Berufseinstieg in die Branche: Erwartung trifft Realität

29.02.2024

Wie passen der Fachkräftemangel und Einstellungsstopp zusammen? Diese Frage stellen sich aktuell viele Absolventen immobilienwirtschaftlicher Studiengänge und junge Berufseinsteiger. Mit einer Umfrage beleuchtet der Förderverein der Deutschen Immobilienwirtschaft e. V., der Institution hinter dem MAT-Award sowie -Netzwerk wie die sogenannte NetxGen arbeiten möchte. Die Organisation befragt die NextGen der Branche dazu, welche Erwartung sie an die Arbeitgeber und den Job haben. An der Umfrage können Interessierte der NextGen noch bis zum 10. März 2024 teilnehmen. Über die Ergebnisse werden wir berichten. Schon jetzt haben wir Netzwerker aus der Immobilienwirtschaft befragt, wie  Absolventen und Berufseinsteiger die Lage am Arbeitsmarkt wahrnehmen.

Geduld ist gefragt

Die Nachwuchskräfte nehmen den Arbeitsmarkt derzeit einheitlich wahr. Egal ob Victor Philippi, Vorstand bei Future of Real Estate (FORE), Moritz Schmid Vorstand von Students Meet Real Estate e.V. (SMRE) oder Frederik Walbaum, Chairman des MAT-Netzwerks die Lage beurteilen, die jungen Branchenkenner sind sich einig: Die aktuelle Lage erfordert Langmut.
Ausdauer bis zum gewünschten Job, wie Victor Philippi berichtet: “Es fällt auf, dass viele Unternehmen Einstellungsstopps verhängt haben, was zu einer spürbaren Herausforderung für Jobsuchende führt. Jetzt ist Geduld und Flexibilität gefordert, wenn man sich erfolgreich in diesem anspruchsvollen Umfeld positionieren will.”

Sicherlich ist das eine Folge davon, dass viele Projektentwickler, Makler oder Investmenthäuser derzeit deutlich weniger zu tun haben. Sie fragen viel weniger Personal nach, als noch vor der Zinswende. Zudem werden Vakanzen vornehmen aus den eigenen Reihen besetzt. So vermeiden die Arbeitgeber zwar Entlassungen, doch für Berufseinsteiger bleibt die Tür verschlossen.
Ähnliche Beobachtungen schildert Frederik Walbaum, Chairman des MAT-Netzwerks. “Der Traumjob beim Wunscharbeitgeber ist nicht mehr ohne Weiteres verfügbar. Da müssen sich Studenten aktuell Gedanken machen, wie und wann der Berufseinstieg gelingt”, erläutert Walbaum seine Erfahrungen im Netzwerk. Zahllose Studenten sind in einer Zeit ins Studium gestartet, in der es nur höher, schneller, weiter gab. Das hat sich überholt.

Studenten prüfen Alternativen zum Berufseinstieg

Die Stimmung ist etwas aktuell betrübt, weiß Moritz Schmid zu berichten. In der Initiative SMRE e.V., an der TH Aschaffenburg, lernen Studierende schon vor dem Studienabschluss viele Unternehmen kennen und knüpfen Kontakte zu möglichen Arbeitgebern.
“Viele Studierende betrachten das Jahr 2024 als besonders herausfordernd für einen Jobeinstieg und versuchen den Berufseinstieg teilweise hinauszuzögern, in dem sie sich anderen sinnvollen Aufgaben widmen. Entweder wird die Zeit dafür genutzt, ein zusätzliches Auslandssemester zu absolvieren oder sich mit einem Masterstudium weiterzubilden.”, sagt Moritz Schmid von SMRE. Oftmals werde überlegt, einen Masterstudiengang in einem anderen Bereich zu beginnen, ehedem man sich jetzt auf einen Job bewirbt. So stehen beispielsweise BWL oder Finanzwirtschaft hoch im Kurs.

Nach Verlust des Jobs: Young Professionals steigen oft erfolgreich um

In den zurückliegenden Monaten waren auch Berufseinsteiger vom Arbeitsplatzabbau betroffen. Das drückt auf die Stimmung der Young Professionals. Ebenso verunsichert es junge Talente. Wie aus anderen Young Professional Netzwerken zu hören ist, wurden in den zurückliegenden Monaten durchaus Berufseinsteiger entlassen, doch sei es den allermeisten gelungen sehr schnell wieder eine Anstellung zu finden. Viele würden die Gelegenheit nutzen, um nachzujustieren und dann einen neuen Job anzutreten, der erfüllender ist und in dem sie angemessen gefordert sind.

Gerade jetzt – und da sind sich Victor Philippi, Moritz Schmid und Frederik Walbaum einig – sind Nachwuchstalente gefordert, flexibel, ausdauernd und gut vernetzt zu sein. Was die Gespräche mit den Young Professionals gezeigt haben, ist eindeutig. Eine gut ausgebildete NextGen ist bereit für einen Job in der Immobilienwirtschaft. In den ersten Job starten sie mit konkreten Vorstellungen auf die sich Arbeitgeber gut einstellen können. Mehr dazu erhebt der Förderverein der Deutschen Immobilienwirtschaft e. V. in der MAT-Umfrage! Die Abstimmung läuft noch bis zum 10. März 2024.

Welche Erfahrungen haben Sie als NextGen gesammelt? Teilen Sie Ihre Eindrücke in der MAT-Umfrage!