Alpha 2a GmbH und BEVO DE Alpha 2b GmbH. Die Bestände befinden sich in Halle (Saale) und Umgebung. Auftraggeber ist ein privater Investor, der zunächst die Finanzierung der laufenden Bewirtschaftung sicherstellt.
Das Mandat ist Teil des wachsenden Geschäfts der SIM Gruppe mit notleidenden Immobilienkrediten und Immobilienbeständen, sogenannten Non-Performing Loans beziehungsweise Non-Performing Assets. Das Unternehmen unterstützt Investoren, Banken und Insolvenzverwalter bei der operativen Stabilisierung und Neuausrichtung solcher Portfolios. Dazu gehören die Analyse der Bestände, die Sicherung der Bewirtschaftung, die Priorisierung notwendiger Maßnahmen sowie die Entwicklung einer wirtschaftlich tragfähigen Strategie. „Bei notleidenden Wohnungsbeständen reicht es nicht, Zahlen und Verträge neu zu ordnen. Entscheidend ist, was in den Häusern passiert. Sind Versorgung und Verkehrssicherheit gewährleistet? Welche Schäden müssen zuerst behoben werden? Wo fehlen Dienstleister? Und welche Wohnungen können mit vertretbarem Aufwand wieder vermietet werden? Diese operative Arbeit bildet die Grundlage für jede weitere Entscheidung“, sagt Benjamin Spieler, Geschäftsführer der SIM Gruppe.
Die BEVO DE Alpha 2a GmbH und die BEVO DE Alpha 2b GmbH gehören zur insolventen DEGAG-Gruppe. Beide Gesellschaften hatten im März 2025 Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Hameln eröffnete im September 2026 die Insolvenzverfahren und bestellte Dr. Rainer Eckert von ECKERT Rechtsanwälte zum Insolvenzverwalter. Die SIM Gruppe übernimmt die Steuerung der Bestände in einer Situation, die durch erheblichen Instandhaltungsbedarf und eine über längere Zeit eingeschränkte Bewirtschaftung geprägt ist. Zunächst stehen die Grundversorgung mit Wasser, Strom und Wärme sowie die Sicherheit der Wohnanlagen im Mittelpunkt.
Parallel werden die Immobilien regelmäßig begangen und ihr baulicher Zustand, bestehende Mängel und die Vermietungssituation systematisch erfasst. Hausmeister-, Reinigungs- und Grünpflegedienste sollen wieder verlässlich organisiert werden. Notwendige Instandhaltungsmaßnahmen werden nach ihrer Dringlichkeit geordnet und im Rahmen der verfügbaren finanziellen Mittel schrittweise umgesetzt. „In solchen Beständen muss sehr schnell Klarheit darüber entstehen, wo Geld eingesetzt werden muss und welche Maßnahmen den größten Effekt haben. Daraus entsteht ein Maßnahmenplan, der technisch notwendig, finanzierbar und vor Ort umsetzbar ist“, erklärt Benjamin Spieler.
Das Unternehmen richtet seinen NPL-Bereich insbesondere auf Wohnungsportfolios mit Leerstand, Sanierungsstau, schwachen Bewirtschaftungsstrukturen oder wirtschaftlichem Restrukturierungsbedarf aus. Neben der Stabilisierung einzelner Immobilien können auch größere, regional verteilte Portfolios übernommen werden. „Ein NPL-Mandat ist kein normales Verwaltungsmandat unter schwierigeren Vorzeichen. Häufig fehlen verlässliche Daten, Dienstleister oder finanzielle Spielräume, manchmal alles gleichzeitig. Unsere Aufgabe besteht darin, aus dieser Lage wieder einen steuerbaren Bestand zu machen und dem Auftraggeber eine belastbare Grundlage für die weitere Strategie zu liefern“, so Benjamin Spieler.
