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Der disruptive Wohnungsbau – Lean-Design/Construction als schlanker Baukörper – Wir wollen die Blockade des Wohnungsbaus nicht durch Subventionen lösen

11.06.2026

Umfangreiche Investitionen im hochwertigen und kurzfristigen Wohnungsbau in den Top-sieben-Städten ergeben nur dann eine anhaltende EK-Rendite weit über dem Durchschnitt, wenn einerseits kostengünstig und kurzfristig und andererseits auf günstigem innerstädtischen Baugrund der Kommunen gebaut werden kann.

Die Chance, dieses Konzept zu verwirklichen ist relativ groß, wenn den Kommunen 50% der dringend benötigten Miet-Wohnungen für jedes Einkommen gegen kommunales Bauland angeboten werden kann. Denn die Kommunen können das aus eigener Kraft, also mit eigener Finanzierung und den technisch-technologischen Fähigkeiten ihrer kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, kaum realisieren.

Die anderen 50% der Wohnungen, mit großzügigerer Ausstattung, könnten frei vermietet werden.

Inhaltlich mag die häufige pauschale Aussage erst einmal verständlich sein, dass eine industrielle Produktion wegen der typischen und mit den Bedingungen anderer Branchen nicht vergleichbaren Situation in der Bauwirtschaft nicht möglich sei. Aber bei einfach strukturierten Prozessen, wie das Bauen von Geschosswohnhäusern, ist es durchaus machbar. Voraussetzung ist allerdings eine hoch entwickelte Produkt-, sowie Produktionsplanung und –steuerung, die es erlaubt, das gesamte Spektrum der Entstehungsprozesse zu planen und zu steuern. Das ist wesentlich mehr als BIM und Vorfertigung der Bauteile.

Vorbilder könnten die Prozesse in der sehr effizienten handwerklich prozessorientierten Montage im Automobil- oder Flugzeugbau sein.

Also, Industrie 4.0, bspw. ähnlich der Automobilfertigung, wird mit Industrie 1.0, also die Bauindustrie, so verknüpft, dass eine völlig andere Vorgehensweise im Wohnungsbau entwickelt und als handwerklich prozessorientierte Leichtbau-Plattform-Montagebauweise umgesetzt wird.

Als einen ersten beispielhaften Schritt in diese Richtung, hat Toyota seit 20 Jahren sein Toyota-Produktionssystem (TPS) in seine Hausbaufirma Toyota Housing Corporation impliziert. Jetzt haben die sich mit Panasonic Homes unter dem Dach der Holdinggesellschaft Prime Life Technologies (PLT) zusammen gefunden und agieren im sehr komplexen Hausbau zunehmend weltweit.