Zuschlag für ATP: Transformation und multifunktionale Erweiterung bei den Stadtwerken in Rostock
Die Stadtwerke Rostock entwickeln ihren Standort aufgrund gestiegener Kapazitätsanforderungen und neuer funktionaler Anforderungen weiter und erarbeiteten hierfür eine umfassende Vorplanung zu Flächenorganisation, Arbeitsplatzstruktur und Neuordnung der Kantine. Gegenstand des ausgeschriebenen VgV-Verfahrens war die planerische Weiterentwicklung und Umsetzung dieser Vorplanung – ATP architekten ingenieure, Nürnberg, erhielt den Zuschlag.
Entscheidend war, Funktionen nicht einfach zu stapeln, sondern intelligent zu zonieren: Die lebendige Nutzung der Kantine ergänzt sich mit konzentrierter Büro‑ und Seminarnutzung, ohne sich gegenseitig zu beeinträchtigen. Stefan Fertl, Head of Design, ATP Nürnberg
Multifunktionaler Erweiterungsbau
Herzstück des Projekts ist die rund 420 m² große Kantine im Erdgeschoss. Der neue Speisesaal bietet künftig etwa 215 Sitzplätze und ist durch ein flexibles Trennsystem, integrierte Präsentationstechnik und klar definierte Raumzonen vielseitig nutzbar. Ein zentraler Entwurfsansatz ist zudem die Neuorganisation der inneren Abläufe und der Küchenlogistik.
Aus Bestand wird New-Work-Arbeitswelt
Mit der Verlagerung der Kantine entstehen auf rund 520 m² neue Büro- und Seminarflächen. Die Raumstruktur ist bewusst offen und anpassungsfähig angelegt, sodass unterschiedliche Arbeitsformen – vom konzentrierten Arbeiten bis zum informellen Austausch – unterstützt werden.
Bauen im laufenden Betrieb – präzise koordiniert
Die Realisierung erfolgt bei laufendem Kantinenbetrieb. Temporäre Fassadenöffnungen, sensible Küchenbereiche sowie die konsequente Trennung von Baustellen- und Betriebsflächen erfordern eine präzise Planung. Ein hoher Vorfertigungsgrad und modulare Elemente verkürzen Montagezeiten und minimieren lärmintensive Arbeiten vor Ort. Durch die durchgängig BIM-basierte Planung in einem gemeinsamen, cloudgestützten Modell können darüber hinaus Kollisionen frühzeitig erkannt, Bauzustände simuliert und Schnittstellen präzise koordiniert werden.
