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Großflächige Vermietungen führen zu höchstem Jahresendergebnis am Frankfurter Bürovermietungsmarkt seit dem Jahr 2020

Der Büroflächenumsatz aus Neuvermietungen und Eigennutzungen auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt summierte sich nach Auswertungen von Cushman & Wakefield in 2025 auf rund 549.300 m² und liegt mit rund 56 Prozent deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres.

Frankfurt am Main, 12.01.2026

Zentrale und hochpreisige Lagen blieben auch 2025 gefragt

Mit dem aktuellen Ergebnis wurde der 10-Jahresdurchschnitt (466.800 m²) um rund 18 Prozent übertroffen, der 5-Jahresdurchschnitt (370.400 m²) sogar um 48 Prozent. Hanjo Theiss, Head of Office Agency & Office Sector Germany sowie Head of Office Agency Frankfurt bei Cushman & Wakefield, kommentiert: „2025 war ein außergewöhnlich starkes Jahr für den Frankfurter Bürovermietungsmarkt und das Ergebnis unterstreicht die Attraktivität des Standorts. Die in der Pipeline befindlichen Gesuche zeichnen sich durch geringere Flächengrößen aus, was 2026 in einem niedrigerem Flächenumsatz resultieren dürfte.“
 
Die größte Neuvermietung des Jahres war die Komplettanmietung der Projektentwicklung „Central Business Tower“ durch die Commerzbank aus dem 1. Quartal im Frankfurter Bankenviertel mit rund 73.000 m² Mietfläche. Mit einem Anteil von rund 27 Prozent im Gesamtjahr dominiert klar das Bankenviertel als Teilmarkt mit dem höchsten Flächenumsatz, die Statistik. Das Ostend und Westend folgen mit einem Anteil von jeweils rund 12 Prozent. Mit Blick auf die Anzahl der erfassten Deals sticht ein weiterer Teilmarkt hervor: In der Frankfurter City fanden 64 Bürovermietungen statt, das Bankenviertel und Westend folgen darauf mit 58 bzw. 57 Abschlüssen. „Jenseits der Großanmietungen beobachten wir, neben dem bereits beschriebenen ‚Run‘ auf neue, große Flächen in zentralen Lagen, einen Trend zu kleinflächigeren Anmietungen. Es überrascht daher nicht, dass der Großteil der Abschlüsse in den besonders gefragten, gleichzeitig auch hochpreisigen Innenstadtteilmärkten erfolgt ist“, ergänzt Hanjo Theiss.
 
Das 4. Quartal verzeichnete mit 91.400 m² zwar das niedrigste Quartalsvolumen 2025, übertrifft jedoch trotzdem das Vorjahresquartal (Q4 2024: 81.600 m²) um rund 12 Prozent. Das erste, zweite und dritte Quartal hatten allesamt die 100.000 m² – Marke, teilweise deutlich, überschritten. Im Schlussquartal wurde dann allerdings kein Abschluss über 10.000 m² erzielt, zwei Vermietungen mit jeweils 6.000 m² schlugen als größte Deals in der Statistik zu Buche: Zum einen mietete Deloitte neue Flächen im Revitalisierungsprojekt „RAW“ und wird damit innerhalb des Frankfurter Europaviertels umziehen. Darüber hinaus wird Jack Wolfskin seinen Standort von Idstein nach Eschborn in die im 3. Quartal 2025 fertiggestellte Büroimmobilie „Mergenthaler“ verlagern.

Mieten steigen im Jahresvergleich deutlich

Die nachhaltig erzielbare Spitzenmiete lag Ende Dezember 2025 bei monatlich 52,00 Euro/m² und wies keine Veränderung zum Vorquartal auf. Im Jahresvergleich ist sie um 3,00 Euro (+6,1 Prozent) gestiegen.
 
Die flächengewichtete Durchschnittsmiete notiert zum Ende des Jahres bei 33,70 Euro/m² und blieb gegenüber Q3 2025 ebenfalls unverändert. Im Vergleich zu Q4 2024 entspricht der Anstieg der Durchschnittsmiete von 7,60 Euro einem Plus von 29,1 Prozent. „Großflächige Vermietungen in hochwertigen Projektentwicklungen haben den Markt 2025 entscheidend geprägt und auch die Mietpreise spürbar nach oben bewegt”, so Hanjo Theiss.

Leerstandsquote steigt zum Jahresende auf 11,9 Prozent

Der Büroflächenleerstand in Frankfurt lag Ende Dezember 2025 bei rund 1,39 Mio. m². Die Leerstandsquote betrug 11,9 Prozent und lag damit um 1,7 Prozentpunkte höher als im Schlussquartal des Vorjahres. Gegenüber dem 3. Quartal 2025 ist der Wert um 0,4 Prozentpunkte gestiegen.
 
Daraus resultiert im Jahresvergleich ein Anstieg der Leerstandquote bei 13 der 17 Frankfurter Büroteilmärkte, was den Trend des Gesamtmarktes eindeutig auch auf Teilmarktebene widerspiegelt. Teilmärkte, die zur Klassifikation der Neben- und Zweitlagen gehören, tragen mit zusammengerechnet rund 42 Prozent den größten Teil zum Leerstand bei. Dazu zählen beispielsweise Eschborn, Niederrad, Flughafen oder Offenbach-Kaiserlei.

2026 könnte das Umsatzvolumen näher am langfristigen Durchschnitt liegen

Aufgrund von Büroflächengesuchen mit kleinerer Flächengröße in der Pipeline, geht Cushman & Wakefield davon aus, dass der Flächenumsatz in 2026 unter dem Ergebnis aus 2025 liegen wird. Der anhaltende Flight-to-Quality-Trend wird auch in 2026 die Spitzenmiete weiter nach oben treiben.