Großprojekt in Gießen: 16 Hektar großes Gail’sches Gelände wird zum Zukunftsquartier als Technologie- und Gewerbecampus entwickelt
GAIL AREAL in Gießen: Aus historischer Keramik-Industrie wird im Rahmen eines umfassenden Brownfield-Developments ein Zukunftsstandort für urbane Produktion und strategische Wissensökonomie.
Das traditionsreiche Werksgelände der ehemaligen Firma Gail wurde 2024 durch die Unternehmerin Christiane Roth aus Gießen erworben und nun zusammen mit der Mykorrhiza Real Estate (MY-RE) zu einem innovativen Wirtschaftsstandort entwickelt.
16 Hektar für MedTech, Life Sciences und Forschung: In Gießen entsteht ein neuer Standort für technologie- und forschungsorientierte Unternehmen. Das ehemalige Gail’sche Gelände bietet dabei weit mehr als reine Entwicklungsfläche: Mit der Justus-Liebig-Universität, dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg sowie dem Fraunhofer-Institut trifft das Areal auf ein gewachsenes Umfeld aus Wissenschaft, Medizin und Forschung. Genau diese Nähe schafft Potenzial für Kooperationen, Wissenstransfer und die Entwicklung neuer Technologien. Angesprochen sind insbesondere Unternehmen und Investoren aus MedTech, Biotechnologie, Life Sciences, F&E und weiteren Zukunftstechnologien, die einen Standort mit wissenschaftlicher Infrastruktur, qualifizierten Fachkräften und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten suchen. Das 16-Hektar-Areal soll so zu einem neuen Baustein des Technologie- und Innovationsstandorts Gießen werden.
Auf dem Grundstück entsteht entsprechend ein dynamischer Technologie- und Gewerbecampus mit einer projektierten Bruttogrundfläche von rund 125.600 Quadratmetern. Damit zählt das GAIL AREAL Gießen zu den größten zusammenhängenden gewerblichen Entwicklungsflächen in der Rhein-Main-Region und ganz Hessen. Der industriekulturelle Bestand wird teilweise revitalisiert und als identitätsstiftender Bestandteil in das neue Nutzungskonzept integriert.
Das Areal ist bewusst agil und flexibel angelegt. Ziel ist ein innovativer Wirtschaftsstandort für produktive Unternehmen sowie Forschung & Entwicklung (F&E), getragen vom Leitbild der „produktiven Stadt“ und „Industrie 5.0“. Hier finden Arbeit, Wissenschaft, Kreativität und Freizeit zusammen. Ein integrierter Start-Up-Inkubator als zentraler Baustein sorgt für Vernetzung der einzelnen Akteure am Standort und darüber hinaus.
Das GAIL AREAL blickt auf eine lange Industriegeschichte zurück: 1812 zunächst als Zigarrenfabrik gegründet, entstand hier ab 1891 die „Gail’sche Dampfziegelei und Thonwaarenfabrik“. Bis zum Produktionsende 2002 wurden auf dem Areal Keramikprodukte für Industrie, Bau, Fassaden, Schwimmbäder und sogar die Raumfahrt gefertigt.

Nachhaltigkeit und Geschichte sind fester Bestandteil der ESG-Gesamtkonzeption: Neben PV-Anlagen, energieeffizienter Energieversorgung, Retentionsflächen und Grünräumen, werden selbst Bestandsfliesen aus der früheren Produktion im Neubau wiederverwendet.
Mit dem „GAIL-Nightmarket“, diversen Kulturveranstaltungen und der Nutzung als Kulisse für einen Kinofilm werden bereits jetzt im Sinne eines aktiven Placemaking kuratierte Nutzungs- und Interimskonzepte am Standort umgesetzt. Dadurch wird das Gelände schrittweise aktiviert und ein öffentlicher Stadtraum geschaffen.
Auch die Lage am Erdkrauter Weg in Gießen spricht für das Areal: In unmittelbarer Nähe liegen Universität, Universitätsklinikum, Bahnhof und Innenstadt, mit einer Bahnhaltestelle direkt vor dem Gelände sowie guter Anbindung an die Autobahnen A485, A45 und A5.
„Mit dem GAIL AREAL heben wir gemeinsam mit unseren Partnern einen traditionsreichen Standort mit außergewöhnlicher industriekultureller Substanz auf ein neues Niveau“, erklärt Julian Keetman, Geschäftsführender Gesellschafter bei MY-RE. „Unser Ziel ist ein agiles, flexibel angelegtes Areal, das Raum für vielfältige Nutzer bietet – von Produktion über Wissenschaft bis hin zu Freizeit und Kreativwirtschaft, immer in enger Abstimmung mit der Stadt Gießen.“
