Lean Construction Management – schlank durch den Bauprozess

PlanRadar - Gemeinsam Großes bauen
Rudi Pistora - Sales Lead DACH
30.11.2020

Schätzungen zufolge werden 50 bis 70 Prozent der Einzeltätigkeiten am Bau nicht zeitgerecht fertiggestellt. Dem soll die Projektsteuerungsmethode des Lean Construction Management entgegenwirken, die im mitteleuropäischen Bau- und Immobiliensektor zunehmend Fuß fasst. Die Vorteile des LCM verhelfen Bauprojekten in der Praxis zu wesentlichen Zeiteinsparungen bei gleichzeitiger Sicherstellung der Bauqualität.

Alles genau getaktet

Das Lean Construction Management ist eine Planungsmethode, die alle Arbeitsschritte zur Fertigstellung eines Projekts genau plant und zeitlich taktet. Damit ist gemeint, dass genau festgelegt ist, welches der am Bauvorhaben beteiligten Gewerke wann und welche Leistung zu erbringen hat. Beginnen beispielsweise die Maurer mit Stemmarbeiten, folgen die Elektriker mit der Verlegung der Elektroinstallationen, danach die Trockenbauer mit dem Schließen der Wände, usw. Dabei ist genau geplant, wie lange jedes Gewerk für die Ausführung seiner Leistungen benötigt. Dadurch werden Überschneidungen und Stillstand vermieden.

Darüber hinaus sinkt die Notwendigkeit von Nacharbeit oder Fehlerausbesserungen. Ein zentraler Punkt dabei ist die Planungssicherheit für die Subunternehmer, durch eine kontinuierliche Personalauslastung ohne Spitzen oder Leerstandzeiten. Somit profitieren vom Lean Construction Management verschiedene Projektbeteiligte.

Vom Großen ins Kleine planen

Es bestehen einige Unterschiede zwischen dem Lean Construction Management herkömmlichen Planungsmethoden. Zunächst wird auf Basis einer Gesamtprozessanalyse der Zeitplan rund um das gesamte Bauvorhaben entworfen und die wesentlichen Meilensteine – wie Beginn der Erdarbeiten, Fertigstellung des Rohbaus, Einbau der technischen Gebäudeausrüstung, etc. – in Projektphasen unterteilt. Anschließend erstellen die beteiligten Unternehmen und Gewerke nach dem sogenannten Last Planner System Pläne mit unterschiedlichen Detailgraden. Je näher es an die eigentliche Ausführung geht, umso detaillierter gestaltet sich die Planungsarbeit.

Elementar ist dabei die rechtzeitige Einbindung aller beteiligten Projektpartner wie Subunternehmer und Gewerke. Denn der beste Terminplatz nützt nichts, wenn ihn niemand beachtet.

Bauqualität ist das A und O

Für das Bauwesen ist darüber hinaus wichtig, dass das Lean Construction Management nicht alleine in die Zeitersparnis oder die Prozessoptimierung im Sinn hat. Ein weiterer Aspekt ist auch die Qualitätssicherung. Dazu werden regelmäßig Qualitätskontrollen vor Ort durchgeführt um Mängel und andere Sachverhalte zu erfassen. Damit das funktioniert, ist ein effizientes Mängelmanagement unabdingbar. So lassen sich Lösungen erarbeiten und es wird sichergestellt, dass Fehler im weiteren Verlauf vermieden werden, so dass es im Zeitplan zu keinen Verzögerungen kommt.

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