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Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Mitteldeutschland mit wenig Bewegung im ersten Halbjahr 2026 

Flächenumsatz von 127.400 m²* im ersten Halbjahr 2026 – Rückgang um 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum / Leerstände wachsen im Marktgebiet A4 Thüringen und Halle/Leipzig / Erholung im dritten Quartal vor allem an den Standorten Halle und Leipzig erwartet

Berlin, 27.07.2026

Am Industrie- und Logistikimmobilienmarkt Mitteldeutschland wurde im ersten Halbjahr ein Flächenumsatz von rund 127.400 m² erzielt, was einem Rückgang um knapp 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Grund hierfür ist die weiterhin geringe Nachfrage, die durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bedingt ist. Im Vorjahresvergleich stiegen die Leerstände in der Region A4 Thüringen von 5,3 Prozent auf 11 Prozent und in Halle/Leipzig von 9,5 Prozent auf 16,9 Prozent. Im Marktgebiet A4 Sachsen blieb der Leerstand stabil bei 3,4 Prozent und in Magdeburg sank der Leerstand von 8,9 Prozent auf 7,5 Prozent. Gleichzeitig ist mit einem graduellen Rückgang der Leerstände zu rechnen, da keine neuen spekulativen Logistikflächen dem Markt hinzugefügt wurden. Die Spitzenmieten blieben trotz des hohen Wettbewerbsdrucks in fast allen Teilmärkten stabil. In Halle/Leipzig und dem Marktgebiet A4 Thüringen lag diese stabil bei 6,00 Euro beziehungsweise 5,80 Euro pro m². Auch Magdeburg blieb stabil bei 5,50 Euro. Im Marktgebiet A4 Sachsen konnte sogar ein leichter Anstieg von 6,10 Euro auf 6,20 Euro pro Quadratmeter beobachtet werden.  Dies geht aus einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE hervor.

„In den mitteldeutschen Teilmärkten fehlte es in den ersten beiden Quartalen an größeren Gesuchen. Hier zeigt sich aber bereits jetzt eine einsetzende Erholung für die kommenden Quartale“, sagt Frank Schönfelder, Senior Director und Team Lead Industrial & Logistics bei CBRE in Deutschland. „Die niedrige Nachfrage ergibt sich vor allem aus der wirtschaftlich unsicheren Gesamtlage in Deutschland und Europa. Sobald sich diese erholt, werden auch wieder Logistikflächen in diesem Bundesgebiet stärker nachgefragt sein. In den Boomjahren profitierte der ost- und mitteldeutsche Logistikmarkt vor allem von Unterkapazitäten in den anderen Bundesländern. Sobald sich der Markt in diesen Gebieten wieder erholt – und dafür gibt es aktuell bereits erste Anzeichen – werden auch hier Logistikflächen wieder stärker nachgefragt werden.“

Trotz der Probleme einiger Werke sind aktuell keine größeren Auswirkungen der schwächelnden Automobilindustrie in Ostdeutschland zu beobachten. Die Werke im Großraum Leipzig sind stabil aufgestellt und erweitern sogar ihre Produktionslinien

Prognose für das Gesamtjahr 2026

Für das dritte und vierte Quartal 2026 sind Zuwächse des Flächenumsatzes für den Logistikmarkt Mitteldeutschland zu erwarten.  

„Perspektivisch werden vor allem Leipzig, Halle und Dresden für eine Erholung des hiesigen Logistikimmobilienmarkts sorgen”, so Schönfelder weiter. „An diesen Standorten ist die Wirtschaftskraft im Allgemeinen hoch. Besonders in Dresden werden die Nachfragegesuche im Rahmen der Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie anziehen.