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Gebäudetyp E und sichere Rahmenbedingungen für Investitionen: Die Schlüssel für mehr Fertigstellungen im Wohnungsbau

Die Baugenehmigungszahlen für Wohnungen in Deutschland steigen: Im Zeitraum Januar bis August 2026 wurden 169.400 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der ZIA fordert nun die rechtssichere Einführung des Gebäudetyps E sowie verlässliche Investitionsrahmenbedingungen, um die Lücke zwischen Genehmigungen und tatsächlichen Fertigstellungen zu schließen. Bezahlbares Wohnen brauche privates Kapital, Debatten über Vergesellschaftungen bremsten dringend benötigte Investitionen.

Berlin, 16.10.2026

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland entwickelt sich weiter positiv. Im August 2026 wurden insgesamt 20.600 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einer Veränderung von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Zeitraum von Januar bis August 2026 summiert sich die Zahl der genehmigten Wohnungen auf 169.400. Das entspricht einem Anstieg von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Besonders relevant ist die Entwicklung bei den Mehrfamilienhäusern. In diesem Segment wurden von Januar bis August 90.600 Wohnungen genehmigt – 14,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

„Dass die Baugenehmigungszahlen weiter anziehen, zeigt vor allem, dass der Wille zum Bauen da ist. Allerdings klafft zwischen dem Wunsch zu bauen und der tatsächlichen Fertigstellung eine deutliche Lücke“, betont Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des ZIA. „Wir werden nur dann einen nachhaltigen Aufschwung bei der Bauaktivität sehen, wenn wir wieder deutlich günstiger bauen als bisher.“

Dafür wird dringend der Gebäudetyp E in seiner rechtssicheren Ausgestaltung benötigt: „Das Eckpunktepapier zum Gebäudetyp E liegt seit knapp einem Jahr vor. Wir brauchen Tempo und können es uns nicht länger leisten, das Potenzial, das im Gebäudetyp E liegt, in der Warteschleife verkümmern zu lassen“, so Özkan weiter.

Darüber hinaus braucht es für Investitionen verlässliche Rahmenbedingungen: eine langfristig planbare Förderkulisse, bessere steuerliche Anreize durch eine praxistaugliche Sonder-AfA sowie stabile Finanzierungsbedingungen.

Der Invest in Germany Summit der Bundesregierung am 19./20. Oktober ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Signal. Der ZIA begrüßt ausdrücklich, dass die Bundesregierung offensiv um Investoren wirbt, auch für den Wohnungsbau. Bezahlbares Wohnen braucht privates Kapital, Debatten über Vergesellschaftungen oder andere Eingriffe in Eigentumsrechte schaffen hingegen Unsicherheit und bremsen die dringend benötigten Investitionen.

Weiterführende Informationen

www.zia-deutschland.de