Büro | Märkte

Polarisierung am Frankfurter Bürovermietungsmarkt: Hoher Leerstand in der Peripherie – steigende Mieten für moderne Flächen im Zentrum

Frankfurt am Main, 12.01.2026
Übersicht Bürovermietungsmarkt Frankfurt Q4-2025
  • Flächenumsatz von 543.000 m² (+ 55,5 % ggü. Vorjahresperiode)
  • Spitzenmiete steigt gegenüber Vorquartal um 1,9 % auf 53,00 EUR/m²
  • Ausblick: Flächenumsatz leicht unter Vorjahresniveau erwartet

Im Jahr 2025 betrug der Flächenumsatz am Frankfurter Bürovermietungsmarkt 543.000 m². Dies entspricht einem Anstieg von 55,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt lag der Umsatz rund 15,6 % darüber.

Die Leerstandsquote blieb im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal stabil und lag bei 13,8 %. Im Jahresvergleich stieg die Quote um 278 Basispunkte. Die Spitzenmiete erreichte 53,00 EUR/m² und lag damit 1,9 % über dem Vorquartal. Im Jahresvergleich nahm sie um 12,8 % zu. Die Medianmiete belief sich auf 19,50 EUR/m² und zeigte sich sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr stabil.

Jan-Niklas Rotberg, Managing Director und Head of Office Agency Germany bei Savills, berichtet: „Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt wirkt zum Jahresende paradox: Der Leerstand ist hoch, die Spitzenmieten ziehen trotzdem an. Der Kern liegt weniger in zu viel Büro als zu viel vom „falschen“ Büro. Leerstand sammelt sich vor allem in peripheren Lagen und in älteren Beständen, die mit ihren Grundrissen und ihrer fehlenden Flexibilität nicht mehr zu modernen Arbeitswelten passen. Nachfrage gibt es durchaus, auch bei Gesuchen über 10.000 m², aber sie ist sehr selektiv und richtet sich fast ausschließlich auf hochmoderne Neubau- und Refurbishmentflächen in sehr guten Lagen. Weil die Projektpipeline in den kommenden Jahren eher kleiner wird, bleibt genau dieses Premiumangebot knapp. Die Spitzenmiete wird dabei vor allem durch finanznahe Nutzer getrieben, die bereit sind, für zentrale Qualität zu zahlen, weil sie ihre Mitarbeitenden wieder öfter in das Büro holen wollen und Flächen brauchen, die im Wettbewerb um Fachkräfte überzeugen. Im Ergebnis wächst der Modernisierungsdruck im Bestand, während Spitzenmieten weiter Rückenwind haben.“

Savills rechnet für das Jahr 2026 mit einem Flächenumsatz, der leicht unter dem Vorjahresniveau bleibt, aber weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Während ein Anstieg der Leerstandsquote erwartet wird, bleiben die Spitzenmieten voraussichtlich stabil.

Ergänzende Grafiken und Daten zu dieser Pressemeldung finden Sie in unserem Online-Dashboard zu den Top-6-Büromärkten.