Colliers: Frankfurter Investmentmarkt auf niedrigstem Niveau seit mehr als zwei Jahrzehnten
Transaktionsvolumen bei rund 518 Millionen Euro / Spitzenrendite für Büroimmobilien unverändert bei 4,95 Prozent / Ausblick: Marktstimmung deutet auf schrittweise Belebung in 2026 hin
Der gewerbliche Investmentmarkt Frankfurt, inklusive Eschborn und Offenbach-Kaiserlei, verzeichnete im Jahr 2025 ein Transaktionsvolumen von rund 518 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von etwa 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt rund 89 Prozent unter dem 15-jährigen Durchschnitt. Im vierten Quartal wurden 187 Millionen Euro umgesetzt.
Peer Nikolai Neiser, Head of Capital Markets Frankfurt bei Colliers, kommentiert: „Das vierte Quartal konnte die am Markt wahrgenommenen Belebungstendenzen nicht bestätigen und markierte einen neuen Tiefpunkt in der historischen Betrachtung. Dies drückte sich auch in der Anzahl der Abschlüsse aus, die signifikant von 46 in 2024 auf 29 abfielen – zehn davon mit einem Volumen von über 20 Millionen Euro. Mit einem Anteil von 71 Prozent am Transaktionsvolumen behaupteten Büroimmobilien erneut ihre marktprägende Rolle. Der Verkauf des SAP-Towers in Eschborn war im vierten Quartal die größte Bürotransaktiuon im Rhein-Main-Gebiet. Diese Transaktion unterstreicht die aktuell hohe Selektivität auf beiden Marktseiten und verdeutlicht den weiterhin punktuellen Charakter des Marktgeschehens, bei dem einzelne Abschlüsse das Gesamtbild prägen, während eine breitere Belebung bislang ausbleibt.“
Stabile Spitzenrenditen bei selektiven Investmentstragien
Die Spitzenrendite für Büroimmobilien bleibt in Frankfurter A-Lagen stabil bei 4,95 Prozent, während sie in B-Lagen bei 5,4 Prozent und in der Peripherie bei 6,1 Prozent liegt. Gleichzeitig prägt eine Zurückhaltung das Investorenverhalten. Die Kombination aus anhaltend hohen Finanzierungskosten und der weiterhin allgemeinen Unsicherheit am Markt führen zu einer verhaltenen Investorennachfrage. Aufgrund der positiven Dynamik am Bürovermietungsmarkt sind Value-Add- und opportunistische Investments im Fokus der Investoren, insbesondere in zentralen Lagen mit zusätzlichen Handlungsspielräumen im Asset Management. Für konservative Cash-on-Cash getriebene Investoren mit langfristig orientierten Businessplänen sind insbesondere qualitativ hochwertige Büroobjekte in zentralen Lagen mit stabilem Cashflow im Fokus.
Fazit und Ausblick
„Das Jahr 2025 verdeutlicht, dass sich der Frankfurter Investmentmarkt weiterhin in einer Konsolidierungsphase befindet, in der insbesondere die Annäherung der Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern den maßgeblichen limitierenden Faktor darstellt. Trotz weiterhin verhaltener gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen bietet die aktuell wahrgenommene Marktstimmung damit einen verhalten optimistischen Ausblick auf das Jahr 2026“, so Neiser abschließend.

