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Stuttgarter Logistikimmobilienmarkt lässt schwache Vorjahre hinter sich

Stuttgart, 16. Juli 2026 – Der Stuttgarter Logistik- und Industrieimmobilienmarkt hat im 1. Halbjahr 2026 deutlich an Dynamik gewonnen. Nach einer längeren Phase geringer Umsatzwerte registrierte die REALOGIS Unternehmensgruppe, Deutschlands führendes Beratungsunternehmen für Industrie- und Logistikimmobilien sowie Gewerbegrundstücke, einen Gesamtflächenumsatz von 129.500 m². Davon entfielen 118.100 m² beziehungsweise 91 % auf Hallenflächen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum […]

Stuttgart, 16.07.2026

Stuttgart, 16. Juli 2026 – Der Stuttgarter Logistik- und Industrieimmobilienmarkt hat im 1. Halbjahr 2026 deutlich an Dynamik gewonnen. Nach einer längeren Phase geringer Umsatzwerte registrierte die REALOGIS Unternehmensgruppe, Deutschlands führendes Beratungsunternehmen für Industrie- und Logistikimmobilien sowie Gewerbegrundstücke, einen Gesamtflächenumsatz von 129.500 m².

Davon entfielen 118.100 m² beziehungsweise 91 % auf Hallenflächen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 77.550 m² beziehungsweise 191 % und damit nahezu dem Dreifachen des Vorjahreswertes. Zugleich wurde der aktuelle 5-Jahresdurchschnitt der Hallenfläche von 86.530 m² um 36 % übertroffen. Büroflächen steuerten 10.600 m² (8 %) zum Gesamtflächenumsatz bei, Mezzaninflächen 800 m² (1 %).

Maßgeblich zur Erholung trugen die beiden größten Abschlüsse des ersten Halbjahres bei: Ein führendes Unternehmen der Automobilbranche und ein Produktionsunternehmen vereinten zusammen 45.460 m² beziehungsweise 35 % des Gesamtflächenumsatzes auf sich.

Joel Adam, Geschäftsführer der Realogis Immobilien Stuttgart GmbH, kommentiert: „Der Stuttgarter Markt dürfte sich im 2. Halbjahr 2026 weiter stabilisieren. Die Nachfrage bleibt zwar selektiv, stützt sich aber zunehmend auf einen breiteren Branchenmix aus Industrie, technologieorientierten Betrieben sowie angrenzenden Produktions- und Entwicklungsbereichen. Die hohe industrielle Kompetenz, Innovationskraft und starke mittelständische Wirtschaftsstruktur der Region bilden dafür eine stabile Grundlage.“

Mieten: Spitzenmiete erreicht neuen Höchstwert

Die Spitzenmiete stieg zum Ende des 1. Halbjahres 2026 auf 8,70 €/m² und markierte damit einen neuen Höchstwert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum und dem Jahresende 2025 entspricht dies einem Plus von 0,20 €/m² beziehungsweise 2 %. Der 5-Jahresdurchschnitt von 8,26 €/m² wurde um 5 % übertroffen.

Die Durchschnittsmiete blieb mit 7,00 €/m² stabil und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahreshalbjahres und Ende Dezember 2025. Der 5-Jahresdurchschnitt von 6,68 €/m² wurde um 5 % überschritten.

Deals: Zwei Abschlüsse vereinten mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes

Die beiden größten Anmietungen des 1. Halbjahres summierten sich auf 45.460 m² und stellten damit 35 % des Gesamtflächenumsatzes. Ein führendes Unternehmen aus dem Automobilsektor sicherte sich im Landkreis Ludwigsburg 31.720 m² Bestandsfläche. Ein Produktionsunternehmen mietete im Rems-Murr-Kreis weitere 13.740 m², ebenfalls im Bestand. Beide Abschlüsse entfielen auf die Branche Industrie/Produktion.

Flächenarten: Bestand prägt das Marktbild

Bestandsflächen bestimmten das Vermietungsgeschehen nahezu vollständig. Sie vereinten 127.000 m² beziehungsweise 98 % des Gesamtflächenumsatzes. Neubauten auf ehemaligen Brownfields kamen lediglich auf 2.500 m² (2 %). Abschlüsse in Neubauten auf der Grünen Wiese wurden nicht registriert. Eigennutzer traten nicht in Erscheinung, sodass die Region Stuttgart in diesem Jahr bislang ein reiner Mietmarkt war.

Regionen: Ludwigsburg übernimmt die Spitzenposition

Der Landkreis Ludwigsburg war mit 48.600 m² beziehungsweise 38 % die umsatzstärkste Teilregion. Maßgeblich war der Großabschluss eines führenden Unternehmens der Automobilbranche, der allein für 31.720 m² beziehungsweise 65 % des regionalen Ergebnisses verantwortlich war.

Auf Rang zwei folgte der Rems-Murr-Kreis mit 24.300 m² beziehungsweise 19 %. Dort trug der Abschluss eines Produktionsunternehmens 13.740 m² (57 %) zum Umsatz der Teilregion bei. Der Landkreis Esslingen belegte mit 22.500 m² (17 %) den dritten Platz. Knapp dahinter lag der Landkreis Böblingen mit 21.100 m² (16 %). Das Stadtgebiet Stuttgart kam auf 7.700 m² (6 %), der Landkreis Göppingen auf 5.300 m² (4 %).

Branchen: Industrie/Produktion war Umsatztreiber

Industrie und Produktion dominierten die Nachfrage mit 77.600 m² beziehungsweise 60 % des Gesamtflächenumsatzes. Die beiden größten Abschlüsse des Halbjahres entfielen auf diese Nutzergruppe und stellten zusammen 45.460 m² (59 %) des Branchenumsatzes.

Die Sammelgruppe „Sonstiges“ folgte mit 26.100 m² beziehungsweise 20 % auf Platz zwei. Logistik und Spedition erreichten 21.900 m² beziehungsweise 17 %. Der Handel spielte mit 3.900 m² beziehungsweise 3 % eine untergeordnete Rolle. Innerhalb dieses Segments entfielen 3.250 m² beziehungsweise 83 % auf den klassischen Handel. E-Commerce kam auf 650 m² beziehungsweise 17 %.

Größenklassen: Großflächen beleben den Umsatz

Großflächen ab 10.001 m² kehrten im 1. Halbjahr 2026 eindrucksvoll auf den Stuttgarter Markt zurück. Nachdem in den beiden vorangegangenen Berichtszeiträumen keine Abschlüsse in dieser Größenklasse registriert worden waren, erreichte sie nun 45.460 m² beziehungsweise 35 % des Gesamtflächenumsatzes.

Flächen zwischen 3.001 m² und 5.000 m² folgten mit 28.090 m² und 22 % Marktanteil. Die Größenklasse 1.000 m² bis 3.000 m² erreichte 25.600 m² (20 %). Auf Flächen zwischen 5.001 m² und 10.000 m² entfielen 21.750 m² (17 %). Kleinstflächen unter 1.000 m² kamen auf 8.600 m² (6 %).

Kennzahlen im Überblick

• Flächenumsatz 129.500 m²

• Spitzenmiete 8,70 €/m²

• Durchschnittsmiete 7,00 €/m²

• Bestandsobjekte 127.000 m² | Neubau auf Brownfield 2.500 m² |

Neubau auf Grüner Wiese 0 m²

• Mieter 129.500 m² | Eigennutzer 0 m²