Bürovermietungsmarkt Köln Q3-2026: Sehr verhaltene Marktaktivität – Nutzer bleiben kostensensibel
- Flächenumsatz von 105.200 m² (- 40 % ggü. Vorjahresniveau)
- Spitzenmiete gegenüber dem Vorquartal stabil bei 33,50 EUR/m²
- Ausblick: Flächenumsatz unter Vorjahresniveau erwartet
Zwischen Januar und September 2026 betrug der Flächenumsatz am Kölner Bürovermietungsmarkt 105.200 m². Dies entspricht einem Rückgang von 40 % gegenüber dem Vorjahr, und im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt lag der Umsatz sogar um 49 % niedriger. Dies ist vor allem durch das Ausbleiben großflächiger Anmietungen begründet.
Die Leerstandsquote lag im 3. Quartal 2026 bei 5,5 % und damit auf dem Niveau des Vorquartals. Im Jahresvergleich erhöhte sich die Quote um 100 Basispunkte. Die Spitzenmiete lag bei 33,50 EUR/m² und blieb damit gegenüber dem Vorquartal unverändert. Im Jahresvergleich ging sie um 2,8 % zurück. Die Medianmiete belief sich auf 17,50 EUR/m² und blieb damit sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahresquartal stabil.
Julian Turner, Director und Teamleader Office Agency bei Savills in Köln, kommentiert: „KI löst bei einigen Unternehmen Unsicherheiten bezüglich ihrer Flächenbedarfe aus und stellt Flächenentscheidungen infrage, die sie im Zuge hybrider Arbeitsmodelle gerade erst getroffen haben. Gleichzeitig bleibt die Kluft zwischen dem Wunsch nach hochwertigen Flächen und den dafür nötigen Kosten bestehen. Das verlängert Entscheidungsprozesse auf Nutzerseite und macht Eigentümer verhandlungsbereiter, etwa bei Laufzeiten oder Incentives. Und dort, wo sich Leerstände verfestigen, wird die Suche nach einer alternativen Nutzung mittlerweile oft realistischer als die Hoffnung auf den nächsten Büromieter.“
Savills erwartet für das Jahr 2026, dass die Spitzenmiete stabil bleibt, während der Flächenumsatz höchst wahrscheinlich deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen wird.
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