• Quelle: SleevesUp!
Quelle: SleevesUp!

Warum wir in der neuen Arbeitswelt nicht mehr (nur) im Büro arbeiten – die Rolle von dritten Arbeitsorten

Koniis Blick auf die digitale Entwicklung
Sebastian Schmidt - CEO und Gründer von SleevesUp! Spaces
31.03.2022

Zum Ende der Home Office Pflicht finden sich viele Unternehmen plötzlich an einem Scheideweg wieder: Müssen Mitarbeiter in das Büro zurückkehren oder haben Unternehmen und Führungskräfte in den letzten zwei Jahren Pandemie dazugelernt? Die vergangene Krise hat deutlich gezeigt, dass Arbeitnehmer ihre Aufgaben von überall ausüben können und neue Anforderungen für eine bessere Work-Life-Balance stellen. Mit diesen neuen Erkenntnissen wandelt sich auch unsere Arbeitswelt – und wird zu einer hybriden Arbeitskultur.

Unzufriedene Mitarbeiter – warum das Home Office nicht ausreicht

Auch wenn die Vorteile des Home Office Modells nicht von der Hand zu weisen sind – das eigene Zuhause wird plötzlich Teil der Arbeit und ist somit nicht mehr der persönliche Rückzugsort. Das hat deutliche Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. In neuen Studien zur Heimarbeit kristallisiert sich besonders die mangelnde Kommunikation mit Teamkollegen sowie die unzureichende Trennung von Arbeit und Privatleben heraus.

Das Home Office als zweiter Arbeitsort neben dem Büro reicht somit in einem erfolgreichen hybriden Arbeitsplatzmodell nicht aus. Schaut man sich die gesetzlichen Anforderungen von professionellen Büroarbeitsplätzen genauer an, wird schnell klar, dass diese oftmals nicht erfüllt werden. Für den Arbeitgeber bedeutet das einen erheblichen Kostenaufwand: Das fängt schon bei der passenden ergonomischen Ausstattung an und endet bei schnellem Internet und guter Hardware. Dazu kommen Probleme bei der Umsetzung des Versicherungsschutzes oder der Einhaltung der DSVGO.

Und jetzt? Kommando zurück und doch wieder zur 5-Tage-Präsenzpflicht im Büro?

 

Eine hybride Arbeitswelt braucht dritte Orte

Es ist an Unternehmen, bereits jetzt nachhaltige Arbeitsplatzlösungen für Mitarbeiter und zukünftige Talente zu schaffen. Hierbei sollte das Home Office jedoch eine eher untergeordnete Rolle spielen. Vielmehr umfasst eine erfolgreiche Arbeitsplatzstrategie neben dem Büro und dem Home Office auch sogenannte dritte Orte (englisch: Third Places). Diese können beispielsweise Coworking Spaces in Wohnortnähe von Mitarbeitern sein.

Des Weiteren leisten Unternehmen mit diesem Arbeitsmodell einen wichtigen Beitrag zu lokalen Ökosystemen und ESG Anforderungen. Mit der Nutzung von „Third Places Netzwerken“ werden rurale Gebiete darüber hinaus lebendiger, der Flächenleerstand wird reduziert und letztendlich steigt auch die Attraktivität ländlicher Regionen.

 

Die Vorteile von Coworking Spaces als dritter Arbeitsort

Das Home Office bietet wie oben erwähnt nur eine unzureichende Alternative, was Kommunikation, Innovation, Kreativität oder Arbeitssicherheit betrifft. Durch die Erweiterung der hybriden Arbeitsplatzstrategie um einen dritten Ort schaffen Unternehmen Mehrwerte auf verschiedenen Ebenen. Mit einem Coworking Space in Wohnortnähe müssen Mitarbeiter nicht mehr täglich zu ihrem Arbeitsplatz pendeln.

In der Wahl von zukünftigen Arbeitsorten bieten Coworking Spaces genügend Raum für sozialen Austausch und fokussiertes Arbeiten, in dem diese die Vorteile der Heim- und Büroarbeit miteinander vereinen. Gleichzeitig werden die Nachteile wie beispielsweise Isolation und Ablenkung im Home Office leicht ausradiert. „Remote Work“ wird somit für alle Mitarbeiter zu einer echten Option, wenn die Arbeit von zuhause aus diversen Gründen nicht möglich ist.

 

Mit dritten Orten Voraussetzungen für neues Arbeiten schaffen

Somit sind dritte Orte wie Coworking Spaces ein wichtiger Baustein in einer erfolgreichen hybriden Arbeitsplatzstrategie– mit einem zusätzlichen Mehrwert sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Unternehmen schaffen mit dritten Orten in ihrer hybriden Arbeitsstrategie eine solide Grundlage für die Gleichbehandlung und Inklusion aller Mitarbeiter. Gleichzeitig reduziert das Modell Kosten und setzt wertvolle Ressourcen frei, da beispielsweise die Pflichterfüllung bei der Telearbeit wegfällt und teure Büroflächen in der Innenstadt reduziert werden können. Gleichzeitig sparen Mitarbeiter wertvollen Wohnraum und leisten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit mit einer geringeren Pendelstrecke.

Jetzt müssen Voraussetzungen und klare Regeln für die Nutzung der dritten Orte definiert werden. Bei der Umsetzung sollten Teams mit einbezogen werden, um wichtige Fragen im Vorfeld zu klären: Welcher Ausstattungsstandard der dritten Orte ist gewünscht? Wie einfach und zu welchen Zeiten müssen die dritten Orte zugänglich sein? Wie sieht es mit einer flächendeckenden Verfügbarkeit in Wohnortnähe von Mitarbeitern aus?

Die Einbindung von dritten Orten in hybride Arbeitsplatzstrategien leistet einen wichtigen Beitrag zum Erfolg von Unternehmen. Neben den Vorteilen regelmäßiger Arbeit von remote generieren dritte Orte zusätzliche Vorteile für einzelne Nutzer, Unternehmen und die Gesellschaft.

 

Bilder