Logistik | Märkte

Logistikmieten in Deutschland im 1. Halbjahr 2026 weitgehend stabil – nur Top-8-Märkte mit stärkerer Dynamik

Neubau-Spitzenmiete im Schnitt der 33 Märkte stabil bei 7,58 €/m² – München weiterhin teuerster Markt mit 14,00 €/m²

München, 21.07.2026

Die REALOGIS Unternehmensgruppe hat die Mietpreisentwicklung für Neubau- und Bestandsflächen in 33 deutschen Logistikmärkten im 1. Halbjahr 2026 analysiert. Die Ergebnisse zeigen einen weitgehend stabilen Markt mit überwiegend stagnierenden oder moderat steigenden Mieten. Überdurchschnittliche Zuwächse bei der Mindestmiete wurden in sieben und bei der Spitzenmiete in fünf der untersuchten Teilmärkte festgestellt.

Die Durchschnittswerte in den von REALOGIS definierten Top-8-Märkte Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, das Ruhrgebiet und Stuttgart entwickelten sich im 1. Halbjahr heterogen. Während die Preise in sechs Top-Märkten stabil blieben, kam es in Hamburg und München zu deutlichen Anstiegen. So erhöhte sich die die Mindestmiete im Hamburg für Neubau und Bestand jeweils um rund 13,5 %, die Spitzenmiete je um über 5 %. In München zeigten sich Preissteigerung im Bestand, die Mindestmiete zog hier um 6,7 % an, die Spitzenmiete mit einem Plus von 14,3 % noch deutlicher

Grundlage der Analyse sind Big-Box-Flächen ab 10.000 m². Berücksichtigt wurden sowohl realisierte Mietvertragsabschlüsse als auch eigentümerseitige Angebotspreise. Alle Mietangaben verstehen sich als Nettomieten ohne Betriebs- und Nebenkosten.

Christian Beran, Geschäftsführer Region Deutschland, ordnet ein: „Die Zahlen bestätigen eine stabile Grundverfassung des Marktes, aber auch eine zunehmende Spreizung zwischen hochwertigen Flächen in etablierten Lagen und durchschnittlichen Angeboten. Mietwachstum entsteht derzeit vor allem dort, wo Qualität, Lage und Flächenverfügbarkeit eng zusammenkommen.“

Neubau: Spitzenmieten stabil, Top-8-Märkte mit moderatem Plus

Die Spitzenmiete für Neubauflächen lag im Durchschnitt der 33 Märkte bei 7,58 €/m² und damit auf Vorjahresniveau. In den Top-8-Märkten stieg sie von 9,00 €/m² auf 9,19 €/m² (+2,1 %).Acht Märkte verzeichneten höhere Spitzenmieten, 15 blieben stabil, zehn entwickelten sich rückläufig. Den stärksten Anstieg wies Dresden mit +9,1 % auf, den deutlichsten Rückgang Hannover mit -10,0 %.Die niedrigsten Neubau-Spitzenmieten entfielen auf Zwickau mit 5,40 €/m², Hof mit 5,50 €/m² und Halle mit 5,75 €/m²; alle drei Märkte blieben dabei unverändert im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Die höchsten Werte erreichten München mit 14,00 €/m² (+3,7 %), Hamburg mit 9,50 €/m² (+5,6 %) und Augsburg mit 9,50 €/m² auf Vorjahresniveau.Die Mindestmiete für Neubauflächen erhöhte sich im Durchschnitt leicht von 6,38 €/m² auf 6,40 €/m² (+0,3 %). In den Top-8-Märkten stieg sie von 7,23 €/m² auf 7,36 €/m² (+1,8 %).Neun Märkte wiesen steigende Mindestmieten auf, 17 blieben stabil, sieben gaben nach. Hamburg legte mit +13,4 % am stärksten zu; Leipzig und Erfurt verzeichneten mit jeweils -9,1 % die deutlichsten Rückgänge.Die niedrigsten Mindestmieten im Neubau wurden in Magdeburg mit 4,75 €/m² (-5,0 %), Zwickau mit 4,90 €/m² (-2,0 %) sowie Leipzig (-9,1 %), Hof (+4,2 %) und Erfurt (-9,1 %) mit jeweils 5,00 €/m². Am oberen Ende standen München mit 9,50 €/m², Hamburg mit 7,60 €/m² und Düsseldorf mit 7,50 €/m².Die größte Preisspanne im Neubausegment wies München auf. Dort stieg die Spitzenmiete auf 14,00 €/m² (+3,7 %), während die Mindestmiete mit 9,50 €/m² stabil blieb. Die Spanne vergrößerte sich dadurch von 4,00 €/m² auf 4,50 €/m².Bestand: Moderate Mietanstiege, stärkere Dynamik in einzelnen Top-Märkten

Im Bestandssegment lag die durchschnittliche Spitzenmiete bei 6,64 €/m² nach 6,57 €/m² im Vorjahreszeitraum (+1,1 %). In den Top-8-Märkten stieg sie deutlicher von 7,83 €/m² auf 8,08 €/m² (+3,2 %).Acht Märkte verzeichneten höhere Spitzenmieten für Bestandsflächen, 19 blieben stabil, sechs entwickelten sich rückläufig. München legte mit +14,3 % am stärksten zu; Erfurt wies mit -9,6 % den deutlichsten Rückgang auf.Die niedrigsten Spitzenmieten im Bestand entfielen auf Hof mit 4,70 €/m² (+4,4 %) sowie Braunschweig und Magdeburg mit jeweils 5,00 €/m². Die höchsten Werte erreichten München mit 12,00 €/m² (+14,3 %), Hamburg mit 9,25 €/m² (+5,1 %) und Augsburg mit 8,50 €/m² (+6,3 %).Die durchschnittliche Mindestmiete im Bestand erhöhte sich von 5,17 €/m² auf 5,21 €/m² (+0,8 %). In den Top-8-Märkten stieg sie von 6,13 €/m² auf 6,29 €/m² (+2,6 %).Bei den Mindestmieten im Bestand legten acht Märkte zu, 21 blieben unverändert, vier gaben nach. Hamburg verzeichnete mit +13,6 % den stärksten Anstieg, Magdeburg mit -16,7 % den deutlichsten Rückgang.Die niedrigsten Mindestmieten im Bestand wurden in Zwickau mit 3,00 €/m² (-14,3 %), Magdeburg mit 3,50 €/m² (-16,7 %) und Halle mit 3,80 €/m² auf Vorjahresniveau erzielt. Die höchsten Werte entfielen auf München mit 8,00 €/m² (+6,7 %), Hamburg mit 6,70 €/m² (+13,6 %) und Regensburg mit 6,50 €/m² (+6,6 %).Auch im Bestand wies München die größte Preisspanne auf. Die Spitzenmiete stieg auf 12,00 €/m² (+14,3 %), die Mindestmiete auf 8,00 €/m² (+6,7 %). Damit vergrößerte sich die Spanne von 3,00 €/m² auf 4,00 €/m².Weitere Informationen enthält die beigefügte Mietpreiskarte.