Frankfurter Industrie- und Logistikimmobilienmarkt profitiert von einem gesunden Verhältnis aus Angebot und Nachfrage
- Flächenumsatz stieg 2025 um 26 Prozent auf 485.600 m²
- Markt durch zahlreiche Big-Box-Abschlüsse im mittleren Segment sowie Untervermietungen geprägt
- Historisch geringer Leerstand und dünne Pipeline trieben die Mieten
Der Logistik- und Industrieimmobilienmarkt im Rhein-Main Gebiet rund um Frankfurt hat im Jahr 2025 einen Flächenumsatz von 485.600 m² erzielt. Das entspricht einem Anstieg um 26 Prozent gegenüber 2024 und ist das beste Ergebnis seit 2021. Aufgrund eines Angebotsmangels ging der Anteil des Flächenumsatzes in Neubauten um zwölf Prozentpunkte auf 28 Prozent zurück. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.
„Der Logistik- und Industrieimmobilienmarkt im Rhein-Main Gebiet zeigte sich 2025 insgesamt äußerst robust – vor allem vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftslage und dem begrenzten Flächenangebot“, sagt Marc Snehotta, Head of Business Development Industrial & Logistics und Teamleader Industrial & Logistics Leasing bei CBRE. „Eine historisch niedrige Leerstandsquote und das Fehlen einer signifikanten Projektpipeline trafen auf eine weiterhin stabile Nachfrage.“ So sank der Big-Box-Leerstand im Vergleich zu 2024 um 0,5 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent.
Die Vermietungsaktivitäten waren 2025 vor allem durch das Zusammenspiel aus zahlreichen Big-Box-Abschlüssen im mittleren Segment und Untervermietungen geprägt. Besonders dynamisch entwickelte sich das Größensegment 20.000 bis 50.000 m². Das Segment erreichte einen Flächenumsatz von 168.900 m² und damit 35 Prozent Anteil an den gesamten Vermietungsaktivitäten.
„Zum guten Ergebnis hat auch die große Zahl an Untervermietungen beigetragen“, sagt Oliver Fritz, Director Industrial & Logistics Leasing bei CBRE. „Untervermietungen machten knapp 20 Prozent des gesamten Flächenumsatz und konnten Ver- und Anmietungsprozesse häufig beschleunigen, etwa durch kürzere Vermarktungs- oder Suchzeiten.
Getrieben durch den geringen Leerstand und die Angebotsknappheit bei anhaltender Nachfrage, wurde auch bei den gewichteten Durchschnittsmieten ein neuer Rekordwert erreicht. Im Rhein-Main-Gebiet lag die gewichtete Durchschnittsmiete bei 7,90 Euro pro m² und Monat, ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber 2024. Die Spitzenmiete für Logistikimmobilien stieg im Vorjahresvergleich um sechs Prozent auf 8,70 Euro.
Transport- und Logistikunternehmen stellten 2025 mit einem Anteil von 43 Prozent das aktivste Nachfragesegment. Ihnen folgten Produktionsunternehmen mit einem Anteil von 24 Prozent, ihrerseits gefolgt von Handelsunternehmen (inklusive Onlinehändlern) mit 21 Prozent.
Prognose für das Geschäftsjahr 2026
„Aufgrund der mittelfristigen Knappheit hochwertiger Logistik- und Industrieflächen und der weiterhin starken Attraktivität des Standors Rhein-Main, rechnen wir 2026 mit weiteren Anstiegen bei den Mieten und einem stabilen Flächenumsatz“, so Snehotta. „Eine große Herausforderung ist das Fehlen einer spekulativen Entwicklungspipeline.“
Logistikmarkt Frankfurt/Rhein-Main: Flächenumsatz (Vermietung und Eigennutzung)

