Asset Management

Privatmarktanlagen bleiben wichtige Säule im Bankenvertrieb 2026

Private Banker setzen auch 2026 auf nicht-börsennotierte Investments. Besonders gefragt sind Wohn- und Logistikimmobilien sowie Energie- und Verkehrsinfrastruktur. ELTIFs werden wichtiger.

Berlin, 28.01.2026

Gut zwei Drittel aller Abteilungen für Private Banking und Private Wealth Management in deutschen Banken bieten ihren Anlegern nicht-börsennotierte Investments an. Das zeigt eine Umfrage von Scope Fund Analysis, dem Beratungsunternehmen RUECKERCONSULT und dem Private Banking Magazin. Wichtigstes Anlageziel der Kunden der befragten Institute ist der Erhalt ihres Vermögens. Auf Platz 2 folgt die Diversifikation und erst danach die Rendite.

Die häufigste nicht-börsennotierte Anlageklasse sind Immobilien: 92 Prozent der Banken, die Privatmarktanlagen im Programm haben, bieten diese an. An zweiter Stelle stehen Private-Equity-Investments, die von 84 Prozent der Häuser mit Privatmarktanlagen angeboten werden. Infrastruktur-Investments werden von 68 Prozent der Befragten offeriert, Private-Debt-Anlagen von 64 Prozent.

Beliebteste Anlagestruktur von Assetklasse abhängig

Bei den angebotenen Immobilienanlagen dominieren die Direktanlagen, vor indirekten Anlagen über geschlossene Strukturen und über offene/semiliquide Strukturen. Schwerpunkte über alle Anlageformen hinweg sind Wohnimmobilien in Deutschland, gefolgt von Logistikimmobilien in Europa und Büroimmobilien in Deutschland.

Bei Private Equity stehen indirekte Anlagen über geschlossene Strukturen im Fokus, gefolgt von indirekten Anlagen über offene/semi-liquide Strukturen und ELTIFs.

Bei Infrastrukturinvestments werden indirekte Anlagen über offene/semi-liquide Strukturen bevorzugt angeboten, es folgen indirekte Anlagen über geschlossene Strukturen und ELTIFs. Bei den Anlagebereichen stehen Energie- und Verkehrsnetze, Umwelt- und Wasserinfrastruktur sowie Datenspeicher-Infrastruktur im Vordergrund.

Der Einstieg in Private Debt erfolgt meist mit indirekten Anlagen über offene/semi-liquide Strukturen, gefolgt von indirekten Anlagen über geschlossene Strukturen und ELTIFs.

Unterschiedliche Anforderungen an Mindestrenditen

Die Mehrheit der Befragten fordert bei Immobilieninvestments Mindestrenditen zwischen drei und fünf Prozent. Bei Infrastruktur und Private Debt werden mehrheitlich zwischen fünf und sieben Prozent als Mindestrendite erwartet, bei Private Equity zwischen sieben und zehn Prozent.

Die Umfrage „Zukunft von Sachwertanlagen im Private Banking 2026“ wurde im November und Dezember 2025 von RUECKERCONSULT, Edelstoff Media – Private Banking Magazin – und Scope Fund Analysis in Kooperation mit der Quadoro Investment GmbH und der EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM) durchgeführt. Insgesamt 43 Private-Banking-Einheiten nahmen teil, überwiegend aus Vermögensverwaltungen, Privatbanken und Wealth-Management-Bereichen.