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Angebotspreise für Immobilien in Deutschland im Überblick – April 2026

Leipzig, 12.05.2026

Wie entwickeln sich die Angebotspreise für Immobilien in Deutschland aktuell? Mit unserem Metropolencheck analysieren wir monatlich die Entwicklung der Angebotsmieten und Angebotspreise in den Top-8-Metropolen Deutschlands – auf Basis der aktuellen Daten aus der Online-Datenbank GeoMap by Real Estate Pilot AG. Damit schaffen wir Transparenz in einem Markt, der sich zunehmend differenziert und regional unterschiedlich entwickelt. Besonders deutlich zeigt sich im April 2026, wie stark sich der Immobilienmarkt aktuell zwischen Neubau und Bestand auseinanderentwickelt.

Berlin und Leipzig: Unterschiedliche Preisniveaus bei stabiler Mietnachfrage

In Berlin bewegen sich die Kaufpreise im Bestand aktuell bei durchschnittlich 5.535 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen im Schnitt bei 8.587 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Vermarktungsdauer beträgt dabei 72 Tage im Bestand und 128 Tage im Neubau. Im Vergleich zum März zeigt sich vor allem im Neubausegment eine längere Vermarktungsdauer. Im Mietsegment bleibt die Nachfrage hingegen hoch: Bestandswohnungen werden im Schnitt für 17,83 Euro pro Quadratmeter angeboten und sind bereits nach rund 15 Tagen vom Markt.

Leipzig liegt preislich weiterhin deutlich unter den großen A-Städten, mit durchschnittlich 3.083 Euro pro Quadratmeter im Bestand und 5.703 Euro im Neubau. Gleichzeitig zeigt sich hier weiterhin eine auffällige Entwicklung: Während Mietwohnungen mit durchschnittlich 10,34 Euro pro Quadratmeter relativ schnell vermittelt werden, benötigen Neubau-Kaufangebote mit rund 120 Tagen weiterhin deutlich mehr Zeit. Im Vergleich zum März hat sich die Vermarktungsdauer im Neubau jedoch spürbar verkürzt.

Köln und Düsseldorf: Hohe Dynamik im Mietmarkt trotz wachsender Neubau-Unterschiede

In Köln liegt der durchschnittliche Angebotspreis für Bestandswohnungen bei 4.919 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen etwa 6.935 Euro pro Quadratmeter erreichen. Die Vermarktung erfolgt weiterhin vergleichsweise schnell, insbesondere im Mietsegment: Bestandsmieten von durchschnittlich 16,26 Euro pro Quadratmeter führen zu einer sehr kurzen Angebotsdauer von nur etwa 13 Tagen. Im Vergleich zum März zeigen sich hier nur geringe Veränderungen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Düsseldorf. Hier liegen die Kaufpreise im Bestand bei rund 4.981 Euro pro Quadratmeter und im Neubau bei etwa 8.520 Euro. Besonders auffällig ist die inzwischen sehr große Differenz zwischen Bestand und Neubau von über 3.500 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig hat sich die Vermarktungsdauer im Neubau gegenüber März wieder verlängert. Mietwohnungen im Bestand werden weiterhin schnell absorbiert und bleiben durchschnittlich nur etwa 15 Tage am Markt.

Diese Zahlen zeigen: In beiden Städten trifft ein vergleichsweise stabiles Preisniveau auf eine weiterhin hohe Nachfrage im Mietmarkt.

München und Stuttgart: Hohes Preisniveau trifft auf längere Vermarktung im Neubau

München bleibt die teuerste Metropole Deutschlands. Bestandswohnungen werden hier im Schnitt für 8.662 Euro pro Quadratmeter angeboten, während Neubaupreise bei rund 11.748 Euro pro Quadratmeter liegen. Gegenüber März sind die Neubaupreise leicht zurückgegangen. Gleichzeitig steigen die Angebotsmieten im Neubau weiter an und liegen inzwischen bei durchschnittlich 27,29 Euro pro Quadratmeter. Trotz des hohen Preisniveaus bleiben Mietwohnungen weiterhin sehr schnell vermittelt.

In Stuttgart liegt das Preisniveau im Bestand bei etwa 4.672 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen durchschnittlich 8.099 Euro erreichen. Auffällig bleibt hier insbesondere die Vermarktungsdauer im Neubau. Zwar ist diese im Vergleich zum März deutlich zurückgegangen, liegt mit rund 163 Tagen aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Mietsegment bleibt die Nachfrage stabil.

Hamburg und Frankfurt: Stabile Nachfrage im Mietmarkt, Zurückhaltung beim Neubau

In Hamburg bewegen sich die Kaufpreise im Bestand bei durchschnittlich 6.317 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen rund 8.965 Euro pro Quadratmeter kosten. Die Vermarktungsdauer liegt hier bei etwa 62 Tagen im Bestand und steigt im Neubau auf rund 165 Tage an. Damit zählt Hamburg weiterhin zu den Städten mit den längsten Vermarktungszeiten im Neubausegment. Im Mietmarkt bleibt die Dynamik dagegen hoch, mit durchschnittlich nur etwa 13 Tagen Angebotsdauer bei Bestandswohnungen.

Frankfurt zeigt weiterhin ein vergleichsweise stabiles Bild. Bestandswohnungen werden im Schnitt für 6.340 Euro pro Quadratmeter angeboten, Neubauwohnungen für etwa 8.291 Euro. Die Vermarktung dauert im Bestand rund 68 Tage und im Neubau etwa 96 Tage. Gegenüber März zeigt sich insbesondere im Neubau eine längere Angebotsdauer. Mietwohnungen bleiben weiterhin gefragt und sind im Schnitt nach rund 17 Tagen vom Markt.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die Unterschiede zwischen Neubau und Bestand weiter verstärken. Während der Mietmarkt in vielen Städten stabil bleibt, reagieren Käufer im Neubausegment zunehmend zurückhaltend auf hohe Preisniveaus.

Warum Angebotspreise ein wichtiger Frühindikator sind

Die dargestellten Werte basieren auf Angebotspreisen, nicht auf tatsächlichen Transaktionspreisen. Angebotspreise spiegeln die aktuellen Erwartungen im Markt wider, reagieren schneller auf Veränderungen und liefern frühzeitig Hinweise auf Trends und Marktbewegungen.

Im April zeigt sich dabei vor allem eine Entwicklung besonders deutlich: Die Unterschiede zwischen Bestand und Neubau werden größer. Während Bestandsobjekte vielerorts weiterhin relativ schnell vom Markt aufgenommen werden, bleiben Neubauangebote deutlich länger online – insbesondere bei hohen Preisniveaus.

Datenbasis und Methodik

Die Auswertung basiert auf den umfassenden GeoMap-Daten für die Top-8-Metropolen Deutschlands im April 2026:

  • Objektart: Wohnungen (kein Gewerbe, keine Häuser)
  • Ausschluss von möblierten Angeboten und Musterwohnungen
  • Duplikatsbereinigung der Inserate
  • Durchschnittswerte, bereinigt um statistische Ausreißer

GeoMap greift dabei auf über 38 Millionen von Angebotsdaten im DACH-Raum zurück und ermöglicht eine fundierte, datenbasierte Marktanalyse.