Architrave-API: Offen für Austausch

Architrave bloggt
Maurice Grassau - CEO
03.06.2020

Plädoyer für eine Branchenpartnerschaft und offene Standards

Die Digitalisierung der Branche nimmt weiter Fahrt auf. Wer die Entwicklungen im PropTech-Bereich verfolgt, hat in den letzten Wochen eine zunehmende Anzahl von Meldungen über neue Kooperationen und Partnerschaften beobachtet. Meistens sind es zwei Unternehmen, die ihre Lösungen oder Services integrieren oder über eine Schnittstelle (API) miteinander verbinden – die ersten kleinen Schritte in Richtung eines Asset Management Ökosystems. Gute Sache. Aber… lässt sich ein umfassendes Ökosystem wirklich auf „exklusiven“ Partnerschaften aufbauen? Oder handelt es sich vielmehr um erweiterte Insellösungen und damit um Lösungen, von denen sich die Branche eigentlich verabschieden will? Bei Architrave sind wir der Überzeugung, dass Daten fließen müssen. Und zwar uneingeschränkt, damit „herstellerneutral“ – und eben nicht nur zwischen zwei Anwendungen.

Der Mehrwert einer offenen Plattform

Der freie Fluss von Daten eröffnet dem digitalen Immobilienmanagement zahlreiche Chancen. Dokumente und Daten, die auf einer Plattform standardisiert zur Verfügung stehen, bilden die Grundlage für ein umfangreiches und bequemes Serviceangebot. Architrave-Kunden können sich gelassen auf einen „digitalen Spaziergang“ begeben und aus verschiedenen Angeboten die auswählen und aktivieren, die sie wünschen. Das spart auch eine Menge Aufwand im Hinblick auf Ausschreibung, Prüfung, Datenschutz und Rechnungsstellung. Via Architrave und mittels smarter Berechtigungssysteme lassen Sie anderen PropTechs die Daten zukommen, die diese für ihre Use-Cases benötigen. Auf der anderen Seite sparen PropTechs erheblichen Akquiseaufwand und können ihre Services direkt über Architrave anbieten.

Standards für Austausch und Interaktion

Essenzielle Voraussetzung für einen reibungslosen Datenfluss sind Standards. Auf Anbieterseite sind wir mittlerweile alle sensibilisiert und hier leistet der gif e.V. großartige Arbeit. Wir haben uns sehr über die Veröffentlichung der Richtlinie 2.1 gefreut, deren Vorgaben nahtlos in Architrave-Produkten umgesetzt werden. Bei Anwendern im Asset Management gilt es noch hier und da Überzeugungsarbeit zu leisten. Noch immer hängt das Herz an bestehenden Systemen bzw. besteht der Wunsch nach individuellen Lösungen, damit langjährige Strukturen und Prozesse weitergeführt werden können. In manchen Beratungsgesprächen sehen wir uns mit einem paradoxen Tenor konfrontiert:

„Ich finde Standards wichtig, aber könnten sie nicht an der einen oder anderen Stelle auf meine Bedürfnisse hin individualisiert werden?“

Dieses Mindset erschwert den Weg zu branchenweiten Standards. Hier gilt es, weiter intensiv für die Umsetzung zu überzeugen und zu werben. Wenn leichte Abweichung vom Standard gewünscht werden, ist es halt kein Standard mehr.

Schnittstellen: Das Herzstück einer Ökosystem-Infrastruktur



Neben Standards sind es intelligente Schnittstellen, die den Schlüssel zum Datenaustausch darstellen. Sogenannte APIs (Application Programming Interfaces) bilden hierfür die technologische Grundlage. Diese Schnittstellen definieren, wie individuellen Systeme und Komponenten innerhalb eines Ökosystems miteinander kommunizieren und interagieren können.

Hierbei legen die APIs fest, wie und in welcher Form Daten ausgetauscht und von anderen Systemen konsumiert werden können. Was die gif-Richtlinie für die Dokumentenklassen in unserer Branche festlegt, versuchen APIs für den Austausch von Daten und Dokumenten: einen einheitlichen Weg zu schaffen.

In unserer Software-Architektur haben APIs von Beginn an eine wichtige Rolle gespielt und stellen einen integralen Bestandteil dar. „Since 2013“ ist also mehr als nur ein Marketing-Slogan.

Auch bei unseren Weiter- und Neuentwicklungen setzen wir mit einem “API First Approach” auf offene und einfach integrierbare Produkte und Lösungen, welche einen Austausch von Daten nicht nur fördern, sondern als Grundlage sehen.

Bei der Entwicklung unserer aktuellen API als auch aller zukünftigen Schnittstellen bedienen wir uns an de-facto Standards im IT-Bereich, wie REST und zukünftig auch GraphQL, um nicht nur den Datenaustausch so effizient wie möglich zu halten, sondern auch den Anbindungsaufwand und das Nutzen unserer Services via API so einfach wie möglich zu gestalten.

Volle Transparenz

Zur Bereitstellung und erfolgreicher Einbindung einer API gehört eine detaillierte technische Dokumentation, die Kunden und Entwicklern sämtliche Funktionen und notwendige Parameter zur Verfügung stellt.

Auch in dieser Hinsicht setzt Architrave auf volle Transparenz mit dem Ziel, einen offenen und branchenübergreifenden Standard für den Datenaustausch zu schaffen. Denn nur wenn APIs und deren Daten allgemein zugänglich sind, können alle davon profitieren.

Die Dokumentation unserer API ist auf Github öffentlich verfügbar.

Unsere API und die dazugehörige Dokumentation werden kontinuierlich weiterentwickelt, um beispielsweise neue Standards oder technologische Entwicklungen umgehend zu integrieren.