Smart Cities

PlanRadar - Gemeinsam Großes bauen
Sander van de Rijdt - Geschäftsführer, Co-Founder
21.06.2019

Global nimmt die Urbanisierung an Tempo zu. Städte werden voller, schneller und stressiger. Mehr als die Hälfte der globalen Bevölkerung lebt bereits in Städten – eine Tatsache, die den Bau dichter neuer Städte und Stadtteile stark antreibt. Studien zeigen, dass die Verstädterung, verbunden mit dem Gesamtwachstum der Weltbevölkerung bis 2050 dazu beitragen wird, dass 2.5 Milliarden Menschen in städtischen Gebieten angesiedelt werden. Diese Entwicklung steigert die weltweite Umweltbelastung und macht qualitativ hochwertigen Lebensraum rar.

Was sind daher die Anforderungen einer „smarten“ Stadt? Eine Stadt ist „smart“, wenn ihre traditionellen Einrichtungen und Dienste, zu Gunsten ihrer Bewohner, durch die Verwendung digitaler Technologien effizienter gestaltet wurde. „Smart“ sind intelligent gestaltete, städtische Verkehrsnetze, eine digital interaktive Stadtverwaltung, optimierte Wasser- und Abfallentsorgung sowie eine effizientere Betreibung von Gebäuden.

Die heutigen planerischen Ansätze bevorzugen kleinere Lebensräume. In vielen Metropolen ist Raum für die meisten Stadtbewohner zum Luxus geworden. Weltweit befassen sich Ingenieure, Stadtplaner und Visionäre mit der Thematik, wie man die Lebensqualität für alle Stadtbewohner erhalten und verbessern kann, sodass Energieressourcen geschont werden und die Städte bewohnbar bleiben können.

Die Lösung wird um das Thema Digitalisierung nicht vorbeikommen. Laut einer McKinsey Studie ist in Nordamerika New York City führend in der Digitalisierung, in Asien ist es Singapur. In Europa Stockholm, in Lateinamerika Sao Paulo, und im mittleren Osten Abu Dhabi.

Ein Beispiel dieser globalen Bemühungen ist die spanische Großstadt Barcelona (1.6 Millionen Einwohner). Dort wurden ca. 500 km Glasfaserkabel verlegt – um Sensoren, die die Parkplatzausnutzung innerhalb der Stadt aufzeichnen und Parktarife in Echtzeit anpassen, mit Informationen zu speisen. Sensoren gibt es auch in den Parks von Barcelona. Diese schalten die Sprinkleranlagen bei Regen aus. Straßenlaternen wurden mit Bewegungsmeldern versehen, um den Energieverbrauch bei Bedarf senken zu können. Mülltonnen wurden auch mit Sensoren ausgestattet, die der Müllabfuhr melden, wann die Tonnen geleert werden sollten.

Das erwünschte Resultat dieser Anstrengungen soll zu effizienteren, nachhaltigeren und angenehmeren Städten führen. Solange die Urbanisierung in ungebremsten Tempo voranschreitet, wird die Entwicklung hin zu Smart Cities anhalten.

Erfahren Sie im vollständigen Artikel über das Programm Digitalstadt Darmstadt und den Digitalisierungsgrad Deutschlands im Vergleich zu anderen Ländern.