Projektentwickler und Risikomanagement: Oft fehlt die strategische Implementierung

Reasult bloggt
Dirk Schumacher - Head of DACH
21.06.2019

Reasult hat eine Umfrage zu Risiken im Projektmanagement durchgeführt. Wir wollten wissen, ob und wie Projektentwickler ihre Risiken managen, wo die größten Unsicherheiten auftreten und wie sie damit umgehen. Die Ergebnisse stehen jetzt fest.

Der Erfolg jedes noch so fundiert geplanten Projekts kann durch Bauverzögerungen, Ausführungsmängel, Schäden am Objekt oder Umwelteinflüsse massiv gefährdet werden. Ein strategisches Risikomanagement hilft, diese Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen. Rechtzeitiges Reagieren spart Kosten und steigert die Rendite. Darin sind sich die von uns befragten Immobilienprojektentwickler einig.

Dennoch scheint die Implementierung eines Risikomanagements als strategisches Instrument zur Unternehmenssteuerung nur selten stattzufinden. Im Bedarfsfall kommen Ad-hoc Risikomonitorings zum Einsatz, Risikochecklisten, Szenarienanalysen oder Forecasting-Analysen des Cash-Flows.57 Prozent der von uns befragten Unternehmen verwenden noch immer lediglich Microsoft Excel als Datensammelstelle und Kalkulationsgrundlage, 43 Prozent überhaupt keine digitale Unterstützung. Bei etwa der Hälfte der befragten Unternehmen ist immerhin die Geschäftsführung für das Risikomanagement der Projekte verantwortlich – ansonsten der Projektentwickler selbst.

Projektentwickler haben die Notwendigkeit eines Risikomanagements erkannt, oft scheint es jedoch an der praktischen Umsetzung zu hapern. Dabei hat die Komplexität von Bauvorhaben in den vergangenen Jahren immens zugenommen. Damit einher geht auch ein erhöhter Koordinationsaufwand, ein höherer Zeit- und Kostendruck. Digitale Planung und entsprechendes Reporting machen die Projektentwicklung effizienter – ohne Wenn und Aber.