Deutscher Büroinvestmentmarkt vor Bewährungsprobe: Mehr Angebot trifft auf zurückhaltendes Kapital
Im 1. Quartal 2026 belief sich das Transaktionsvolumen mit Büroimmobilien laut Savills auf knapp 700 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 22 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der 10-jährige Durchschnittswert wurde hingegen um 83 % verfehlt. Savills hat im 1. Quartal 2026 rund 30 Transaktionen registriert, was 29 % weniger sind als im Jahr zuvor. Die Bürospitzenrenditen blieben im 1. Quartal 2026 in allen Top-6-Märkten* unverändert gegenüber dem Vorquartal. Im Durchschnitt über alle Märkte lagen sie bei 4,33 % und damit 7 Basispunkte unter dem Vorjahreswert.
Karsten Nemecek, Deputy CEO Germany und verantwortlich für den Bereich Capital Markets bei Savills, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Der deutsche Büroinvestmentmarkt ist derzeit vor allem durch ein deutlich gestiegenes Objektangebot geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr befinden sich mehr Immobilien in Verkaufsprozessen, begleitet von insgesamt realistischeren Preiserwartungen und einer höheren Verhandlungsbereitschaft auf Verkäuferseite. Entscheidend für den weiteren Jahresverlauf wird jedoch sein, inwieweit sich dieser kommunizierte Realismus auch in konkretes Handeln übersetzt, wenn erwartete Verkaufspreise nicht erreicht werden. Denn das größere Angebot trifft auf weiterhin sehr selektiv agierendes Kapital. Die zuletzt wieder gestiegene geopolitische Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran‑Konflikt, verstärkt diese Zurückhaltung zumindest kurzfristig zusätzlich.“
Etwa 77 % des Transaktionsvolumens entfielen auf die Top-6-Märkte, wo das Transaktionsvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28 % gestiegen ist. Die Anzahl der Transaktionen in den Top-6-Märkten sank hingegen um 8 %. Beide Kennzahlen bleiben deutlich unter dem 10-Jahres-Durchschnitt.
* Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München
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