Einzelvergaben stoßen an Grenzen – Professionelles Facility Management entlastet die Wohnungswirtschaft
Historisch gewachsene Vergabestrukturen und Einzelbeauftragungen stoßen angesichts des Fachkräftemangels und steigender Anforderungen in der Wohnungswirtschaft zunehmend an Grenzen.
Zusätzlich schränkt der politische Anspruch an sozialverträgliche Mieten den Spielraum für höhere Mieteinnahmen ein. Für die nachhaltige Modernisierung des Wohnungsbestands steht damit weniger Finanzierungsspielraum zur Verfügung. Professionelle Facility Services unterstützen Bestandshalter dabei, das Spannungsfeld aus Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz, bezahlbarem Wohnraum und hoher Mieterzufriedenheit durch gebündelte Leistungen sowie digitale Prozesse auszubalancieren.
Das neue Lünendonk-Themendossier „Facility Services für die Wohnungswirtschaft“ beleuchtet die aktuellen Herausforderungen in der Bestandsbewirtschaftung. Es zeigt, welche Handlungsmöglichkeiten Wohnungsunternehmen haben, um ihre Vergabestrategien weiterzuentwickeln, und welche Rolle Facility-Service-Anbieter dabei übernehmen können. Das Themendossier steht ab sofort kostenfrei unter www.luenendonk.de zum Download bereit.
Kleinteilige Vergaben erschweren die Qualitätssicherung
Für jedes zweite Wohnungsunternehmen zählen der Personalmangel und die dauerhaft hohe Ressourcenauslastung zu den größten Herausforderungen. Dennoch beauftragen 40 Prozent der Bestandshalter ihre Gebäudedienstleistungen überwiegend über Einzelvergaben. Diese kleinteilige Vergabe erschwert die Dienstleistersteuerung und verstärkt die Lücke zwischen Qualitätsanspruch und Leistung. Während die Bestandshalter Zuverlässigkeit, Ausführungsqualität und Mieterorientierung als wichtigste Qualitätskriterien einstufen, sind lediglich jeweils 30 Prozent mit dem erreichten Leistungsniveau ihrer Dienstleister zufrieden. Entsprechend wollen 90 Prozent der Wohnungsunternehmen ihre Immobilienprozesse weiter professionalisieren.
Gebündelte Servicemodelle entlasten die Bestandsbewirtschaftung
Von einem professionellen Facility Management erwarten 60 Prozent der Wohnungsunternehmen eine digitale Prozesssteuerung. Die Hälfte verspricht sich mehr Effizienz sowie Wirtschaftlichkeit, 40 Prozent kürzere Reaktionszeiten. Um diese Anforderungen zu erfüllen, bieten gebündelte Servicemodelle einen strategischen Ansatzpunkt: Professionelle Facility-Service-Anbieter steuern dabei mehrere Gewerke auf einer gemeinsamen digitalen Datenbasis. Das reduziert Schnittstellen, kann Reaktionszeiten verkürzen und den internen administrativen Aufwand reduzieren.
„Wohnungsunternehmen begegnen steigenden Kosten und Klimazielen bislang vor allem mit hohen Investitionen in Neubau und Bestand, lassen aber kurzfristig wirksame Effizienzpotenziale bei den laufenden Betriebskosten häufig ungenutzt“, erklärt Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. „Dabei bietet gerade der Gebäudebetrieb hohes Potenzial: Durch gewerkeübergreifende Vergaben, skalierbare Vertragsmodelle und eine optimierte Anlagensteuerung können Wohnungsunternehmen Prozess- und Energiekosten senken.“
Bezug
Das Lünendonk-Themendossier „Facility Services für die Wohnungswirtschaft“ entstand in fachlicher Zusammenarbeit mit Apleona. Ergänzend führte Lünendonk Hintergrund- und Expertengespräche mit Wohnungsunternehmen. Das Themendossier steht ab sofort kostenfrei unter www.luenendonk.de zum Download bereit.
