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Baugenehmigungszahlen: Kein Signal für Entwarnung

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen bewertet die aktuellen Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamts mit Vorsicht.

Berlin, 16.01.2026

„Die Zahlen deuten auf eine leichte Erholung hin. Nur zur ganzen Wahrheit gehört: Der Wohnungsbau liegt weit hinter dem zurück, was nötig wäre, um in unserem Land für eine Entlastung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen. Und genehmigt ist eben nicht gebaut. Die Baustarts sind die entscheidende Kennzahl: Erste Analysen zeigen uns, dass die Baustarts noch nicht anziehen. Diese aktuellen Baugenehmigungszahlen sind also kein Signal dafür, sich auf die Schulter zu klopfen und die Hände in den Schoß zu legen, sondern es gilt weiter in die Hände zu spucken, anzupacken und die mittelständischen Unternehmen zu entlasten“, betont BFW-Präsident Dirk Salewski in Berlin.

„Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist enorm, zugleich sind die Bauwerkskosten viel zu hoch. Wir wollen bauen – doch nur mit bezahlbaren, praktikablen Standards kann der Wohnungsbau sein volles Potenzial entfalten und den Wohnungsmarkt entlasten.

Der Gebäudetyp E bietet die Chance, das Blatt zu wenden. Wir müssen jetzt in die Umsetzung kommen. E muss das neue Normal werden! Der BFW hat ein Gutachten erstellt, um einfaches Bauen in Deutschland zum Standard zu machen“, so der BFW-Präsident.