Deutscher Investmentmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien: Moderate Aktivität zum Jahresauftakt bei steigender Unsicherheit
Im 1. Quartal 2026 wurden laut Savills etwa 954 Mio. Euro am Markt für Industrie- und Logistikimmobilien umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 2 %. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz 47 % geringer aus. Im 1. Quartal 2026 hat Savills etwa 40 Transaktionen registriert, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 19 % entspricht. Die Spitzenrendite für Industrie- und Logistikimmobilien lag Ende März bei 4,5 % und stieg damit 10 Basispunkte gegenüber dem Vorquartal und gegenüber dem Vorjahreswert.
Bertrand Ehm, Director Investment bei Savills, kommentiert: „Durch die Entwicklungen im Nahen Osten kommt derzeit von zwei Seiten Druck auf die Logistikimmobilie: Einerseits sind Nutzer durch einen gestiegenen Dieselpreis einem Kostenschock ausgesetzt, der Expansionsentscheidungen bremsen könnte. Auf der anderen Seite sind die langfristigen Finanzierungskosten leicht gestiegen, sodass sich Kaufpreisverhandlungen verlängern könnten. Wie stark diese Entwicklungen den Investmentmarkt für Logistik- und Industrieimmobilien tatsächlich prägen, hängt maßgeblich davon ab, wie lange die geopolitische Situation noch angespannt bleibt.“
Mit einem Transaktionsvolumen von 3,9 Mrd. Euro haben Logistikimmobilien in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz beigetragen, gefolgt von Industrieimmobilien (ca. 1,0 Mrd. Euro) und Gewerbeparks (ca. 686 Mio. Euro).
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