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GREIX-Kaufpreisindex Q4 2025: Preisanstieg lässt nach

Zum Jahresende 2025 flachte der Preisanstieg auf dem deutschen Immobilienmarkt ab. Die Preise für Eigentumswohnungen gingen leicht zurück, für Einfamilienhäuser stiegen sie nur moderat. Gleichzeitig nahm die Zahl der Transaktionen in allen Marktsegmenten weiter zu.

Kiel, 06.02.2026

Das zeigt das jüngste Update des GREIX-Kaufpreisindex, einem Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte und dem Kiel Institut für Weltwirtschaft. Der GREIX-Kaufpreisindex bildet die Preisentwicklung von 24 Städten und Regionen ab. Alle Daten sind unter greix.de frei zugänglich.

„Die Preisentwicklung verliert an Dynamik. Die Wachstumsrate flacht ab, das heißt die Preise steigen weiterhin, jedoch weniger stark“, sagt Jonas Zdrzalek, Projektleiter des GREIX am Kiel Institut für Weltwirtschaft. „Gleichzeitig nimmt die Marktaktivität zwar zu, allerdings in geringerem Tempo.”

Vergleich zum Vorquartal: Eigentumswohnungen sinken im Preis

Im Vergleich zum Vorquartal (Q4 2025 zu Q3 2025) sanken die Preise für Eigentumswohnungen um 0,3 Prozent. Inflationsbereinigt, das heißt gemessen an der aktuellen Kaufkraft, sanken sie um 0,6 Prozent. Bei Einfamilienhäusern stiegen die Preise um 0,8 Prozent (inflationsbereinigt 0,4 Prozent). Mehrfamilienhäuser wurden dagegen mit 4,0 Prozent deutlich teurer gehandelt (inflationsbereinigt 3,7 Prozent). Aufgrund der geringen Anzahl an Verkäufen ist die Aussagekraft in diesem Segment jedoch begrenzt.

Leichter Anstieg der Kaufpreise im Vergleich zum Vorjahresquartal 

Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q4 2025 zu Q4 2024) zeigt sich nur noch ein leichter Anstieg der Kaufpreise. Eigentumswohnungen stiegen um 1,5 Prozent im Preis, Einfamilienhäuser um 1,6 Prozent. Damit lagen die Preise für Eigentumswohnungen zwar das sechste Quartal in Folge über dem jeweiligen Vorjahresniveau, allerdings liegen die Zuwächse für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser unter der allgemeinen Teuerung von ca. 2,2 Prozent – inflationsbereinigt sind die Preise damit in diesen beiden Segmenten leicht gesunken. Mehrfamilienhäuser verzeichneten mit 4,8 Prozent (inflationsbereinigt 2,6 Prozent) ein klares Plus gegenüber dem Vorjahresquartal.

Anzahl der Transaktionen nimmt langsamer zu

Nach dem starken Einbruch im Jahr 2023 nahm die Marktaktivität im Folgejahr 2024 wieder spürbar zu. Diese Entwicklung setzte sich 2025 fort, wenn auch mit geringeren Wachstumsraten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 4,1 Prozent mehr Eigentumswohnungen, 1,9 Prozent mehr Einfamilienhäuser und 8,9 Prozent mehr Mehrfamilienhäuser verkauft.

Quelle: Kiel Institut für Weltwirtschaft

Großstädte: Uneinheitliche Preisentwicklung

„Die regionalen Unterschiede bleiben im vierten Quartal 2025 ausgeprägt“, so Zdrzalek. „Während einige Städte weiter Aufholbewegungen zeigen, treten andere Märkte zum Jahresende auf der Stelle oder verzeichnen Rückgänge.“

In Leipzig stiegen die Preise im Quartalsvergleich kräftig um 2,9 Prozent. Auch in Stuttgart legten sie mit 1,4 Prozent deutlich zu. In Frankfurt am Main erhöhten sich die Preise moderat um 0,6 Prozent. In Berlin gingen die Preise dagegen um 1,5 Prozent zurück. Für Dresden, Hamburg und München liegen für das vierte Quartal 2025 noch keine Daten vor.

Jetzt vollständigen Bericht lesen: GREIX Q4 2025: Anstieg der Preise schwächt sich ab