• Quelle: BuildingMinds

Warum die Digitalisierung des Schornsteins Priorität haben sollte

TRANSFORMING THE BUSINESS OF BUILDINGS - Der BLOG von BuildingMinds
Duncan Binger - Chief Technology Officer, Managing Director
20.12.2019

Wir bei BuildingMinds haben uns dieser weihnachtlichen Tage mit einem Projekt für ein besonders traditionsreiches Unternehmen befasst, das seit etlichen Jahrzehnten auf der ganzen Welt in Dutzenden von Ländern tätig ist. Die Fragestellung, die uns schlaflose Nächte bereitet hat:

Wie schafft es eigentlich der Weihnachtsmann im immer schärferen Wettbewerb zu bestehen? Was kann er gegen charmante Konkurrentinnen wie Alexa oder Siri in das festliche Feld führen, um weiter zu Weihnachten Kinderaugen auf der ganzen Welt strahlen zu lassen?

Wir haben also das Projekt “Weihnachtsmann 4.0 - Maximierung der Auslieferungseffizienz und -effektivität für die Weihnachtsmann-NGO” gestartet. Im Kern geht es um die mangelhafte Informationslage um die vielen Millionen, zum Teil sehr alten Bestandsgebäude. Valide Daten zu Kamin-Bestand, Vermassung, Kamin-Wartungszustand, alternativen Zugangsmöglichkeiten, Smart Building und IoT Capabilities sind nur teilweise oder meistens gar nicht vorhanden.

Geschätzte 100 Millionen Haushalte beliefert der Weihnachtmann Jahr für Jahr am 24. und 25. Dezember. Die erste Hilfestellung, die wir ihm zugutekommen lassen, ist daher eine Übersicht des bislang kaum zu überblickenden Portfolios auf Basis einer integrierten Cloud-Plattform. Zwar ist die anfängliche Integration aller relevanten Daten aufwendig – der Nutzen aber kann beträchtlich sein, wenn dadurch zum ersten Mal eine umfassende und aktuelle Informationslage und -vernetzung vorliegt.

Auf die Portfolioerfassung und anschließende Routenplanung folgt die konkrete Auslieferung. Die Tradition, der wir uns in diesem Fall gerne beugen, will es so, dass der Weihnachtsmann Einlass durch den Kamin findet: Keine leichte Übung, wenn man etwas kräftiger gebaut ist. Dementsprechend wäre es doch eine geniale Sache, wenn der Weihnachtsmann vorab wüsste, welche Durchmesser die Schornsteine jedes Objekts haben. Eine leichte Übung, wenn die Daten erst einmal erhoben und integriert sind, denn anhand des digitalen Gebäudezwillings lässt sich die Passung dann leicht überprüfen. Und das noch bevor jemand stecken bleibt.

Auch gerade stattfindende Wartungsarbeiten oder Beschädigungen kann der Weihnachtsmann in Echtzeit erkennen – IoT-Technologie sei Dank. Sollte der Zugang via Schornstein einmal überhaupt nicht möglich sein, so lassen sich rasch Alternativen identifizieren: Geöffnete Fenster oder auch reguläre Zugangssysteme, auf die die Weihnachtsmann-4.0-Plattform mit seinen offenen Schnittstellen zugreifen kann.

Ob wir an den Weihnachtsmann glauben oder nicht sei dahin gestellt, eines aber steht fest: Erfolgreiches, modernes Portfoliomanagement kann auch für den Weihnachtsmann nur mithilfe der Zusammenführung von physischen und digitalen Assets auf eine neue Stufe gehoben werden und es lässt sich erahnen, wohin uns die digitale Transformation führen kann. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen frohe Feiertage!

Wen weiterführende Lektüre zum Themenkomplex „Weihnachtsmann 4.0“ interessiert, dem seien folgende Links empfohlen:

http://www.mathe.tu-freiberg.de/inst/theomath/Weihnachten/WeihPhy.html -

https://www.inform-software.de/blog/post/der-weihnachtsmann-ein-superheld-der-logistik -

https://www.springerprofessional.de/business-intelligence/industrie-4-0/der-weihnachtsmann-nutzt-das-internet-der-dinge/11944410