• Quelle: Aareal Bank AG
Quelle: Aareal Bank AG

Wenn die Kaution bei Nebenkostennachzahlungen einspringt

#Aarealthoughts - der Expertenblog der Aareal Bank
Robert Litwak - Geschäftsführer plusForta GmbH, ein Tochterunternehmen der Aareal Bank AG
09.11.2022

Explodierende Gas- und Strompreise sind nicht nur für große Teile der deutschen Mieterschaft eine Herausforderung. Auch Wohnungsunternehmen stehen vor einer Belastungsprobe, denn durch rasant steigende Abschlagszahlungen sind zuweilen Liquiditätsengpässe zu erwarten. Die Umwandlung der Barkaution in eine Mietkautionsbürgschaft ist eine mögliche Maßnahme, um kurzfristig Liquidität zu schaffen und bietet Vorteile für Wohnungsunternehmen wie auch deren Mieterschaft.

Fast jeder zweite bundesdeutsche Haushalt ist in Sorge, aufgrund steigender Mietnebenkosten in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten, das zeigt eine von der plusForta GmbH in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage (1). Besonders betroffen sind Familien ­– rund 62 Prozent der Mieter (2) mit Kindern im Haushalt befürchtet, bereits in den nächsten Monaten ihre Nebenkosten nicht zahlen zu können. Ähnlich sieht es bei den bis 29-jährigen Mietern aus: Überdurchschnittlich viele (rund 77 Prozent) befürchten, in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Appelle seitens der Regierung, entsprechende Rücklagen zu bilden, sind wenig hilfreich, zumal nach Einschätzung der Sparkassen aufgrund der Inflation bereits jetzt die Hälfte der Deutschen ihr gesamtes Einkommen für die Lebenshaltung aufwenden muss und daher kaum mehr sparfähig ist. Und auch Wohnungsunternehmen und Vermieter geraten unter Druck. Steigende Verbindlichkeiten gegenüber den Versorgungsunternehmen bedeuten, mit höheren Abschlagszahlungen in Vorleistung zu gehen. Können Mieter die steigenden Umlagen nicht mehr bedienen, drohen im schlimmsten Fall Zahlungsausfälle, die wiederum erheblichen Aufwand in puncto Mahnkosten bedeuten.

Kurzfristige Liquidität durch Kautionsumwandlung

Eine sinnvolle Maßnahme, die kurzfristig Liquiditätsengpässen entgegenwirkt, ist die Umwandlung der Mietkaution in eine digitale Mietkautionsbürgschaft. Ursprünglich als digitale Alternative zur verwaltungsaufwendigen Barkaution entwickelt, bietet sich beispielsweise mit Aareal Aval die Möglichkeit, der jetzigen Situation schnell und unbürokratisch zu begegnen.

Wohnungsunternehmen und Verwaltungen bieten ihrer Mieterschaft so die Möglichkeit, sich die Mietkaution auszahlen zu lassen und stattdessen eine Mietkautionsbürgschaft abzuschließen, die gleichzeitig als Sicherheit dient. Die Vorteile für beide Parteien liegen auf der Hand: Die Mieter sind durch die Auflösung der Barkaution in der Lage, die erhöhten Nebenkosten zu begleichen. Vermieter und Verwalter bekommen ihr Geld und sind gleichzeitig bestens durch die Bürgschaft abgesichert. Hinter der Mietkautionsbürgschaft Aareal Aval verbirgt sich eine auf die wohnungswirtschaftlichen Bedürfnisse abgestimmte Schadensabwicklung. Der Antragsprozess ist komplett digital und deshalb schnell, einfach und bequem in wenigen Minuten geregelt. Er gestaltet sich deutlich einfacher als etwa ein Kreditantrag.

Optimierte Liquidität und Prozesseffizienz

Mit Kautionsbürgschaften wie Aareal Aval können Wohnungsunternehmen und Verwalter ihren Mietparteien schnell und unbürokratisch eine Hilfestellung in der aktuell herausfordernden Situation bieten, die sie entlastet. Gleichzeitig wird die Mietsicherheit erhalten und zukünftige Schäden sind absichert. Auch bei neuen Mietverträgen kann eine Bürgschaft eine sinnvolle Lösung sein, um gerade im Segment des bezahlbaren Wohnens die Liquidität nicht zu belasten. Die komplett digital verwaltbare Kautionsbürgschaftslösung bietet Wohnungsunternehmen zudem die Gelegenheit, das digitale Service-Angebot für die Mieterschaft zu erweitern und damit einerseits die Kundenorientierung voranzutreiben, andererseits mittels effizienter Prozesse die so dringend benötigte digitale Transformation zu beschleunigen.

 

Mehr Informationen rund um die digitale Kautionsbürgschaft finden Sie hier: https://aareal-aval.de.

 

(1) *Civey hat für plusForta GmbH vom 14. bis 15. September 2022 online 1.000 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 18 Jahren (Zielgruppe: Mieterinnen und Mieter – Wohnung oder Haus) befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 6,2 Prozent. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier.

 

(2) Die Verwendung des generischen Maskulinums innerhalb dieses Textes beinhaltet alle Geschlechter.