Politik

Brutalst möglicher Zwangsoptimismus

Berlin, 20.05.2026

Der Tag der Immobilienwirtschaft 2026 – das Spitzentreffen der Immobilienwirtschaft gestern im politischen Berlin 2026 – ist Geschichte. In diesem Jahr begrüßte ZIA-Präsidenitin Iris Schöberl als Gäste aus der Bundesregierung Bundesbauministerin Verena Hubertz, den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Frank Schwabe oder den Generalsekretär der CDU Deutschlands Dr. Carsten Linnemann.

Doch bevor es um Branchenthemen ging, berichtete Prof. Dr. Jens Südekum, Berater des Bundesministers der Finanzen und Professor der Volkswirtschaft an der Heinrich-Heine-Universität über die aktuelle volkswirtschaftliche Lage.
Dezidiert stellte Prof. Dr. Südekum dar, dass in der aktuellen Krise die klassischen Hausmittel der Politik nur begrenzt wirken:

  • Steuern senken
  • Bürokratie abbauen
  • Energiepreise senken

Dafür sei die aktuelle Krise zu vielschichtig. Schließlich wird sie neben den nationalen Herausforderungen auch durch den Krieg im Iran oder den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas bestimmt. Dieser ist im übrigen dafür verantwortlich, dass in den vergangenen Monaten in der Industrie massiv Stellen abgebaut wurden, nicht die Bürokratie.

Wenig Aufbruchstimmung verbreitete dann Bundesbauministerin Verena Hubertz. Ihr Beitrag beim Tag der Immobilienwirtschaft 2026 fiel eher in die Kategorie Zwangsoptimismus. Sie vermittelte den Eindruck in ihrem Job angekommen zu sein und Themen anzugehen. Auch die Rede des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschut, Frank Schwabe, hatte eine ähnliche Tonalität: Man wolle ja, sei engagiert, aber …
Insgesamt machten die Auftritte der Regierungsvertreter wenig Mut und ließen dann doch mehr Fragen als Antworten zurück.

Einzig Dr. Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, war selbstkritisch, benannte Mißstände und vermittelte den Eindruck, dass die Koalition um den Ernst der Lage wisse, zumindest, was die CDU beträfe.

Daß es noch Hoffnung gibt, zeigt das Panel zu Digitaler Transformation und Zukunftsfähigkeit mit Dr. Jochen Keysberg von Apleona, Sarah Maria Schlesinger von Blackprint, Nico Schröder von der Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und Nikolas Samios von [PT1]. Sarah Maria Schlesinger und Nico Schröder machten den Teilnehmern mit ihren Beispielen Mut. Digitalisierung wirkt, KI verändert viel und befähigt die Branche und Themen gehen schneller voran.

Was sich Teilnehmer nach diesem Tag der Immobilienwirtschaft von der Politik wünschen, haben wir abgefragt. Heute finden Sie bei die Wünsche der Branche, formuliert von

  • Antje Lubitz, Ehret+Klein AG
  • Dr. Constantin Westphal, Nassauische Heimstätte | Wohnstadt
  • Gesa Falkenburg, tokura
  • Martin Rodeck, blacklake
  • Susanne Tattersall, Tattersall Lorenz
  • Patrick Lange, agradblue
  • Sandra Verheyen, Hamborner REIT
  • Christoph Wittkop, Sonar Real Estate
  • und Vera Meinert, diafania

Schauen Sie immer wieder mal hier vorbei: Wünsche an die Politik