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Quelle: Reasult

Kleeblätter und erfolgreiche Digitalisierungsprozesse

Reasult bloggt
Walter Wind - Head of Sales DACH
15.08.2022

Was haben ein vierblättriges Kleeblatt und die Einführung einer Softwarelösung gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch beim näheren Hinsehen …

Anhand des Kleeblattmodells lassen sich die vier Elemente einer Organisation skizzieren, die im Gleichgewicht zueinander stehen müssen, um die angestrebten Ergebnisse zu erzielen. Das Modell betrachtet Organisationen bzw. Unternehmen als ein System, in dem Importe zum Nutzen von Kunden in Output – also Produkte oder Dienstleistungen – umgewandelt werden. Die vier Elemente des Kleeblatts bestehen aus: Prozesse, Menschen/Kultur, Organisation/Struktur und der IT. Diese vier Elemente - zwei harte Faktoren (IT und Struktur) und zwei weiche (Mensch und Prozesse) bestimmen, ob Innovationen im Unternehmen gelingen.

Ich habe in der Vergangenheit bereits des Öfteren mit dem Modell gearbeitet, insbesondere während meiner Zeit bei KPMG. Die Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmen oft zu sehr an den beiden „harten“ Kleeblättern Organisation/Struktur und IT festhalten und dabei die „weichen“ Kleeblätter Prozesse sowie Menschen/Kultur vernachlässigen. Doch gerade das Einbinden aller Mitarbeitenden sowie das Einbeziehen der Unternehmenskultur im Prozess sind entscheidend für eine erfolgreiche Einführung einer Softwarelösung. Als Führungspersönlichkeit müssen Sie Ihre Mitarbeitenden nicht nur über Ihr Vorhaben in Kenntnis setzen, sondern sie aktiv im Digitalisierungsprozess teilhaben lassen. Folgende zentrale Fragen helfen dabei:

• Befinden sich all Ihre Mitarbeitenden auf dem gleichen Kenntnisstand? Informieren Sie Ihre Mitarbeiter nicht nur über den zeitlichen Ablauf der Implementierung, sondern auch, mit welchem Ziel die neue Software eingesetzt werden soll und welchen (langfristigen) Mehrwert sie bietet.

• Bringen Ihre Mitarbeitenden die passenden Skills für die neue Softwarelösung mit? Schauen Sie, ob Ihre Mitarbeitenden noch Bedarf an Schulungen haben, ob sie spezielle Fortbildungen oder Workshops benötigen, damit sie mit der Software richtig umgehen können.

• Wie lernen Ihre Mitarbeitenden? Nach David A. Kolb geschieht Lernen aufgrund von Erfahrungen. Er unterscheidet insgesamt vier Lernstile, die sich aus einer spezifischen Kombination ergeben, wie Erfahrungen gesammelt und anschließend verarbeitet werden: Nach Kolb gibt die Macher/in, Entdecker/in, Denker/in und Entscheider/in.

• Holen Sie sich regelmäßiges Feedback von Ihren Mitarbeitenden ein? Bleiben Sie mit Ihrem Team im Austausch. Nur so können Sie blinde Flecken frühzeitig erkennen und rechtzeitig gegensteuern.

Das Kleeblattmodell hilft, Digitalisierung erfolgreich umzusetzen, weil es uns aufzeigt, welche Parameter wir dabei berücksichtigen müssen. Es liefert Denkanstöße - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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