Immobilienangebot in Deutschland wächst um 4,1 Prozent
eXp Germany veröffentlicht aktuellen Home Seller Activity Index: In 13 von 16 Bundesländern stehen mehr Häuser und Wohnungen zum Verkauf als bei der vorherigen Erhebung.
Das Angebot an Wohnimmobilien auf Immowelt ist gegenüber der Erhebung im Juli um 4,1 Prozent gestiegen. Das zeigt der aktuelle Home Seller Activity Index von eXp Germany. Zum Erhebungszeitpunkt am 12. Oktober 2026 waren bundesweit 288.533 Häuser und Wohnungen zum Verkauf inseriert.
Der quartalsweise veröffentlichte Index untersucht die Entwicklung des Verkaufsangebots in allen 16 Bundesländern. Er zeigt, wo sich die Auswahl für Kaufinteressenten vergrößert und wo das Angebot zurückgeht. In der aktuellen Auswertung verzeichnen 13 Bundesländer einen Zuwachs, lediglich drei einen Rückgang.
Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit den stärksten Zuwächsen
Den größten Anstieg gegenüber der vorherigen Erhebung verzeichnen Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit jeweils 11,9 Prozent. Es folgen Hamburg mit 11,5 Prozent und das Saarland mit 9,2 Prozent.
Auch Bayern (7,5 Prozent), Hessen (7,2 Prozent) und Baden-Württemberg (6,7 Prozent) liegen deutlich über dem bundesweiten Zuwachs. Dahinter folgen Niedersachsen (6,1 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (5,9 Prozent), Brandenburg (5,8 Prozent), Berlin (5,0 Prozent), Sachsen (4,8 Prozent) und Schleswig-Holstein (2,7 Prozent).
Damit hat sich das Verkaufsangebot in weiten Teilen Deutschlands ausgeweitet. Für Kaufinteressenten bedeutet dies zunächst eine größere Auswahl. Verkäufer treffen zugleich auf mehr konkurrierende Angebote.
Nordrhein-Westfalen verzeichnet den deutlichsten Rückgang
Entgegen dem bundesweiten Trend ist das Angebot in Nordrhein-Westfalen um 8,2 Prozent gesunken. Damit verzeichnet das Bundesland den stärksten Rückgang im Vergleich zur vorherigen Erhebung. Auch in Thüringen und Bremen standen zum Erhebungszeitpunkt weniger Häuser und Wohnungen zum Verkauf. Hier ging das Angebot um 7,6 beziehungsweise 6,2 Prozent zurück.
Die Unterschiede zeigen, wie unterschiedlich sich die regionalen Immobilienmärkte entwickeln. Aus einem größeren oder kleineren Angebot allein lassen sich allerdings keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Nachfrage oder die Zahl abgeschlossener Verkäufe ziehen.
Mehr als die Hälfte der Angebote entfällt auf vier Bundesländer
Bayern vereint mit 16,9 Prozent den größten Anteil der bundesweit erfassten Verkaufsangebote auf sich. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 14,7 Prozent, Baden-Württemberg mit 13,2 Prozent und Niedersachsen mit 10,3 Prozent.
Zusammen entfallen auf diese vier Bundesländer 55,1 Prozent aller in der Untersuchung erfassten Häuser und Wohnungen.
Mark Ritter, Geschäftsführer und Country Leader von eXp Germany, erklärt:
„Das größere Angebot eröffnet Kaufinteressenten in vielen Regionen zusätzliche Möglichkeiten. Sie können mehr Immobilien vergleichen und gezielter nach einem Objekt suchen, das zu ihren Bedürfnissen und ihrem Budget passt. Für Verkäufer wird es dadurch umso wichtiger, ihre Immobilie mit einem marktgerechten Angebotspreis und einer überzeugenden Vermarktung zu positionieren. Entscheidend bleibt, ob Kaufpreis, Finanzierung und mögliche Modernisierungskosten zum finanziellen Spielraum des Käufers passen. Mehr Auswahl allein macht eine Immobilie noch nicht erschwinglicher. Unsere Auswertung zeigt außerdem, wie wichtig der Blick auf den lokalen Markt ist. Während das Angebot in vielen Bundesländern wächst, geht es andernorts zurück. Eigentümer sollten deshalb vergleichbare Angebote und die Nachfrage vor Ort genau prüfen. Erfahrene Immobilienmakler helfen dabei, diese Faktoren einzuordnen und eine passende Verkaufsstrategie zu entwickeln.“
Datentabellen und Quellen
Quelle: Immowelt. Aktueller Erhebungsstichtag: 12. Oktober 2026. Vergleichserhebung: Juli 2026.
Der eXp Home Seller Activity Index erfasst die Zahl der auf Immowelt zum Verkauf angebotenen Häuser und Wohnungen in den 16 Bundesländern Deutschlands.
Die Ausgabe für das dritte Quartal 2026 vergleicht die am 12. Oktober erfassten Angebote mit der vorherigen Erhebung im Juli. Die angegebenen Veränderungen beziehen sich auf das jeweils verfügbare Verkaufsangebot an diesen beiden Stichtagen. Sie bilden weder die Zahl der im Quartalsverlauf neu eingestellten Immobilien noch die Zahl der abgeschlossenen Verkäufe ab.
Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf das auf Immowelt erfasste Angebot. Ein Anstieg kann beispielsweise durch zusätzliche Inserate oder längere Vermarktungszeiten entstehen; ein Rückgang unter anderem durch Verkäufe oder zurückgezogene Angebote.
