PropTech Trends 2020: Nachhaltigkeit ist die neue Qualität

Hier bloggt ROOMHERO - der Immobilienprofi unter den Inneneinrichtern
Norbert Apostel - Gründer & CMO
03.11.2019

Am 7. November 2019 richtet die PropTech Vienna schon zum dritten Mal den Blick auf die Welt der Immobilienwirtschaft von morgen und übermorgen. Auch dieses Jahr wieder ein bedeutendes Thema: Nachhaltigkeit. Doch gerade für Start-ups oder junge PropTechs stellt sich hier oft ein großes Problem. Nachhaltigkeit als weiteres Unternehmensziel neben Innovationen und Qualität muss sich ein Unternehmen erst einmal leisten können. Oder geht es auch anders?

Einfach umdenken

Die Immobilienwirtschaft zählte bisher nicht zu den Vorreitern in Sachen Nachhaltigkeit. Aber die Branche erwacht langsam. Investoren, Käufer und Mieter achten verstärkt auf die ökologischen Aspekte von Wohn- und Gewerbeobjekten und spezifischen Dienstleistungen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Nachhaltigkeit einen zukünftigen Erfolgs- und Wertfaktor bildet. Um diesen optimal zu erschließen, muss sie aber nicht nur proklamiert, sondern gelebt werden und in Unternehmenskultur und -ziele einfließen.

Die junge PropTech-Szene befindet sich dabei sogar im Vorteil gegenüber den Großen der Branche. Denn sie kann ihre eher kleinen, agilen Teams viel einfacher und schneller umsteuern, als Konzerne ihre seit vielen Jahrzehnten etablierten Geschäftsmodelle anpassen können. Für dieses Umdenken braucht es keine großen finanziellen Mittel. Nachhaltigkeit muss nicht immer als revolutionärer Wurf gedacht werden. Im Tagesgeschäft – bei den kleinen Schritten und Veränderungen – wartet ein ebenso großes Potenzial, mit denen PropTechs das Immobiliengeschäft effizienter, einfacher und am Ende auch nachhaltiger machen können. Ein Beispiel:

Speziell bei Mietobjekten steigt gewerblich wie privat seit Jahren kontinuierlich die Nachfrage nach möblierten Immobilien. Weite Teile der modernen Gesellschaft wechseln immer häufiger ihren Arbeitsplatz und Wohnort. Ökonomisch ergibt es keinen Sinn, dabei mit einer kompletten Büro- oder Wohnungseinrichtung umherzuziehen. Stattdessen richtet sich der Blick auf fertige Objekte mit allen Annehmlichkeiten, in denen nur noch die Koffer ausgepackt werden müssen.

Nachgefragt: möbliertes Wohnen

Investoren und Vermieter kennen diesen Trend schon lange und haben viele ihrer Immobilien dafür bereits eingerichtet. Damit sind natürlich einige Investitionen verbunden und so verwundert es kaum, dass diese Objekte schließlich zu höheren Preisen gehandelt werden als die normalen, zudem oft dürftig oder gar nicht renovierten Pendants. Trotzdem stehen möblierte Wohnungsangebote immer wieder in der Kritik. Was diese Kritik jedoch vollkommen ignoriert: Es handelt sich hier nicht um aus dem normalen Immobilienmarkt wegen Knappheit verschobene Nachfrage, sondern um eine echte, bedarfsorientierte Nachfrage.

Das Angebot kann mit dieser speziellen Nachfrage sogar längst nicht mehr Schritt halten. Für Eigentümer ergibt das einen sehr guten Grund, in den Markt für fertig eingerichtete Gewerbe- oder Wohnobjekte einzusteigen. Viele zögern jedoch ob des enormen Aufwands, der damit bei einer klassischen Herangehensweise verbunden ist. Allerdings geht es auch viel einfacher – dank einer digital optimierten Prozesskette.

In Sachen Digitalisierung stehen überwiegend visionäre Konzepte im Mittelpunkt. Die Magie der Micro-Actions wird viel zu oft vernachlässigt. Beispiel möbliertes Wohnen: Eigentümer auf der Suche nach geschmackvollen, universell ansprechenden Einrichtungskonzepten brauchten bisher einen Innenarchitekten, der für sie die stilsichere Planung übernahm. Anschließend mussten sich die Eigentümer dann aber selbst um Bestellung, Anlieferung und Montage der Möbel kümmern. Außerdem mussten sie weitere Handwerker – zum Beispiel für die Elektroinstallation – bemühen und koordinieren. Für den letzten wohnlichen Schliff war dann auch noch ein Anruf beim Dekorateur fällig. Am Ende sprachen sie mit jeder Menge Gewerken, hatten eine Vielzahl an Kostenvoranschlägen und mussten einen langwierigen, stressigen Einrichtungsprozess erleben. Außerdem: Kaum eine Absprache oder Abnahme funktionierte ohne persönlichen Termin vor Ort, was weiteren Zeitaufwand mit langen An- und Abfahrten bedeutete.

Kleine Verbesserungen, große Wirkung

Stellt man diesen Prozess zurück auf Anfang und lässt ihn digital über eine einzige Schnittstelle laufen, zeigen sich schnell die enormen Verbesserungen, die schon einfache Abläufe einhauchen können. Bestandshalter und Projektentwickler geben die Aufgabe und die Umsetzung der Möblierung einfach ab – an einen Einrichtungspartner, der die Komplexität dieser Prozesse versteht und sie mit modernen Mitteln einfach und effizient gestalten kann.

Dieser Partner hat nicht nur das richtige Händchen für ein perfektes Interieur, sondern gleichzeitig das Know-how für die richtige Einrichtungs- oder Möbelwahl. Denn auch hier greift ein Aspekt der Nachhaltigkeit: Bei Möbeln kommt es auf mehr als „Chic“ an. Schließlich sollen sie auch die nötige Robustheit für einen langen Gebrauch durch wechselnde, nicht immer besonnen handelnde Mieter mitbringen. Für eine solche Einrichtung gibt es das Kriterium der Objekttauglichkeit. Die Unterschiede zum normalen Möbelstück sind klein, fein, aber entscheidend: Denn nur objekttaugliche Möbel lassen sich über lange Jahre vermieten, während eine gewöhnliche Einrichtung aus dem Möbelhaus um die Ecke in dieser Zeit mehrmals erneuert werden muss. In einer Gesellschaft, die lieber wegwirft, als zu erneuern, ist es umso wichtiger, auf Qualität zu achten. So müssen die Möbel seltener ausgetauscht werden, es lassen sich Transportwege und CO2 durch eine erneute Fertigung einsparen.

Darin drückt sich auch die Qualität von Mietangeboten inklusive Möblierung aus. Sie beinhaltet ganz automatisch mehr Nachhaltigkeit. Planung, Durchführung und Kommunikation sind weitmöglichst digitalisiert. So entfallen häufige Besuche vor Ort und die Fahrtwege lassen sich einsparen. Das oft noch übliche Fax gehört der Vergangenheit an und wird von einem papierlosen Büro abgelöst. Anstatt mehrere verschiedene Dienstleister zu beauftragen, bietet ein Ansprechpartner alle Gewerke aus einer Hand. Auch das spart Transportwege und umständliche Kommunikation, denn nur ein Team übernimmt sowohl Lieferung als auch Montage, Elektroinstallation und Dekoration vor Ort.

Nachhaltigkeit wird hier immanent, kein Nice-to-have-Extra, sondern fester Bestandteil einer neuen Qualität – ermöglicht durch digitale Unterstützung und ein innovatives Modell dahinter. So sieht die Qualität von morgen aus: ganzheitlich, Anspruch und Haltung statt Versprechen, einfach, besser. Das ist die Qualität von ROOMHERO. Das ist es, was wir machen. Darüber sprechen wir demnächst auch bei der PropTech Vienna. Eine gute Gelegenheit: Vereinbaren Sie gleich einen Termin mit uns!