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200+ verschiedene Heizungsregler digital angebunden: metr erreicht Meilenstein im Gebäudebestand

Berlin, 18.05.2026
Digitale Heizungsoptimierung von metr

Das Berliner PropTech metr hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Plattform kann mittlerweile mehr als 200 verschiedene Heizungsregler unterschiedlichster Hersteller digital anbinden und optimieren. Anders als klassische Retrofit-Ansätze integriert metr die vorhandene Regelungstechnik direkt in die digitale Betriebsoptimierung – und macht damit auch ältere Bestandsanlagen intelligent steuerbar.

Rund 21 Millionen Heizungsanlagen sind in Deutschland im Einsatz, viele davon älter als 20 Jahre. Gleichzeitig ist der Gebäudebestand von einer enormen technischen Vielfalt geprägt: Unterschiedliche Hersteller, Baujahre und Steuerungssysteme erschweren eine einheitliche Digitalisierung.

„Deutschlands Heizungskeller sind ein Spiegel des Gebäudebestands: alt, heterogen und kaum digitalisiert. Genau darin liegt aber auch die größte Chance – denn Effizienzpotenziale schlummern in Millionen bestehender Anlagen“, sagt Dr. Franka Birke, CEO von metr. „Die Energiewende entscheidet sich nicht im Neubau, sondern im Bestand.“

Vom Standardregler bis zum Exoten

Die Steuerungstechnik im Gebäudebestand stellt eine besondere Herausforderung dar. Neben gängigen Systemen großer Hersteller wie Viessmann, Buderus oder Vaillant gibt es eine Vielzahl älterer oder firmenspezifischer Regler. Dazu zählen beispielsweise Systeme wie der Samson TROVIS 5431 und 5433 aus den späten 1990er-Jahren oder Regin-/R+S-Regler der RU5-Generation aus den frühen 2000er-Jahren. Viele dieser Systeme verfügen über keine dokumentierten Schnittstellen. Die älteste von metr angebundene Anlage stammt aus dem Jahr 1983 und war ursprünglich nicht für eine digitale Steuerung vorgesehen.

„In der Praxis gleicht kein Heizungskeller dem anderen. Unterschiedliche Hersteller und Jahrzehnte an Gerätegenerationen machen eine einheitliche Digitalisierung extrem anspruchsvoll. Wir arbeiten mit völlig unterschiedlichen Regelungslogiken, proprietären Bussystemen und historisch gewachsenen Steuerungsarchitekturen“, erklärt Maximilian Thumfart, CTO von metr. „Die Herausforderung besteht darin, diese Systeme nicht nur auszulesen, sondern sie tatsächlich digital steuer- und optimierbar zu machen.“

Um diese Vielfalt abzubilden, hat metr über Jahre hinweg eine umfassende technologische Basis aufgebaut. Die direkte digitale Anbindung von über 200 verschiedenen Heizungsreglern ermöglicht erstmals eine skalierbare Digitalisierung heterogener Bestandsanlagen – ohne die bestehende Regelungstechnik vollständig austauschen zu müssen.

Bis zu 25 % Einsparung durch intelligente Betriebsführung

Ein vollständiger Austausch bestehender Heizsysteme ist kurzfristig oft keine realistische Option: hohe Investitionskosten, regulatorische Unsicherheiten und lange Modernisierungszyklen bremsen die Transformation.

metr setzt deshalb auf die Optimierung bestehender Anlagen. Durch die intelligente Steuerung können bis zu 25 % Energie und CO₂ eingespart werden – allein durch effizientere Betriebsführung. Gerade im Bestand liegt hier ein großer Hebel: Rund 90 % des Energieverbrauchs von Wohngebäuden entfallen auf Raumwärme und Warmwasser.

Auch aus externer Perspektive wird dieser Ansatz bestätigt. Die eco2nomy GmbH begleitet Unternehmen und Immobilienakteure bei Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsstrategien.

„Im Gebäudebestand liegen die größten Effizienzpotenziale oft im Betrieb der bestehenden Anlagen“, sagt Dr. Martin Handschuh, Geschäftsführer der eco2nomy GmbH. „Entscheidend sind Lösungen, die universell einsetzbar sind und gleichzeitig eine transparente, bedarfsorientierte Optimierungslogik bieten – genau das ist bei metr gegeben.“