Immobilieninvestmentmarkt Hamburg: Investoren prüfen Objekte noch kritischer
In den ersten drei Quartalen 2026 wurden laut Savills etwa 1,6 Mrd. Euro am Hamburger Immobilieninvestmentmarkt umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 18 %. Im Vergleich zum 10-Jahresmittel fiel der Umsatz 48 % geringer aus. In den letzten zwölf Monaten hat Savills knapp 60 Transaktionen registriert, was gegenüber der Vorjahresperiode einen Anstieg um 20 % bedeutet. Die Spitzenrendite für Büros lag Ende September bei 4,4 % und stieg damit um 20 Basispunkte gegenüber dem Vorquartal und 10 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahreswert an. Die Spitzenrendite für Geschäftshäuser lag Ende September bei 4,3 % und blieb somit unverändert gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahreswert.
Jörn Roock, Director Investment bei Savills in Hamburg, kommentiert das Marktgeschehen wie folgt: „Die Zahl der Vermarktungsstarts ist jüngst wieder gestiegen. Der starke Zinsanstieg der letzten Monate hat allerdings auch dafür gesorgt, dass laufende Verkäufe ins Stocken geraten oder gar abgebrochen worden sind. Die Investoren prüfen Objekte nun noch kritischer und die meisten konzentrieren sich ohnehin auf risikoarme Objekte. Non-Core-Objekte wecken wieder stärkeres Interesse von opportunistischen Investoren – sofern der Preis niedrig genug für deren hohen Renditeanforderungen ist. Insgesamt finden Käufer und Verkäufer am häufigsten im kleinvolumigen Bereich zueinander, während die Liquidität für große Objekte weiterhin eingeschränkt ist.“
Mit einem Transaktionsvolumen von 690 Mio. Euro haben Büroimmobilien in den letzten zwölf Monaten am meisten zum Investmentumsatz beigetragen, gefolgt von Industrie-/Logistikimmobilien (ca. 430 Mio. Euro) und Wohnimmobilien* (ca. 400 Mio. Euro).
* Nur Objekte mit mindestens 20 Wohneinheiten
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