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Berliner Wohninvestmentmarkt überraschend resilient – Politische Rahmenbedingungen und Zinsniveau bislang eingepreist

Berlin, 14.10.2026

Rückgänge beim Geldumsatz und bei den Kauffällen, aber noch stabile Kaufpreise: Angesichts fortbestehender makroökonomischer und geopolitischer Marktverunsicherungen zeigt sich der Berliner Markt für Mehrfamilienhäuser und Wohn-/Geschäftshäuser im dritten Quartal 2026 resilienter als von vielen Marktteilnehmern erwartet. Dies sind Ergebnisse des Zinshaus-Marktberichts Berlin QIII 2026, den SCHICK IMMOBILIEN auf Basis von Zahlen des Gutachterausschusses Berlin und eigenen Berechnungen herausgibt.

Abb.: Entwicklung Transaktionsvolumen MFH/WGH Berlin (Mio. €), QI 2024 – QIII 2026

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Quelle: Gutachterausschuss Berlin, MSI Research 2026

In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag das Transaktionsvolumen im Markt für Mehrfamilienhäuser und Wohn-/Geschäftshäuser mit 2,05 Milliarden Euro rund 28 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem starken Vorquartal hat sich die Stimmung in QIII 2026 weiter leicht abgekühlt. Das Transaktionsvolumen lag in QIII 2026 mit 736,6 Millionen Euro rund 34 Prozent unter dem Vorjahresquartal (1,12 Milliarden Euro).

Die Kauffälle verzeichneten mit 178 abgeschlossenen Transaktionen gegenüber 191 in QIII 2025 einen nur leichten Rückgang von rund 7 Prozent.

Abb.: Entwicklung Anzahl der Kauffälle MFH/WGH Berlin, QI 2024 – QIII 2026

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Quelle: Gutachterausschuss Berlin, MSI Research 2026

Nach erster Analyse (rund 34 Prozent aller Kauffälle) der aktuellen Zahlen des Gutachterausschusses Berlin erzielten Mehrfamilienhäuser in der Hauptstadt in QIII 2026 mit rund 2.269 €/m² Wohnfläche rund 4 Prozent mehr als im Mittel der zurückliegenden vier Quartale (2.172 €/m²). Wohn- und Geschäftshäuser gaben in QIII 2026 leicht nach und blieben mit rund 1.988 €/m² Wohn-/Nutzfläche knapp unter dem Durchschnitt der letzten vier Quartale (2.077 €/m², -4 Prozent). Im Mittel über beide Segmente wurden Zinshäuser im zurückliegenden Quartal zu 2.128 €/m² gehandelt und lagen damit minimal über dem Durchschnitt des Vorjahreszeitraums.

Abb.: Mittlere Kaufpreise MFH vs. WGH Berlin (€/m² WNF), QI 2024 – QIII 2026

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Quelle: Gutachterausschuss Berlin, MSI Research 2026

Es zeigt sich ein aus den letzten beiden Jahren bekanntes Bild: Segment- und quartalweise zeigt der Abschlusspreis leichte Schwankungen, wahrt aber langfristig seine Stabilität. Nachhaltige Preiskorrekturen, wie von manchen Marktbeobachtern in Folge der Berliner Abgeordnetenhauswahlen vorhergesagt, bleiben bislang aus. „Die QIII-Zahlen sind besser als erwartet – gerade in Anbetracht der zahlreichen fortbestehenden Marktverunsicherungen. Nachhaltige Preiskorrekturen in Folge der Wahlen waren bisher noch nicht zu verzeichnen. Die Entwicklung des Zinsniveaus wird in den kommenden Monaten der entscheidende Faktor bleiben”, sagt Jürgen Michael Schick, Geschäftsführer bei SCHICK IMMOBILIEN und Herausgeber des Zinshaus-Marktberichts für Deutschland und für Berlin.

Deutliche Unterschiede zwischen Berliner Bezirken bei Objektpreisen

Auf Bezirksebene zeigen sich in Berlin deutliche Unterschiede sowohl bei den durchschnittlichen Objektpreisen als auch bei der Marktaktivität. Im dritten Quartal 2026 wurde der höchste durchschnittliche Objektpreis mit rund 10,4 Millionen Euro in Marzahn-Hellersdorf gezahlt, während in Reinickendorf mit im Schnitt 1,6 Millionen Euro pro Haus der niedrigste Wert erzielt wurde.

Abb.: Kauffälle MFH/WGH Berlin Bezirksebene, QIII 2026

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Quelle: Gutachterausschuss Berlin, MSI Research 2026

Die Transaktionsaktivität verteilte sich im zurückliegenden Quartal gleichmäßiger über das Stadtgebiet als gewöhnlich. Die höchste Anzahl an Abschlüssen wurde mit 21 Transaktionen in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Neukölln registriert, während Marzahn-Hellersdorf mit lediglich sechs Transaktionen dieses Quartal erneut das Schlusslicht bildete. Beim Transaktionsvolumen führte der Bezirk Mitte mit rund 116,3 Millionen Euro das Ranking an. Reinickendorf verzeichnete mit 22,3 Millionen Euro das geringste Volumen.