Wohnen | Studien

Mehr Eigentumswohnungen werden über Makler angeboten

Berlin, 07.07.2026
Sprengnetter Chefanalyst Christian Sauerborn.

Eine aktuelle Analyse von Sprengnetter zeigt: Die Maklerquote bei zum Kauf angebotenen Eigentumswohnungen ist im zweiten Quartal 2026 deutschlandweit auf 67 Prozent gestiegen.

  • Die Maklerquote bei Eigentumswohnungsangeboten steigt im zweiten Quartal 2026 deutschlandweit auf 67 Prozent. Damit liegt sie wieder nahezu auf dem Niveau des zweiten Quartals 2024.
  • Dortmund verzeichnet im Quartalsvergleich den stärksten Anstieg: Die Maklerquote steigt dort um 9 Prozentpunkte auf 70 Prozent.

Die Maklerquote gibt an, wie hoch der Anteil der Eigentumswohnungsangebote ist, die von Immobilienmaklern inseriert werden. Im zweiten Quartal 2026 liegt diese Quote deutschlandweit bei 67 Prozent. Gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahresquartal ist die Quote um jeweils 2 Prozentpunkte gestiegen. Auf einem ähnlich hohen Niveau lag sie zuletzt im zweiten Quartal 2024.

„Gerade in einem Markt, in dem Preisvorstellungen der Verkäuferinnen und Verkäufer und die tatsächliche Zahlungsbereitschaft der Käuferinnen und Käufer sorgfältig zusammengebracht werden müssen, ist eine fundierte Markt- und Preiseinschätzung entscheidend“, sagt Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. „Maklerinnen und Makler übernehmen dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion: Sie ordnen Angebotspreise realistisch ein, kennen die lokale Nachfrage und begleiten die Preisfindung im Verkaufsprozess. Dass die Maklerquote nach dem Tiefstand von 61 Prozent Ende 2024 wieder deutlich gestiegen ist, zeigt, wie relevant professionelle Vermarktung in einem komplexen Marktumfeld bleibt.“

In den meisten Städten stammen rund zwei von drei Eigentumswohnungsangeboten von Maklern

In den deutschen Metropolen ist die Beteiligung von Maklern unterschiedlich. In Berlin werden 71 Prozent der Eigentumswohnungen von Maklern inseriert. In Leipzig sind es sogar 73 Prozent. Besonders stark steigt im Quartalsvergleich die Maklerquote in Dortmund. Im zweiten Quartal 2026 ist ihr Anteil von 61 Prozent auf 70 Prozent gestiegen. In Stuttgart liegt die Maklerquote mit 68 Prozent weiterhin über dem deutschlandweiten Durchschnitt, hat aber im Quartalsvergleich am stärksten unter den zehn größten Städten nachgelassen (-3 Prozentpunkte). Köln weist mit 58 Prozent die niedrigste Maklerquote auf. Zugleich verzeichnet die Stadt im Jahresvergleich den stärksten Rückgang (-5 Prozentpunkte).

Quelle: Sprengnetter

Methodik

Für diese Analyse wurden 485.350 Angebote für Eigentumswohnungen im Zeitraum vom 01.01.2020 bis 30.06.2026 untersucht. Die Maklerquote gibt an, wie viel Prozent der auf ImmoScout24 angebotenen Eigentumswohnungen von Immobilienmaklerinnen und Immobilienmaklern inseriert werden.