WohnRaum Niedersachsen erwirbt 69 geförderte Wohnungen von NORD PROJECT
WohnRaum Niedersachsen erwirbt 69 geförderte Wohnungen im Lüneburger Hanseviertel von der NORD PROJECT – Fertigstellung bis Mitte 2028 – Günstige Mieten dank Finanzierung über NBank
Per Forward Deal hat Projektentwickler NORD PROJECT insgesamt 69 öffentlich geförderte Neubau-Wohnungen, die das Unternehmen in Lüneburg auf dem südlichen Teil des Exerzierplatzes errichtet, an WohnRaum Niedersachsen verkauft. Die landeseigene Gesellschaft übernimmt die Immobilie nach der bis voraussichtlich Mitte 2028 geplanten Fertigstellung. Die Verkündung des Erwerbs erfolgt im Rahmen der in München stattfindenden Immobilienmesse Expo Real am zweiten Messetag.
Auf 4.461 Quadratmetern Wohnfläche werden dann 2028 rund ein Drittel der privaten Haushalte aufgrund ihres geringen Einkommens 6,90 Euro Miete pro Quadratmeter und Monat zahlen, die restlichen rund zwei Drittel der Haushalte bei mittlerem Einkommen 8,40 Euro. Damit liegen die Preise ca. 40 bis 50 Prozent unter den Werten im frei finanzierten Wohnungsbau.
„Mit dem Ankauf dieser 69 Wohneinheiten in der Hansestadt Lüneburg stärken wir unsere Präsenz in Niedersachsen und erweitern das kaufvertraglich gebundene Portfolio. Dieses umfasst damit neun Einzelprojekte an acht Standorten im Land. Das Vorhaben fügt sich somit hervorragend in unsere langfristige Wachstumsstrategie ein“, erläutert Michael Molz, Geschäftsführer der WohnRaum Niedersachsen. „Ein solcher Projektankauf erfordert enges Vertrauen und eine strukturierte Zusammenarbeit aller Beteiligten“, ergänzt Leon Friege, zuständiger Projektleiter der WohnRaum Niedersachsen: „Wir freuen uns sehr, dieses Projekt der NORD PROJECT nun zeitnah in der baulichen Umsetzung begleiten zu dürfen.“
Wichtigen Beitrag zum Angebot passender und erschwinglicher Wohnungen
Mit dem Bau der 69 geförderten Wohnungen durch NORD PROJECT, der Finanzierung durch die NBank und dem Ankauf durch WohnRaum Niedersachsen leisten diese Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Angebot passender und erschwinglicher Wohnungen in Lüneburg. Rund 3500 Wohnungen sollen laut dem Wohnraumversorgungskonzept der Stadt zwischen 2021 und 2040 neu geschaffen werden. Der geförderte Wohnungsbau wird von NORD PROJECT auf freiwilliger Basis umgesetzt.
Für Lüneburgs Stadtbaurätin Maja Lucht ist das Projekt an der Ecke Adolph-Kolping-Straße / Horst-Nickel-Straße beispielhaft. Die 69 mietpreisgebundenen Wohnungen liegen im Hanseviertel in der Nachbarschaft zu vielfältigen Wohn- und Eigentumsformen, so dass ein lebenswerter und lebendiger Stadtteil entsteht. „Wir werden auch künftig Projekte unterstützen, die das Angebot an bezahlbarem und nachhaltigem Wohnraum in Lüneburg vergrößern“, betont Lucht.
„Bei dem Development auf dem ehemaligen Gelände der Schlieffen-Kaserne gibt es zudem die Herausforderung, den Eingangsbereich des Hanseviertels – des jüngsten Viertels Lüneburgs – hochwertig und optisch passend zu gestalten“, betont Jürgen Paul, Geschäftsführer der NORD PROJECT. „Das gelingt hervorragend mit der kürzlich erteilten Baugenehmigung“, erläutert der im Unternehmen zuständige Projektleiter und Prokurist Lars Pulvermacher: „Die zügige Bearbeitung des Bauantrags durch die Stadt ermöglicht nun den zeitnahen Beginn der Arbeiten, inklusive der ca. 290 Quadratmeter gewerblicher Flächen, die wir im eigenen Bestand behalten. So schaffen wir direkt vor Ort eine Ergänzung der Angebote für den täglichen Bedarf.“
Attraktive Lage im Osten Lüneburgs
Die Lage des 4.420 Quadratmeter großen Grundstücks im Osten Lüneburgs im Stadtteil Neu Hagen ist für alle Nutzergruppen attraktiv. In direkter Nähe gibt es weitere Einkaufsmöglichkeiten wie Supermärkte, Discounter und Bäckereien sowie Dienstleistungsangebote, Friseure, Ärzte, Tagespflege, Kindertagesstätten oder Restaurants. Das mittelalterliche Zentrum der Hansestadt mit gotischen Kirchen und historischen Giebelhäusern ist per ÖPNV ebenso gut erreichbar wie Schulen, die Universität und der Hauptbahnhof.
Ermöglicht werden die günstigen Mieten beim Vorhaben der NORD PROJECT über die Finanzierung durch die NBank, die das Projekt von Anfang an unterstützt hat. „Bezahlbarer Wohnraum entsteht heute nicht mehr von allein. Wenn Bau- und Finanzierungskosten steigen, müssen Förderung, öffentliche Hand und private Investoren umso besser zusammenspielen“, so Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank. Darlehensnehmer ist die MMW Nord Lüneburg HN GmbH & Co. KG: „Das Projekt in Lüneburg zeigt, dass genau das funktionieren kann: Gemeinsam schaffen wir Wohnraum zu Mieten, die sich Menschen auch tatsächlich leisten können.“
Eine Kooperation zwischen NBank und NORD PROJECT gibt es bereits bei insgesamt elf geförderten Wohnungsbauprojekten. Diesmal investiert NORD PROJECT in Lüneburg einen zweistelligen Millionenbetrag. Seit 2019 liegt die Gesamt-Investition in das geförderte Wohnen Niedersachsens bei mehr als 110 Millionen Euro.
Mietbindung der Wohnungen ist langfristig gesichert
Die Beteiligung privater Investoren wie im Falle des Baus der 69 Lüneburger Wohnungen ändert am Mieterschutz nichts. Mieterhöhungen sind innerhalb der mindestens 30-jährigen Bindungsfrist nur in engen gesetzlichen Grenzen zulässig. Als Generalunternehmer startet die Goldbeck-Gruppe mit dem Bau, und zwar im Energieeffizienz-Standard EH-40. Also verbraucht die Immobilie nach der Fertigstellung weniger als die Hälfte der Energie im Vergleich zu einem Standard-Haus nach gesetzlichen Vorgaben.
