MONACO Couture: Das Bürohaus MONACO bekommt eine Robe
Das Bürohaus MONACO bekommt eine Robe – kreativ, unique und innovativ. Statt einer Fassade von der Stange wird das Bürohaus im Münchner Werksviertel in eine einzigartige Hülle gekleidet.
In der Welt der High-Fashion folgt auf die Design-Idee des Kreativ-Direktors das Skizzieren der Kollektion, die Auswahl der Stoffe und das Zeichnen der Schnittmuster. Dann erst beginnen die petites mains, die Näherinnen, ihre Arbeit. In bis zu 2000 Arbeitsstunden wird jeder Entwurf Stich für Stich per Hand gefertigt und individuell auf die Kundin angepasst. An manchen Stücken sitzen allein acht Stickerinnen zwei Wochen an ein paar Metern Stoff, um aufwändige Muster für Mäntel, Kleider oder Korsagen zu realisieren. Was in Paris mit Seidenfäden, Edelsteinen oder Pailletten geschaffen wird, sind beim Office-Highlight MONACO im Münchner Werksviertel dreidimensionale Schindeln aus recyceltem Kunststoff. Die Idee dazu hatte das renommierte niederländische Architekturbüro MVRDV. 11.993 einzelne Fliesen in sieben Farben werden an dem Bürogebäude der Rock Capital Group im Werksviertel angebracht. Das Ergebnis: Eine Fassade wie ein Couture-Kleid, einzigartig, unverwechselbar und außergewöhnlich. Wer hier zukünftig arbeitet, sitzt jeden Tag in der Front Row.
Das MONACO wird als erstes Projekt in Deutschland überhaupt mit den Schindeln des niederländischen Unternehmens Pretty Plastic ausgestattet. Mit dieser Materialinnovation werden alte Fensterrahmen, Rohre und weitere PVC-Reststoffe aus Baustellenabfällen nach dem „cradle to cradle“-Prinzip zu einer eindrucksvollen Gebäudehülle, die architektonisch heraussticht. „Die Fassade ist ein Kernelement der Identität des MONACO. Das Gebäude trägt Couture und wird zu einem Objekt, das Designsprache, Handwerk und Zukunft gleichermaßen zelebriert“, sagt Andreas Wißmeier, Geschäftsführer bei der Rock Capital Group. Wie in der Mode trägt die Handschrift des Designs zum Wiedererkennungswert bei. Mehr noch: Man kann die Schindel-Couture als nachhaltigste Form betrachten. Die Fassadenfliesen können bis zu acht Mal wieder und wieder recycelt werden – fast wie eine originale Chanel-Jacke, die von Generation zu Generation wertgeschätzt und getragen wird und nie aus der Mode kommt.

„Auch bei der Farbgestaltung für die Fassade des MONACO haben wir uns bewusst an einer Kombination orientiert, die nicht etwa kurzfristigen Trends unterworfen ist“, ergänzt Udo Peuker, Projektleiter Vermietung bei der Rock Capital Group. Die Basis bildet ein Hellgrau, das an rohes Leinen erinnert, drei Grüntöne geben dem Objekt Komplexität und Eleganz. Akzente aus Bronze, Mauve und Lilac sorgen für Kontrast und optische Tiefe. Das Gesamtbild verändert sich je nach Tageszeit und Lichteinfall ähnlich wie bei einem changierenden Abendkleid, weil jede Schindel durch den Herstellungsprozess unterschiedlich marmoriert ist. Statt den petites mains sind am MONACO Fassadenbauer mit der Applikation betraut. Sie bringen die fast 12.000 dreidimensionalen Fliesen präzise in einer Rautenstruktur an, so dass das Finish an geschliffene Diamanten erinnert. Die Haptik der einzelnen Recycle-Elemente hingegen erinnert an glatte Seidenstoffe.
Andreas Wißmeier ist von der Idee bis zum letzten (Spaten)stich involviert und weiß: „Vor dem Applaus am Ende der Show stehen bei jedem Projekt viele Beschlüsse und manche Volten. Doch die Entscheidung für die Fassade aus den Pretty Plastic-Schindeln war von Anfang an fix. Sie ist der Kern des Projektes MONACO, die DNA des Gebäudes. Das MONACO ist eine Ikone an Nachhaltigkeit, Attraktivität – ein echtes Statement.“ Künftige Mieter können sich ab Mitte 2027 auf ein maßgeschneidertes Gebäude aus dem Atelier der Rock Capital Group freuen. Verglichen mit Wartezeiten auf ein Couture-Kleid oder eine Designer-Handtasche ist das für die Größe und Raffinesse des Projektes ein außerordentliches Tempo.
